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Costa Concordia: Weitere Leichen im Wrack gefunden

22.02.2012 | 18:12 |   (DiePresse.com)

Im überfluteten Teil der gekenterten "Costa Concordia" wurden acht Leichen entdeckt. Sieben Menschen werden weiterhin vermisst.

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40 Tage nach dem Unglück der "Costa Concordia" stieg die Zahl der Opfer auf 25, sieben Menschen werden noch vermisst. Bergungsteams haben im überfluteten Teil des gekenterten Kreuzfahrtschiffs unweit von Deck 4 vier Leichen gefunden, teilte der Krisenstab auf der Insel Giglio am Mittwoch mit. Dieser Teil des Schiffes war von den Bergungsteams bisher noch nicht durchsucht worden. Am Nachmittag wurden vier weitere Leichen gesichtet. Die Suche nach den Vermissten war zuletzt wegen der besseren Wetterlage nach einer mehrtägigen Pause wieder aufgenommen worden.

Die Rettungsmannschaften teilten mit, dass sich unter den Leichen jene der fünfjährigen Dayana A. befindet, die so wie ihr Vater William seit dem Unglück als vermisst galt. Ihr Schicksal hat ganz Italien bewegt. Dayanas Mutter - die Eltern waren geschieden - hatte im italienischen Fernsehen immer wieder an Passagiere appelliert, ihr allfällige Berichte über ihre Tochter zukommen zu lassen.   

Das Abpumpen des Treibstoffes aus dem Wrack läuft auf Hochtouren. Die Fachleute des niederländischen Spezialunternehmens Smit Salvage entfernen derzeit das Öl aus neun Tanks, die sich im hinteren Teil des Schiffes befinden. Die Einsatzkräfte wollen das günstige Wetter nutzen, um so rasch wie möglich die Arbeit abzuschließen.

Das Kreuzfahrtschiff soll schon vor seiner Unglücksfahrt mehrmals gefährlich nah an der Insel Giglio vorbeigefahren sein. Das sagen die Anwälte von Passagieren. Mindestens zehnmal hätten die Schiffe der Reederei Costa  Crociere ähnlich riskante Routen genommen, zitierte die Nachrichtenagentur Ansa aus Dokumenten von Anwälten, die einige Überlebende des Schiffsunglücks vertreten. Mit ihrer Darstellung widersprechen sie früheren Angaben der Reederei.

Wie aus den Dokumenten hervorgehe, sei die "Costa Concordia" bereits am 14. August nur 150 Meter entfernt von der Insel entlanggefahren - so wie auch am 13. Jänner dieses Jahres, als das Schiff von seinem offiziellen Kurs abkam, vor der toskanischen Insel auf einen Felsen fuhr und kenterte.

"Verletzung elementarster Sicherheitsnormen"

Die Anwälte Pietro Ilardi und Francesco Compagna gaben an, die Dokumente gemeinsam mit der US-Kanzlei Clifford Law Offices "vor einigen Wochen" bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Grosseto eingereicht zu haben, meldete Ansa. "Wegen der Verletzung der elementarsten Sicherheitsnormen" müsse die Leitung der Reederei von den Ermittlern ins Visier genommen werden, forderten sie.

Costa Crociere macht den Kapitän der "Costa Concordia", Francesco Schettino, für das Unglück verantwortlich. Gegen Schettino wird wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung, Havarie und Verlassen des Schiffes während der Evakuierung ermittelt.

(APA)

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9 Kommentare
Gast: Gregor Schock
22.02.2012 16:12
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Das Chaos wird fortgesetzt.

Das Chaos das Kapitän Schettino begonnen hat, wird nun von der Reederei fortgesetzt.

Aus den neusten Berichten geht hervor, daß die Reederei noch immer kein Bergungskonzept hat.
Es ist zu vermuten, daß sich einige kompetente Bergungsunternehmen mit ausgefeilten Konzepten an die Reederei, oder deren Versicherung gewendet hat, dennoch wird behauptet es gäbe noch kein Konzept.
Soll jetzt die ganze Welt veräppelt werden? Oder sind diese Leute wirklich so inkompetent?

