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Nordsee-Gasleck: Lösch-Schiffe in Position gebracht

29.03.2012 | 08:37 |   (Die Presse)

Unterhalb der Gasförderinsel "Elgin" tritt weiter Erdgas aus. Betreiber Total will die undichte Stelle nun gefunden haben. Vier Schiffe wurden um die Plattform stationiert. Sie seien im Notfall "bereit, einzugreifen".

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In der Umgebung der Bohrinsel Elgin auf halbem Wege zwischen Schottland und Norwegen herrscht weiterhin Explosionsgefahr. Vier Tage nach der Entdeckung eines Lecks am Meeresgrund unterhalb der Gasförderplattform des französischen Total-Konzerns strömen diverse Kohlenwasserstoffe und andere chemische Verbindungen ins Meer und von dort teilweise weiter in die Luft. Das Leck war am Sonntag entdeckt worden. Mehr als 300 Arbeiter mussten deshalb in Sicherheit gebracht werden.

Total will die undichte Stelle nun in einer stillgelegten Gasquelle gefunden haben. Die Quelle reicht nach Konzernangaben bis 5500 Meter unter den Meeresboden. Die Firma brachte für den Fall einer Explosion zwei Lösch-Schiffe in Position. Sie warten in einem Sicherheitsabstand von 3,7 Kilometern von der Plattform entfernt, sagte ein Sprecher des Energiekonzerns in der Nacht. Insgesamt seien damit nun vier Schiffe im Notfall "bereit, einzugreifen". Eines der Schiffe ist mit einem Unterwasser-Roboter ausgestattet, der mit einer Kamera das Leck an der Plattform untersuchen soll. Noch steht aber nicht fest, wann er zum Einsatz kommen soll.

Mehrere Quadratkilometer große Schliere

Aus dem Loch strömten seit Sonntag mindestens 20 Tonnen Gasgemisch. Es besteht vor allem aus Methan sowie Propan und Butan, das sind leicht entzündliche Bestandteile von Erdgas, sowie aus Schwefelwasserstoff, einer nach faulen Eiern riechenden, giftigen Substanz. Das Gasgemisch bildete eine mehrere Quadratkilometer große Schliere an der Wasseroberfläche.

Umweltorganisationen fürchten erhebliche Schädigungen der Natur. Total hingegen sagt unter Hinweis auf einen Bericht der britischen Umweltberatungsbehörde JNCC (Joint Nature Conservation Comittee), man fürchte keine besonderen Folgen, die Gase seien flüchtig und verteilten sich in der Luft rasch. Daher sei die Explosionsgefahr nicht nennenswert.

"Worst Case" würde 10 Mrd. Dollar kosten

Im schlimmsten Fall rechnen Analysten mit Ausgaben von zehn Milliarden Dollar. Bleibt die gefürchtete Explosion aus, die Reparatur zieht sich aber über Monate hin, fielen rund drei Milliarden Dollar an. Sollte es Total gelingen, das Leck schnell in den Griff zu bekommen und die Produktion würde lediglich für zwei Wochen ausfallen, könnte der Ölmulti mit 150 Millionen Dollar davonkommen, so die Analysten am Mittwoch.

Im Vergleich zum britischen Konkurrenten BP rechnen die Experten jedoch damit, dass Total auch im schlimmsten Fall noch glimpflich davon kommt. BP hat inzwischen insgesamt 32 Milliarden Dollar für die Folgen der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko vor knapp zwei Jahren zurückgelegt.

Hintergrund: Die ''Elgin''-Plattform in der Nordsee

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Sperrzone verhindert Heli-Einsatz

Dennoch wurden die Arbeiter an Bord bereits am Sonntag weggebracht, der Shell-Konzern räumte zwei nahe Plattformen, Schiffe und Flugzeuge dürfen nicht näher als rund 3,2 bzw. 4,8 Kilometer an Elgin heran. Damit ist der Einsatz von Helikoptern vorerst unmöglich. Sorge macht eine Flamme auf der Plattform, mit der überschüssiges Gas abgefackelt wird und die nicht abgestellt wurde. Laut Total stelle sie keine Gefahr dar, die Gaswolke werde vom Wind zu stark verdünnt, um zu zünden.

Total prüft, ob man das Leck stopfen oder durch Entlastungsbohrungen den Ausstrom weiter verteilen könnte, Letzteres dürfte aber Monate dauern. Das Stopfen mit Schlamm, auch "Kill" genannt, wäre allerdings risikoreicher. Totals Aktienkurs sackte seit Montag stark ab, da es Ängste gibt, der Vorfall könnte sich zu einem riesigen, milliardenteuren Desaster ausweiten.

