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Costa Concordia: Ermittlungen gegen Oberösterreicher

23.02.2012 | 08:48 |   (DiePresse.com)

Die Staatsanwälte ermitteln gegen den österreichischen Vizepräsidenten der Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere. Er war in der Nacht des Schiffsbruches in telefonischem Kontakt mit dem Bordoffizier.

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Die Staatsanwälte der toskanischen Stadt Grosseto, die nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" ermitteln, interessieren sich nun auch für einen Oberösterreicher: Sie werfen dem aus Enns stammenden Vizepräsidenten der Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere, dem Betreiber des verunglückten Schiffes, Mängel bei der Koordinierung der Rettungsaktion an Bord des Schiffes vor.

Der Oberösterreicher soll Kapitän Francesco Schettino "keine angemessene Lösungen" bei der Bewältigung des Notstands vorgeschlagen haben, verlautete aus toskanischen Justizkreisen. Er habe außerdem die Hafenbehörde in der toskanischen Stadt Livorno nicht klar über die Zustände an Bord informiert.

Ermittlungen gegen weitere Crewmitglieder

Der Vizepräsident, der für die technischen Operationen der gesamten Costa-Flotte zuständig ist, war in der Nacht des Schiffbruches in telefonischem Kontakt mit Bordoffizier Manrico Giampietroni gewesen, der mehrere Menschenleben gerettet hat und 36 Stunden nach der Havarie lebend aus dem Schiff geborgen wurde. Der Manager wurde bereits am 7. Februar von den ermittelnden Staatsanwälten befragt, berichtn italienische Medien. Er gilt als Veteran in der Kreuzfahrt-Branche. Bei mehreren großen Reedereien war er im Spitzenmanagement tätig.

Ermittlungen wurden auch gegen den Chef des Krisenstabs der Costa Concordia, gegen einen Flotten-Inspekteur und gegen vier Offiziere aufgenommen. Letzere waren an Bord der Kommandobrücke, als das Unglück passierte. Sie werden beschuldigt, Kapitän Schettino nicht darauf aufmerksam gemacht zu haben, dass sich das Schiff bei einer Geschwindigkeit von 15 Knoten der Insel Giglio zu stark genähert hatte. Bisher waren lediglich Ermittlungen gegen Schettino und gegen den Offizier Ciro Ambrosio aufgenommen worden. Schettino befindet sich zurzeit unter Hausarrest.

Die Reederei stellte sich erneut hinter ihre Manager. "Unsere Mitarbeiter haben in den Stunden nach dem schweren Unfall mit der größten Professionalität gehandelt", hieß es in einer Presseaussendung.

Costa Concordia: Chronologie der Havarie

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(c) AP Photo/Italian Firefighters, handout

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Leichen wurden geborgen

Alle acht Leichen, die am Mittwoch im überfluteten Teil der "Costa Concordia" gefunden wurden, sind mittlerweile geborgen worden. Vier Leichen wurden im Lift des Decks 4 entdeckt. Zu den Opfern, die gefunden wurden, zählt ein fünfjähriges italienisches Mädchen. Sieben Personen werden noch vermisst.

Wegen der Bergung der Leichen wurden die Arbeiten zum Abpumpen des Öls im Wrack suspendiert. Die "Costa Concordia" war am 13. Jänner mit mehr als 4200 Menschen an Bord vor der toskanischen Insel Giglio havariert.

(APA)

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8 Kommentare
Glosar
23.02.2012 08:49
0 0

ALLE andere nennen die bei namen, nur den österreicher nicht... warum ist das?


Antworten Gast: Grund der Ermittlungen
23.02.2012 13:34
2 0

Re: ALLE andere nennen die bei namen, nur den österreicher nicht... warum ist das?

Viel interessanter wäre WARUM gegen ihn ermittelt wird. Das wird im Artikel aber auch nicht erwähnt.

Antworten Antworten fefe
23.02.2012 21:47
0 0

Re: Re: ALLE andere nennen die bei namen, nur den österreicher nicht... warum ist das?

Ich verstehe das auch nicht. Das ist doch allein Sache des Kapitäns.

Re: ALLE andere nennen die bei namen, nur den österreicher nicht... warum ist das?/Glosar

Wozu? Wollen Sie ihn persönlich aufsuchen, ihm Mut zusprechen und versichern, dass für ihn Ihrer Meinung nach selbstverständlich die Unschuldsvermutung gilt? Welchen anderen Nutzen könnten Sie sonst noch ziehen?

Antworten Antworten Glosar
23.02.2012 15:50
0 0

Re: Re: ALLE andere nennen die bei namen, nur den österreicher nicht... warum ist das?/Glosar

nein, ich finde einfach die art der berichterstattung in österreich einfach IRRITIEREND!!!
immer halbe sachen. berichten aber nicht berichten. sagen aber nichts sagen. es ist aber es ist eben nicht...

WARUM muss ich immer die deutschen sender anschauen wenn ich die nachrichten bekommen will einfach so wie sie sind ohne die schönfärberei, die ewige unschuldsvermutung, usw.

comprende?

Antworten Antworten Antworten fefe
23.02.2012 21:49
0 0

Re: Re: Re: ALLE andere nennen die bei namen, nur den österreicher nicht... warum ist das?/Glosar

Ein bisschen Mittelalter-Nostalgie... Damit man die Leute aufsuchen und durchs Dorf jagen kann.

Re: Re: Re: ALLE andere nennen die bei namen, nur den österreicher nicht... warum ist das?/Glosar

Gut, dass Sie "WARUM" fragen? WARUM ist in Österreich - und beinahe nur DA - der erste Reflex auf eine Meldung über eine Person, die mit Justiz in Zusammenhang gebracht wird, "Wia haaßt a, wohea kummt a"? Wie es ein weiterer Poster schrieb: "interessanter wäre, WARUM gegen ihn ermittelt wird." Das angebliche Telefonat vor der "Tatzeit" sagt nämlich überhaupt nichts aus.

Völlig korrekt ist, dass Sie anmerken, Meldungen von internationalem Belang in anderen (deutschen) Sendern besser zu bekommen. Problem dabei: Österreich kommt darin kaum vor - wir werden nicht wahrgenommen! Was leider auch bedeutet, dass wir ungeschminkte Wahrheiten über unser Land nur schwer bekommen.

Antworten Antworten Glosar
23.02.2012 15:50
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Re: Re: ALLE andere nennen die bei namen, nur den österreicher nicht... warum ist das?/Glosar

nein, ich finde einfach die art der berichterstattung in österreich einfach IRRITIEREND!!!
immer halbe sachen. berichten aber nicht berichten. sagen aber nichts sagen. es ist aber es ist eben nicht...

WARUM muss ich immer die deutschen sender anschauen wenn ich die nachrichten bekommen will einfach so wie sie sind ohne die schönfärberei, die ewige unschuldsvermutung, usw.

comprende?