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Fall Adelsmayr: Außenministerium will in Dubai vermitteln

09.02.2012 | 07:08 |   (DiePresse.com)

Die Diplomatin Elisabeth Ellison-Kramer reist am Samstag in die Vereinigten Arabischen Emirate, um über den Fall des wegen Mordes angeklagten oberösterreichischen Arztes zu verhandeln.

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Erneut gibt es diplomatisches Tauziehen um den in Dubai wegen Mordes angeklagten oberösterreichischen Mediziner Eugen Adelsmayr. Kommenden Samstag wird Elisabeth Ellison-Kramer, Chefin der Rechtsabteilung im Außenministerium, nach Dubai reisen um im Fall Adelsmayr zu vermitteln.

Hintergrund: Bei einem Gerichtstermin im Dezember 2011 hat sich herausgestellt, dass das Gutachten, auf dem die Mordanklage basiert, offenbar manipuliert worden war. "Doch die Dubaier Justiz hat bisher nicht darauf reagiert", so Adelsmayr.

Das Expertenpapier, auf dem die Mordanklage basiert, wurde vom staatlichen Krankenhausträger in Dubai auf Englisch verfasst. Bei der Übersetzung ins Arabische - der Prozess wird in arabischer Sprache geführt - fehlten plötzlich 19 Seiten, alles Entlastende wurde laut dem österreichischen Arzt rausgestrichen. Diese Bombe hatte Adelsmayrs Anwältin bei der achten Verhandlungsrunde am 28. Dezember 2011 platzen lassen.

Bis zum 15. Februar soll Ellison-Kramer in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) vermitteln. Sie hat bereits mehrfach in Dubai mit den dortigen Verantwortlichen verhandelt und den Mediziner bei den Gerichtsterminen unterstützt. "Es handelt sich hier um einen Follow-up-Besuch um gegenüber den Behörden die Umstände des Falls zu klären und die Faktenlage zu eruieren", sagte Nikolaus Lutterotti, Sprecher im Außenministerium. Dabei soll auch noch einmal darauf hingewiesen werden, dass es mittlerweile "drei Gutachten gibt, die belegen, dass die Maßnahmen, die vom Mediziner Adelsmayr angeordnet wurden, nicht zum Tod des Patienten geführt haben".

Dem 52-jährigen Oberösterreicher und einem indischen Kollegen wird der Tod eines Patienten im Februar 2009 durch unterlassene Hilfeleistung und eine hohe Dosis Opiate zu Last gelegt. Dafür droht dem Bad Ischler im Wüstenstaat ein Strafrahmen von drei Jahren Haft bis hin zur Todesstrafe.

Weitere Prozess-Verzögerung droht

Der mitangeklagte indische Arzt habe bisher allerdings noch nichts zur Verhandlung beigetragen, erklärte der Oberösterreicher. "Allerdings hat der Anwalt des Zweitangeklagten in der bisher letzten Verhandlungsrunde (am 22. Jänner, Anm.) angekündigt, einen Antrag einbringen zu wollen", sagte Adelsmayr. Wäre dies der Fall, würde dies den Prozess weiter verzögern.

Ursprünglich waren für die nächste Verhandlung am 22. Februar die Schlussplädoyers der Anwälte geplant. "Meine Anwältin versucht derzeit herauszufinden, ob und welchen Antrag es geben wird", sagte Adelsmayr. "Ich befürchte allerdings, dass die Chancen darauf gering sind, Anträge wurden auch bisher immer erst bei der Verhandlung eingebracht."

Der Bad Ischler musste Ende Jänner einen weiteren Schicksalsschlag hinnehmen - seine schwer kranke Frau verstarb im 57. Lebensjahr. "Wir waren 30 Jahre lang ein Paar, 26 Jahre davon waren wir auch verheiratet", sagte Adelsmayr.

(APA)

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3 Kommentare
Gast: rolli
09.02.2012 15:43
0 0

richtig so

und weil wird neidhammeln sind betrieben wir gleich ein bissl klugscheisserei.....

Gast: Dubadubadu
09.02.2012 10:02
2 4

Kosten

Frage mich auch etwas, wer diesen Ausflug bezahlt.

Soweit man sich ein Bild von einem TV-Interview machen kann, denke ich, dass Adelmayr integer ist.

Aber eines muss man ihn schon klar sagen. Wenn man in solche Länder beruflich geht, da es dort sicher viel Geld zu holen gibt, muss man auch wissen, welche Gefahren dort lauern. Da darf man sich dann nicht wundern, dass dort die Rechtssprechung halt eine andere ist als bei uns.


Gast: Kibietz
09.02.2012 08:27
3 5

Genau! Ein schöner Dubai-Ausflug auf Kosten des Adelmayr oder des Steuerzahlers............

im Winter sehr zu empfehlen!