Athen/APA/dpa. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr ist in Griechenland ein bedeutendes Museum überfallen worden. An der Geburtsstätte der Olympischen Spiele, im antiken Olympia, stahlen zwei bewaffnete Unbekannte am Freitag mehr als 65 Ausstellungsstücke von unschätzbarem Wert aus einer olympischen Sammlung. Wie der Bürgermeister von Olympia, Efthimios Kotzas, im Rundfunk mitteilte, hatten die vermummten Männer die diensthabende Wächterin beim Schichtwechsel am Morgen mit vorgehaltener Pistole überfallen. Die Täter hatten es angeblich auf Goldexponate abgesehen – aber nur Ton- und Bronzestücke erbeutet.
Das Museum im Westen der Peloponnes-Halbinsel ist eines der wichtigsten antiken Museen in Griechenland. Kulturminister Pavlos Geroulanos bot Premier Lucas Papademos seinen Rücktritt an. Der Regierungschef gab zunächst nicht bekannt, ob er das Gesuch annehmen würde.
Eklatante Sicherheitsmängel
Bürgermeister Kotzas plädierte dafür, die Sicherheitsvorkehrungen in dem Museum zu verbessern. Bereits nach dem Kunstdiebstahl aus der Nationalgalerie hatten Verantwortliche eklatante Sicherheitsmängel beklagt. Die Sparpolitik der griechischen Regierung hat viele Museen in jüngster Zeit dazu gezwungen, Stellen für Wachleute zu streichen.
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