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Zugsunglück in Buenos Aires: Suche nach Vermissten

23.02.2012 | 09:03 |   (DiePresse.com)

49 Tote hat ein schweres Zugsunglück in Argentinien gefordert. 675 Menschen sind verletzt, 200 von ihnen schwer.

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Bei dem schweren Zugsunglück in Argentinien sind nach neuesten Angaben mindestens 49 Menschen getötet und 675 weitere verletzt worden. Unter den Opfern sind 200 Schwerverletzte, berichten Vertreter des Zivilschutzes. Der mit 2000 Menschen besetzte Zug war am Mittwoch in der Früh mit rund 20 Stundenkilometern in den Kopfbahnhof Once in Buenos Aires eingefahren und dort ungebremst gegen einen Prellbock gestoßen. Unter den Toten war ein Kind.

Stunden nach dem Unfall suchten zahlreiche Menschen in Krankenhäusern, in einer Leichenhalle und auf einem Friedhof nach vermissten Angehörigen. "Ich war in fünf Krankenhäusern und konnte meine Frau nicht finden", sagte ein Mann namens Jose. Seine schwangere Frau habe in einem der ersten Waggons gesessen. Eine Frau namens Luisa suchte ihren 24-jährigen Sohn. "Man sagte uns, einige würden operiert und man wisse nicht, wer sie sind." Es gebe erst Klarheit, wenn die Patienten aus dem Operationssaal kämen. Fernsehsender veröffentlichten Fotos von Vermissten, im Internet wurden soziale Netzwerke für die Suche genutzt.

Buenos Aires: Tote und Verletzte bei Zugsunglück

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Staatstrauer in Argentinien

Unter den Verletzten war auch der Zugführer, der von Rettungskräften aus der eingequetschten Lokomotive befreit wurde. Laut Verkehrsminister Juan Pablo Schiavi verfügt der 28-Jährige einen einwandfreien Personalakt. Die Regierung rief eine zweitägige Staatstrauer aus. Argentiniens Präsidentin Cristina Kirchner sagte eine Pressekonferenz zum Streit mit Großbritannien um die Falkland-Inseln ab.

Erst vor fünf Monaten waren in Buenos Aires bei einem Zugsunglück elf Menschen ums Leben gekommen und mehr als 200 verletzt worden. Im März 2008 wurden in Dolores gut 200 Kilometer südlich der argentinischen Hauptstadt 18 Menschen getötet und 47 verletzt, als ein Bus von einem Zug gerammt wurde.

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3 Kommentare
Gast: Johann S
23.02.2012 18:18
0 0

Da

es angeblich um veraltete Garnituren aus den 60ern geht ,könnte es sich um sogenannte einlösige Bremsen handeln,welche vereinfacht geschrieben,erschöpfbar sind.

Aber aus der Ferne lässt sich nur spekulieren.

Gast: Fahrgastx
23.02.2012 17:48
0 0

Auch wenn man von Einzelfällen nicht verallgemeinern sollte...

...erhebt sich die Frage, ob das für die kümmerlichen Reste dessen, was nach der Vollprivatisierung des argentinischen Bahnverkehrs so übrig blieb nicht irgendwie typisch sein könnte...

DerMike
23.02.2012 15:23
0 1

Was ist auf den letzten 40 Metern passiert?

Man hat nicht gebremst!