Jakarta/Wien/Ag. Zwei Tage nach dem Absturz eines Superjets 100 des russischen Herstellers Suchoi in Indonesien haben Rettungskräfte die ersten Leichen der Insassen geborgen. An der Absturzstelle am Hang eines Vulkans seien zwölf Leichen geborgen worden, teilte der Leiter des nationalen Rettungsdienstes, Daryatmo, am Freitag in Jakarta mit.
Die Rettungskräfte mussten bei ihrem Einsatz Kletterausrüstung benutzen, da sich die Absturzstelle an einem Steilhang befindet. Nach Angaben des Leiters der Bergungsarbeiten, Anton Muktu Putranto, rutschte das Flugzeug nach dem Aufprall am Vulkan Salak 250 Meter weit bis auf 1800 Meter Höhe ab. „Der Abhang ist sehr steil, hat einen Winkel von etwa 85 Grad.“
Insgesamt sollen sich zwischen 45 und 50 Menschen an Bord des zweimotorigen Jets befunden haben. Das Mittelstreckenflugzeug war am Mittwoch kurz nach dem Start bei einem Schauflug rund 80 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Jakarta abgestürzt. Unklar ist, warum der als erfahren geltende 57-jährige russische Pilot so tief über den Vulkan hinweggeflogen ist.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.05.2012)
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