(c) DiePresse

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(AG./red.)

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21 Kommentare
Gast: Real Ist
29.03.2012 14:21
0 0

immer diese anprangerung ohne alternativen zu haben!

solange kein "rockefeller" andere (alternative) energiequellen findet,fördert etc. wird die welt mit der gefahr das bei solchen unternehmungen etwas passiert leben müssen ,denn der staat,beamte,grüne/linke,viecherlschützer,nettoempfänger allg. usw. werden nicht die unternehmerische risikobereitschaft mitbringen um etwas derartiges zu bewältigen,die staatlich geförderte u. defizitäre solarbranche ist nur ein kleiner vorgeschmack dessen was "uns" blüht wenn anstudierte kinder meinen energiewirtschaft betreiben zu können!!.... (aber es hält niemand deartige weltverbesserer auf etwas auf den markt zu bringen das öl u. gasförderung frühzeitig ablöst,jede menge kapital wartet darauf um sich derart zu beteiligen)!! mein fazit: es wird der tag kommen da wird ein waghalsiger unternehmer/unternehmen "neues" auf den markt bringen u. die welt wird sich bis dahin weiter drehen .....

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Die Quelle reicht nach Konzernangaben bis 5500 Meter unter den Meeresboden.

Bei solcher Tiefe kann man sich vorstellen wie hoch der Druck sein muß, der da auf die Rohre einwirkt.

Ich nehme einmal an, daß da bei der Errichtung der Bohrinsel gepfuscht wurde, damit man ja die Termine einhält und alles kostenmäßig im Rahmen bleibt!

Das Ergebnis ist dann ein derartiges Desaster und niemand ist natürlich schuld daran!

Re: Die Quelle reicht nach Konzernangaben bis 5500 Meter unter den Meeresboden.

welch experten-statement, danke!

haben sie sich schon für einen posten in der regierung beworben? nicht vergessen: alle nicht-qualifikationen angeben dafür halt das netzwerk zu jägern, mobilfunkern u.ä. und sie werden reich innerhalb von nur 4 jahren!

Gast: Blankensteiner Husar
29.03.2012 08:13
1 9

Die Unfähigkeit dieser Konzerne,schon beinahe FPÖ-Niveau, ist katastrophal!

Wenn z.B. in Wien eine Gasleitung zischt wie eine verärgerte Grubenotter, dann ruft die Hausfrau die Stadtwerke Wien an und dann kommen die Jungs vom Häupl Michl mit Blaulicht und stecken ein Stopfen in die Löcher (Gasleitung zuerst).

Tja, aber die Franzosinger haben halt nur ihre Weinbergschnecken und die sind dauernd am Häusl.
Man könnte auch was vom Conrad nehmen, aber wie der auf Französisch heißt? "'on'ad"????
Such' mal sowas im Wewewe!

Re: Die Unfähigkeit dieser Konzerne,schon beinahe FPÖ-Niveau, ist katastrophal!

endlich bekomme ich einen Einblick wie sich ein SPÖ Wähler die Welt vorstellt.

Jetzt wundert mich nichts mehr, nicht vergessen 2013 brav wieder bei den Roten ankreuzen, weil die wissen bekanntlich wie man Krisen (aus)löst ;)

Na, hauptsache die Konzerne verlieren nicht zu viel Geld!

Die riesigen Mengen an Gas die unkontrolliert in die Atmosphäre gelangen sind ja nicht der Rede wert! Die Nordsee gehört ja niemanden. Die Erdölkonzerne müssen für stümperhafte Arbeit ja niemanden Entschädigung zahlen.
Wir spielen mit unkontrollierbaren Technologien rum, ohne daß irgendjemand die Verantwortung trägt.
Es ist genau wie in Fukushima! Die Situation ist unter Kontrolle...
Die Öffentlichkeit wird mit Champignon-Erde abgespeist.

Re: Na, hauptsache die Konzerne verlieren nicht zu viel Geld!

unkontrollierbar? Blödsinn!
dann müssen's jedes chemiewerke schließen, googelns mal "bhopal"...

oder wegen Chile jedweden Bergbau

oder jedes Aluminiumwerk siehe Ungarn vor wenigen Jahren

0 1

Re: Re: Na, hauptsache die Konzerne verlieren nicht zu viel Geld!

ob Sie's glauben oder nicht, es wird auch so kommen

2 1

Der Herr, welcher diesen

Artikel geschrieben hat, sollte sich sofort einer anderen Tätigkeit zuwenden welche zuverlässig verhindert, dass er jemals wieder etwas öffentlich schreiben darf.

