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"Costa Concordia": Kräne sollen Wrack aufrichten

18.05.2012 | 17:03 |   (DiePresse.com)

Die Reederei will das havarierte Kreuzfahrtschiff rasch bergen, denn das Wrack könnte sinken.

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Gut vier Monate nach der Havarie der "Costa Concordia" drängt der Betreiber des Luxusliners auf eine rasche Bergung des Wracks vor der toskanischen Insel Giglio.  Die Gefahr sei, dass das Schiff sinken könnte, heißt es in einem Dossier, das auszugsweise von der toskanischen Tageszeitung "Il Tirreno" veröffentlicht wurde. Am Freitag gab die Reederei Costa Crociere Einzelheiten der Bergung bekannt. Zuerst soll eine Unterwasserplattform errichtet werden, die das Schiff stabilisiert. Auf der aus dem Wasser ragenden Seite des Schiffes sollen zwei riesige Wasserbehälter angebracht werden. Mit Hilfe von zwei an der Plattform angebrachten Kränen und den beiden Wasserbehältern soll die "Costa Concordia" in eine aufrechte Lage gehievt werden. Danach wird das Schiff in einen italienischen Hafen abtransportiert, der noch bestimmt werden soll, und anschließend der Meeresboden gesäubert.

"Wir haben die beste und sicherste Lösung zum Schutz der Insel und des Meeresraums gewählt. Wir starten mit einer, was die technische Komplexität betrifft, bisher noch nie unternommenen Bergungsaktion. Trotz der mit einem solchen Unternehmen verbundenen Risiken sind wir sicher, dass wir den richtigen Beschluss gefasst haben", kommentierte Gianni Onorato, Generaldirektor der Costa Crociere. Als "zyklopenhaftes Projekt" bezeichnete Onorato den Plan zur Bergung der Costa Concordia. "Bisher ist noch nie ein Schiff dieser Dimension geborgen worden. Wir sind zuversichtlich, dass wir unseren Plan unter den besten Sicherheitsbedingungen umsetzen und die Umwelt nicht belasten werden", erklärte Onorato.

Basis nicht auf Giglio

Costa Crociere habe sich für den Plan der US-Firma Titan Salvage entschieden, weil er alle Standards erfüllte, unter anderem die Bergung des gesamten Wracks und die geringste Umweltbelastung. "Wir freuen uns, dass wir für dieses unglaubliche Projekt ausgewählt wurden. Unsere Erfahrung hat uns ermöglicht, einen Plan vorzustellen, der den Erwartungen entspricht", kommentierte Richard Habib, Präsident von Titan Salvage. Die Firma Micoperi wird ihr Know-how beim Bau von Ölplattformen zur Verfügung stellen, um die Infrastrukturen für die Bergung des Schiffes zu errichten.

Der Plan sieht auch Initiativen zum Schutz des Tourismus auf der Insel Giglio vor. Die Anwesenheit des Personals, das sich an der Bergung des Schiffes beteiligt, soll die Insel nicht belasten. Die operative Basis von Titan wird nicht auf Giglio, sondern in der toskanischen Hafenstadt Piombino liegen. Hier werden auch die Materialien für die Bergung angesammelt.

(APA)

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6 Kommentare
Gast: Ein Kapitän, der von einer Frau beherrscht wird, verschuldet sein und des Andern Unglück selbst!
19.05.2012 00:02
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bei den Herrn am Foto....

....würde mich interessieren, was ihn veranlasst, dort zu Sonnenbaden/Schwimmen? wo ein Schiff daniederliegt, indem viele Menschen gestorben sind und angeblich noch nicht alles Leichen gefunden wurden.....er schaut irgendwie so suchend ins Wasser, Makaber.......
Be.es:ich versteh schon, dass die Menschen dort die Sonne und das Meer geniessen wollen, sie waren höchstwahrscheinlich auch früher als das Schiff da, ABER kann man nicht warten bis das Schiff entfernt wurde!?

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Re: bei den Herrn am Foto....

Wenn man immer daran denken würde, dürfte man in vielen Küstenregionen (England, Frankreich etc.) nicht mehr baden. Dort liegen so viele Wracks aus den Kriegen, daß der Ärmelkanal schon als großer Schrotthaufen bezeichnet werden kann.

Re: bei den Herrn am Foto....

Wäre der dort lebenden Bevölkerung aber nicht wirklich zumutbar, weil dann deren Existenzgrundlage (Tourismus) wegfallen würde.
Oder sehen sie das anders ?

Habe ich ein Deja vu?

Das habe ich doch schon mal gehört! Einen alten Artikel ausgegraben, oder wiederholen sich die Italiener in ihren Aussagen?

Gast: Blankensteiner Husar
18.05.2012 15:47
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mamamia! Die schnellen Italiener!

Nach 4 Monaten rasch bergen.
Also so ca in 5 Jahren.
Wenn es Italiener machen aber nicht, denn da ist der Pot schon nach einem Monat auf 500 Meter Tiefe.

Gast: ts
18.05.2012 13:32
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Danke

;-)