Russland erlaubt Kastration von Kinderschändern

07.02.2012 | 17:38 |   (DiePresse.com)

Verurteilte können sich freiwillig einer chemischen Kastration unterziehen. Gleichzeitig mit dem Gesetz verschärft Russland die Strafen.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Kinderschänder können in Russland künftig chemisch kastriert werden. Das Parlament in Moskau verabschiedete am Dienstagein Gesetz über die freiwillige chemische Kastration für Pädophile. Außerdem verschärfte die Staatsduma nach Angaben der Agentur Interfax die Strafen für Sexualverbrechen an Kindern. So werden künftig Sexualstraftaten an Kindern unter 14 Jahren mit Gefängnis geahndet und dürfen nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden, hieß es. Täter können sich freiwillig einer Kastration unterziehen.

Die Initiative des Kreml war in Russland auf breite Zustimmung gestoßen. "Die Strafe sollte so hart wie möglich ausfallen", hatte Kremlchef Dmitri Medwedew im vergangenen Jahr betont. Gewaltverbrecher in Russland hatten allein 2010 mehr als 2500 Kinder getötet. Viele dieser Mädchen und Buben wurden Opfer von Kinderschändern. Deshalb werden Pädophile nun härter bestraft und freiwillig auch kastriert - mit Spritzen, die das männliche Sexualhormon Testosteron und damit den Trieb dämpfen.

Ärzte hatten davor gewarnt, dass das desolate und chronisch unterfinanzierte Gesundheitssystem nicht für solche Spezialbehandlungen ausgestattet sei.

(Ag.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

1 Kommentare

richtig so!


Wetter

  • Aktuelle Werte von
    10:00
    Wien
    21°
    Steiermark
    23°
    Oberösterreich
    23°
    Tirol
    19°
    Salzburg
    17°
    Burgenland
    21°
    Kärnten
    23°
    Vorarlberg
    23°
    Niederösterreich
    19°

Jetzt Panorama-Newsletter abonnieren

Der tägliche Überblick mit den wichtigsten Meldungen zu den Themen Chronik, Wien und Umwelt. Kostenlos.

Newsletter bestellen

Code schwer lesbar? » Neu laden

AnmeldenAnmelden