...In der Umgebung der Bohrinsel Elgin auf halbem Wege zwischen Schottland und Norwegen herrscht Explosionsgefahr... Die Quelle reicht nach Konzernangaben bis 5500 Meter unter den Meeresboden...Total prüft, ob man das Leck stopfen oder durch Entlastungsbohrungen den Ausstrom weiter verteilen könnte...

Teil 2:

Vierzehn Tage später kam folgendes Schreiben des Präsidenten:

SFH-2353 Norm e mail President Barack Obama an Dr. Lederbauer vom 20.6.2010: Happy Father's Day.
The White House Washington, The Most Important Job

http://so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=343&aid=3275&page=16

Die Wünsche zum Vatertag waren sehr nett...

Trotz dieser enttäuschenden Erfahrungen werden wir sofort versuchen, mit TOTAL Kontakt aufzunehmen und unsere grundsätzlichen Überlegungen präsentieren.

Irgendetwas läuft da falsch...

http://so-for-humanity.com2000.at


...In der Umgebung der Bohrinsel Elgin auf halbem Wege zwischen Schottland und Norwegen herrscht Explosionsgefahr... Die Quelle reicht nach Konzernangaben bis 5500 Meter unter den Meeresboden...Total prüft, ob man das Leck stopfen oder durch Entlastungsbohrungen den Ausstrom weiter verteilen könnte...

Teil 1:

Hoffentlich entwickelt sich das nicht zu einer Katastophe wie seinerzeit im Golf von Mexico.

Das Stopfen mit Schlamm wäre laut Total risikoreicher...

In dieser Richtung könnte auch für dieses Problem eine Lösung gefunden werden.

BP hat im Golf von Mexico viele Versuche unternommen, die erst nach Wochen erfolgfreich waren.

Wir haben damals sofort versucht, BP grundsätzliche Vorschläge zu unterbreiten:

SFH-2315 ECOOO-DRILL HOLE, Technical Proposal to Close Drill Hole and to Secure Drill Holes, 1.05.2010
Technische Grobbeschreibung in englischer Sprache druch eine Beratungsinstitution

http://so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=343&aid=3229&page=19

Nachdem es keine Reaktion gab, wandten wir uns direkt an Präsident Obama:

SFH-2206 Letter Dr. Lederbauer to President Obama, June, 1, 2010 (k)
Executive Summary The present documentation contains a proposal for the prevention of further oil spill from Transocean's bore hole in the Gulf of Mexico.

http://so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=343&aid=3095&page=29

.

SFH-2201 Brief Dr. Lederbauer an Präsident Obama vom 1.6.2010
Executive Summary In der vorliegenden Dokumentation wird ein Lösungsweg für die Verhinderung des Ausfließens von Öl aus dem Bohrloch von Transocean im Golf von Mexiko beschreiben.

http://so-for-humanity.com2000.at/index.php?modul=content&rubrik=343&aid=3089&page=30

.

http://so-for-humanity.com2000.at


Gast: Servus Du
28.03.2012 21:00
0 2

Die Huh

Also wenn seit Sonntag 20 to geströmt sind, dann wären das so 6 to pro Tag bzw. ca. 250 kg/h. Dass wäre dann eine etwas größere Kuhherde in der Größenordnung von 250 Stk. die stündlich 1 kg abdrücken würde.

Also kein Grund zur Sorge für die Aktienmärkte.

1 1

Alle sterben

aber am wichtigsten scheint es der Menschheit, zu vertuschen,woran.

Gast: Tante Traude
28.03.2012 16:38
3 8

Sofort alle Gaskraftwerke abschalten!

Bevor diese irrwitzige Technologie alle unsere Kinder umbringt!

Gasausstieg jetzt!

Was sagen eigentlich unsere Bischöfe dazu?

Antworten Antworten Gast: Tante Traude
28.03.2012 19:09
0 0

Re: Gasausstieg jetzt!

Ich bin sicher, sie sind auch besorgt.

3 0

...

da machts aber an gscheiden tuscher, wenn das in die luft fliegt....

0 0

Re: ...

Ist ja kein geschlossener Raum, wird also verpuffen - warm kann es aber werden.

Antworten Gast: tvgeiler
28.03.2012 22:09
1 1

Re: ...

is wenigstens wieder wos gscheits im fernsehn!


Gast: Ernsthaft
28.03.2012 14:19
0 0

Fehlanzeige

Das ist ja kein Entertainmentthema, also keine "Bei"-träge.
Der einzige "Bei"-trag ist der Verzicht auf die Gasnutzung. Die Welt lebt viel zu übermütig.