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Österreicher soll 600 Kinder gezeugt haben

09.04.2012 | 18:15 |   (Die Presse)

Ein Arzt betrieb 30 Jahre lang Fruchtbarkeitsklinik in London und verteilte offenbar seinen Samen an kinderlose Frauen. Die Klinik des Arztes richtete sich offenbar vor allem an Mittel- und Oberschichtsangehörige.

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London/Wien. Es ist ein aufsehenerregender Fall: Ein österreichischer Arzt soll bis zu 600 Kinder gezeugt haben. Bestätigen sich diese Angaben, wäre das ein neuer Samenspender-Weltrekord.

Der gebürtige Österreicher Bertold Wiesner betrieb mit seiner Ehefrau von 1943 bis 1962 eine Klinik für Fortpflanzungsmedizin in London. Dort konnten Frauen unfruchtbarer Männer Samenspenden käuflich erwerben. Pikantes Detail: Nicht wenige der Samenspenden dürften dabei von Wiesner selbst gekommen sein. Die Klinik des Arztes richtete sich offenbar vor allem an Mittel- und Oberschichtsangehörige. Die britische Zeitung „Daily Mail“ berichtet, Wiesner habe mit dem Prädikat „intelligente Herkunft“ geworben.

 

Inseminations-„Industrie“

Der Mann verstarb im Jahr 1972 im Alter von 70 Jahren, seine Ehefrau starb vor elf Jahren. In den knapp drei Jahrzehnten sollen in der Klinik etwa 1500 Frauen Babys per Samenspende empfangen haben. Zwei Männer, die Wiesners Vaterschaft durch DNA-Tests belegt haben, vermuten, dass der Doktor der biologische Vater von bis zu 600 Kindern ist.

David Gollancz ist einer von Wiesners biologischen Söhnen. Er geht davon aus, dass bei etwa 20 Samenspenden pro Jahr 300 bis 600 Kinder entstehen konnten. Gollancz, der 1965 geboren wurde, hat laut „Daily Mail“ über DNA-Tests bereits elf Halbgeschwister gefunden, die ebenfalls von Wiesner gezeugt worden sind. Er selbst fände den Gedanken an seine Herkunft „eher unangenehm“, da Wiesner künstliche Insemination „auf industriellem Niveau“ betrieb. Andererseits habe er durch seine Recherchen viele interessante Menschen kennen gelernt, die sich als seine Halbschwestern und -brüder herausgestellt hätten. „Eine sehr bereichernde Erfahrung.“ Gollancz geht davon aus, dass er in Großbritannien noch viele andere Halbgeschwister hat, die noch nichts von ihrer Herkunft ahnen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.04.2012)

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75 Kommentare
 
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Gast: Franz Knaus
12.04.2012 15:05
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der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

1. wir stammen ja alle von Adam und Eva ab-schon vergessen..
2. Prinzip der Auslese der Besten...quasi staatlich geprüft..mit Erfolgsgarantie?
3. nur einem Juristen kann so eine Beschränkung/Bestrafung einfallen
4. dafür sollte eine eigne Bedürfnisanstalt geschaffen werden(global)
5.sehr christlich..wer im Überfluss hat der spende es ..immer noch besser als mit Gewalt jemand zu beglücken
6. man sollte beim EuGH einen Einspruch gegen dieses Gesetz erwirken..von wegen Gleichbehandlung,etc.
7. fehlt nur noch die gebührenpflichtige Abgabe (Vergnügungssteuer?)
es wiehert der Amtsschimmel..
p.s. das Inzestproblem gibt es in manchen Gegenden auch ohne Samenspender..

Gast: aka gitti
12.04.2012 14:38
1 0

unlogisch.

in vivo spenden sind ja auch nicht limitiert und da weiß man auch nicht immer welcher das ei befruchtet hat.

und es ist ja nicht so daß unser land an einer bevölkerungsexplosion wegen übergroßer kinderzahl leidet. eher im gegenteil. ohne zuwanderer würden wir aussterben.

Gast: Blankensteiner Husar
11.04.2012 19:00
1 0

Fein! Wenn einer 4 Kinder zeugt....

dann ist er dran!
Aber zahlen muss er trotzdem ...oder zusätzlich?
(Pfarrer ausgenommen!)

Gast: Hans im Glück
11.04.2012 12:59
7 0

Mit dieser Problemstellung habe ich mich noch nicht befasst... :-)

Also ich darf für drei Damen spenden.

Wie großzügig.

Bei allen anderen muss ich persönlich vorbeikommen... :-)

Antworten Gast: yoshi1
12.04.2012 13:03
0 0

Re: Mit dieser Problemstellung habe ich mich noch nicht befasst... :-)

Diesfall blechen Sie aber dann auch Länge x Breite an Unterhalt!

Gast: maxmusik
11.04.2012 12:50
1 1

die Gefahr, dass

sich zwei Kinder aus einer anonymen Samenspende lieben und erfolgreich paaren liegt bei (n über k) n= 8 Millionnen

einer Wahrscheinlichkeit von 1/ 31999996000000

Anmerkung: Die Wahrscheinlichkeit, von einem Hai angegriffen zu werden, betrage nur eins zu zehn Millionen

....und da soll man sagen, dass der österreichische Gesetzgeber keine paranoiden Ansichten bezüglich eines diesbezüglichen Inzestfalles entwickelt hat.


Gast: test tube
11.04.2012 09:58
0 0

Vielen Dank

für diesen Artikel, der angesichts mancher Postings zu diesem Thema überfällig war.

Bleibt noch festzuhalten, dass die Anzahl der erlaubten Samenspenden nicht nur in Österreich beschränkt ist, sondern in den meisten zivilisierten Ländern.

