Delhi/Wg/Ag. In Indien bahnt sich ein wirtschaftlich und strategisch weitreichender Beschluss an: Luftwaffenchef Norman A. K. Browne sagte, man werde in einigen Tagen den Sieger in der Ausschreibung von 126 (eventuell bis zu 200) ultramodernen Kampfjets bekanntgeben. Es ist der größte Waffendeal seit Jahrzehnten. Volumen: sieben bis zwölf Milliarden Euro.
Bewerber sind die „Typhoon“ des europäischen „Eurofighter“-Konzerns und die „Rafale“ von Dassault (Frankreich). Bieter aus den USA, Russland und Schweden schieden aus. Insidern zufolge dürfte Eurofighter gewinnen, was das Aus für den Bau der Rafale bedeuten könnte, da Frankreich noch immer keinen Exportkunden dafür gefunden hat. Mit beiden Jets könnte sich Indien (derzeit 650 Kampfflieger, aber zu mehr als einem Drittel veraltet) langfristig eine klare Luftüberlegenheit in der Region sichern – vor allem gegenüber Pakistan, aber auch China.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.01.2012)
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