Costa Concordia: Abpumpen des Öls verzögert sich

28.01.2012 | 16:32 |   (DiePresse.com)

Schlechtwetter behindert die Arbeiten. Sechs Passagiere wollen von der Reederei 460 Mio. Dollar Schadenersatz. Im Wrack wurde inzwischen eine weitere Leiche gefunden.

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Wegen schlechten Wetters sind die Vorbereitungen zum Abpumpen des Treibstoffs des havarierten Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" unterbrochen worden. Wie der italienische Zivilschutz am Samstag mitteilte, stellten die Techniker ihre Arbeit wegen hohen Wellengangs ein und kehrten in den Hafen der Insel Giglio zurück. Bergungskräfte haben an Bord des verunglückten Kreuzfahrtschiffs eine weitere Leiche entdeckt: Das Auswärtige Amt in Berlin hat ein fünftes deutsches Todesopfer bestätigt.

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Experten der niederländischen Bergungsfirma Smit und des italienischen Unternehmens Neri hatten am Freitag Ventile an sechs der 23 Tanks angebracht, um das Abpumpen des Treibstoffs zu ermöglichen. Mit dem Abpumpen selbst hätte am Samstag begonnen werden sollen, dies dürfte sich nun wegen des schlechten Wetters um einige Tage verzögern. An Bord des Wracks befinden sich noch rund 2400 Tonnen Treibstoff, die das Meeresschutzgebiet rund um die Insel zu verseuchen drohen.

15 Menschen werden noch vermisst

Die Suche nach den Vermissten konnte am Samstag indes fortgesetzt werden. Nach Angaben des Zivilschutzes entdeckten Taucher dabei die Leiche eines weiteren Opfers. Die Frauenleiche wurde auf dem sechsten Deck in einem Teil des Schiffs gefunden, der unter Wasser liegt. Damit wurden bisher 17 Leichen gefunden, 15 Menschen werden noch vermisst.

Die "Costa Concordia" war am Abend des 13. Jänner mit mehr als 4.200 Menschen an Bord vor der toskanischen Insel Giglio aufgrund gelaufen, leckgeschlagen und gekentert. An Bord befanden sich auch 77 Österreicher.

Passagiere klagen auf 460 Millionen Dollar

In den USA reichten sechs Passagiere der "Costa Concordia" Klage gegen die Eignerfirma Carnival ein. Die sechs Kläger aus Florida, New York und Italien fordern insgesamt 460 Millionen Dollar (fast 348 Millionen Euro) Schadenersatz, wie ihr Anwalt Marc Bern sagte. Die Klageschrift wurde in Miami im US-Bundesstaat Florida eingereicht, weil die Firma Carnival dort ihren Sitz hat. Es handelt sich den Angaben zufolge nicht um eine Sammelklage. Eine solche hatte ein anderer Anwalt der sechs Kläger, Mitchell Proner, am Samstag vergangener Woche angekündigt.

Eine erste Sammelklage im Namen aller Besatzungsmitglieder und Passagiere war ebenfalls am Freitag in den USA eingereicht worden. Sie richtet sich gegen Carnival und ihre italienische Tochterfirma Costa Crociere. Diese einigte sich mit Vertretern der Urlauber darauf, dass jeder Passagier 11.000 Euro Schadenersatz plus 3000 Euro für die Reisekosten erhalten soll. Wie die italienische Verbraucherschutzorganisation Adoc mitteilte, gilt dies für rund 3000 der 3200 Passagiere aus 60 Ländern. Die Hinterbliebenen der Opfer und die Verletzten sollen demnach gesondert entschädigt werden.

 

(APA)

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6 Kommentare
Gast: Pips
28.01.2012 15:22
4

Wie

schon geschrieben. War nicht anders zu erwarten. Angereist im Leiberl. Reise auf Kredit gebucht. Dann bei Gelegenheit a bissl abcashen. Wird nicht so laufen Genossen! Erinnnert mich an einen Versicherungsdirektor, der in der Sauna immer den gleichen Witz erzählte:
Autounfall. Verletzte liegen auf der Straße. Ein Passant kommt des Weges. Er fragt " war die Polizei schon da?" Nein- die Antwort. "Super, dann leg i mi dazua".

wegen der kleinen Schieflage

so ein Wirbel?

Bitte den Schaden nachweisen!

14.000 ist völlig in Ordnung. Sie hätten alle geklatscht, wäre das Manöver gelungen.

Und sie hätte dem Kapitän auf die Schulter geklopft.

Wie weit ist das Ding vom Ufer entfernt? 100 m?

wer nicht schwimmen kann oder nicht weiß, wie man eine Schwimmweste anzieht, der soll Rollschuhlaufen auf der Donauinsel. Wenn kein Hochwasser ist.

Gast: irre Summen in einem Rechtssystem für Irre
28.01.2012 12:14
5

irre Summen in einem Rechtssystem für Irre

irre Summen in einem Rechtssystem für Irre

80% alle Anwälte der Wlet arbeiten in den USA und Canada - die müssen alle Geld verdienen um Golf spielen zu können

aber den falschen Mörder verurteilen und hinrichten stört diese US-Anwälte nicht (warum konnte der sich auch nicht sie leisten!)

Gast

Re: irre Summen in einem Rechtssystem für Irre

Absolut richtig, warum haben sie nicht gleich 460 Mrd Dollar eingeklagt?
Typisch Amerikaner!

Gast: Kibietz
28.01.2012 10:33
1

Und die österreichischen Konsumentenschutzverarsc...r sagen 14.000 Euro sind eh voll ok!

350 Mio durch 6 sind aber, glaube ich, nicht 14.000 Euro.
Die kleine Differenz kommt wohl den lieben Konsumentenschutzbeamten zugute...........

Antworten Gast: Ein Ätzer
28.01.2012 15:28
0

Re: Und die österreichischen Konsumentenschutzverarsc...r sagen 14.000 Euro sind eh voll ok!

Die "kleine Differenz" wird nicht einmal das Honorar der klagsbeauftragten Anwälte decken.

Die sechs Kläger werden noch den € 14.000,- nachweinen ...

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