Antworten Gast: Zufälle gibt's
11.04.2012 12:40
1 0

Re: Vielen Dank

Ja, und die Wahrscheinlichkeitsrechnungen mancher Poster sind etwas zu vereinfacht. Er hat immer in der selben Klinik abgegeben, und es ist möglich, dass vorwiegend Personen aus dem Stadtteil die Unterstützung dieser Klinik in Anspruch genommen haben, und die Wahrscheinlichkeit, dass eines seiner gezeugten Kinder mit einer anderen Person dieses Stadtteils Kinder zeugt ist möglicherweise auch höher als mit anderen Briten.

Dazu kommt noch, dass, wegen der Zeitspanne, sich seine Nichten und Neffen mit seinen Kindern paaren könnten!

Ich habe aber keine Ahnung welche Wahrscheinlichkeiten tatsächlich zutreffend sind.

Antworten Antworten Gast: Zufälle gibt's
11.04.2012 15:20
0 0

Re: Re: Vielen Dank

Ich glaube das war ein Denkfehler.

Seine ENKELN könnten sich mit seinen KINDERN paaren!

Über 19 Jahre...

...alle elf Tage ein Samenspende zu platzieren ist eines Eintrages im Guinness Buch der Rekorde würdig.
Die Aufbesserung des Genpools Britanniens sollte mit einem MBE belohnt weredn!

Gast: Gibt es in diesem Land auch Erwachsene?
11.04.2012 08:22
4 0

Wie hoch ist die Strafe wenn ich statt dreimal nur zweimal nach dem Sche*ßen abwische?

Und bei Wiederholung der Tat?

Man fragt sich wie frei der Österreicher wirklich ist?

Jessas

Und das in einem katholischen Land.
Sodom und Gomorrha!

Und nicht mal katholisches Bodenpersonal ist da ausgenommen ?

Antworten Gast: test tube
11.04.2012 09:59
1 0

Re: Jessas

Seit wann in Großbritannien katholisch?

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Das ist Österreich

Sogar das Samenspenden ist reguliert - ist ja auch irgendwie eine schöpferische Tätigkeit...

Antworten Gast: Trolljäger
11.04.2012 14:05
0 0

Re: Das ist Österreich

Das ANONYME Samenspenden ...

Antworten Gast: johannes5
11.04.2012 08:41
0 0

Re: Das ist Österreich

lediglich das gendern bringen wir nicht zam...

Antworten Gast: Z. Bulle
11.04.2012 08:40
1 0

Re: Das ist Österreich

Sie haben vollkommen Recht. Und für manche ist es sogar die einzige schöpferische Tätigkeit.

Re: Das ist Österreich

"Sogar das Samenspenden ist reguliert "
SOGAR?
Da geht's um ziemlich viel. Haftung, Vermögen, Inzucht...

Gast: maxmusik77
10.04.2012 20:52
15 0

nach Adam Ries,..

wäre dem armen Teufel ein Verwaltungsstrafe von 597 x 7260 Euro aufgebrummt worden,...das sind dann mal schlappe 4.189.020,- Euro oder bei Tagessätzen zu 10 Euro 1147 Jahre Haft.

So ein Ding fällt nur einem Strafrechtler ein,...loooooooool

Antworten Gast: ein anderer gast
10.04.2012 22:06
0 0

Re: nach Adam Ries,..

thumbs up!

Gast: sid
10.04.2012 12:25
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and the Evolution- Award goes to...

Bertold Wiesner. Ich gratuliere zu diesem Einsatz und bin einmal mehr stolz darauf, ein Österreicher zu sein.

...und alle zusammen: "Laaaand der Beergeee, Laaand am Strooome...." Wer organisiert die Parade?

Antworten Gast: gasti
10.04.2012 21:23
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Re: and the Evolution- Award goes to...

falsch gesungen, das heißt natürlich:

...land der berge/-innen...

Antworten Antworten Gast: sid
11.04.2012 10:05
0 0

Re: Re: and the Evolution- Award goes to...

Lieber "Pressestreicher", was gibts an "Land der Brüder..." zu 10sieren? Das ist nichts radikales, keine Sorge, sondern nur ein artikelbezogener Gag.

Furchtbar, die 10's Uhr hier...Spassbremsen.


Gast: ROTFRONT
10.04.2012 11:25
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UND DAS OHNE DASS ER PFARRER WAR!!!!!

Wäre aber auch ein sehr guter Seelsorger gewesen.

vor allem an Mittel- und Oberschichtsangehörige

Gibt's so was auch für die Unterschicht?

Antworten Gast: rbw
12.04.2012 17:09
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Re: vor allem an Mittel- und Oberschichtsangehörige

Ja das zeigt dann ATV regelmäßig.

Da zahlt man aber nicht dafür sondern umgeht das über die Quantität und indem man gar nicht genau wissen will wie das Gegenüber eigentlich heißt. Wobei man auch hier wieder mit der Wahrscheinlichkeit aufpassen muss (gleiches soziokulturelles Umfeld, geringe geographische Durchmischung, gleiches Wertesystem,...)

Das wäre dann auch meine Empfehlung an Hans im Glück, um den Unterhaltszahlungen zu entkommen. Falscher Name, wie "Johann Imglück", falsche Nase mit Brille und Wertkartentelefon. *g*

Jetzt fühl ich mich als Frau aber schon diskriminiert weil man die Spende als Mann sicherlich steuerlich absetzen kann. Gemeinnützig, Mildtätig, kirchlicher Natur schon lange. Die Gemeinnützigkeit muss man im Einzelfall entscheiden.

 
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