Es bestünde zB. die Möglichkeit, die für den lagestabilen Auftrieb erforderlichen Räume nach und nach auszuschäumen. Das würde auch den Schiffskörper stabilisieren
Gregor Schock..Hamburg..Schiffsingenieur im Ruhestand

Antworten Gast: Fenstergucker
22.02.2012 16:48
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Re: Das Chaos wird fortgesetzt.

Es dürfte sich auch nicht um ein technisches Problem, sondern um ein finanzielles handeln ...

Antworten Antworten Gast: Gregor Schock
22.02.2012 23:11
0 0

Re: Re: Das Chaos wird fortgesetzt.

Wenn es um ein finanzielles Problem ginge sollte das ebenso mitgeteilt werden. Die Italienischen Behörden würden dann sicher Druck machen, denn je länger das Wrack auf der Seite liegt, desto ernster wird die Gefahr des Auseinanderbrechens.
Wenn das Öl abgepumpt ist, sollte umgehend mit der eigentlichen Bergung begonnen werden.
Dazu sind nochmal erhebliche Mengen an Gerätschaften erforderlich. Davon hört man aber nichts. MfG. Schock

Gast: Lutz Berger
21.02.2012 17:56
1 1

Der Schuldige

Da gibt es ein Problem.
Die Verantwortung für die Sicherheit des Schiffes trägt ganz klar der Kapitän, aber die Reederei möchte den Passagieren etwas Außergewöhnliches bieten und verlangt die nahe Passage vom Kapitän und wenn er der Direktive der Reederei nicht folgt, wird er ausgetauscht und fährt in der Zukunft möglicherweise auf einem Küstenfrachter zur See.
Keine leichte Entscheidung für den Kapitän eines stolzen Kreuzfahrtschiffes.
Schettino ist das Risiko eingegangen und hat diesesmal verloren. Pech gehabt und soll jetzt der Schuldige sein, auf den alles abgeladen wird.
Die wirklich Schuldige ist aber die Reederei, welche diese Zwänge aufgebaut hat.
Zur "Ehrenrettung" Schettinos sei fairerweise angemerkt : Hätte er das Schiff nicht auf Grund gesetzt und wäre die "Costa Concordia" in der freien See gekentert, hätte es einige tausend Tote gegeben !!!

Gast: xxxx
21.02.2012 10:40
2 2

Also, bitte! Wir kennen doch alle wie die Italiener Autofahren!

Da darf man es ihnen doch nicht verübeln, wenn sie ein bisserl mit dem Flieger gegen die Berge donnern oder mit dem Schiffernakel den Meeresgrund umackern!
Bitte, bitte, ein bisserl Rücksicht.

Antworten WM
21.02.2012 13:21
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Re: Also, bitte! Wir kennen doch alle wie die Italiener Autofahren!

"Kennen" Sie auch, wie "die Österreicher" Autofahren?

Antworten Antworten Gast: xxxx
21.02.2012 15:41
3 0

Re: Re: Also, bitte! Wir kennen doch alle wie die Italiener Autofahren!

Wir Österreicher sind mit Abstand die besten Autofahrer.
Haben schon Jochen Rindt, Niki Lauda und Gerhard Berger bewiesen.
Weiß die ganze Welt.

Antworten Antworten Antworten cmoss
22.02.2012 14:57
1 0

Re: Re: Re: Also, bitte! Wir kennen doch alle wie die Italiener Autofahren!

Aber immerhin, Lauda und Berger leben noch .....

Antworten Antworten Antworten WM
21.02.2012 16:45
1 1

Re: Re: Re: Also, bitte! Wir kennen doch alle wie die Italiener Autofahren!

"Wir sind Papst"