Ein ehemaliges Verwaltungsgebäude einer Maschinenfabrik in Zürich wird seit Dienstag insgesamt 60 Meter an einen neuen Standort verschoben. Nach monatelangen Vorbereitungen schickten Spezialisten das markante Backsteingebäude auf sechs Stahlschienen auf die Reise.
Am späten Mittwochnachmittag soll der 80 Meter lange, zwölf Meter breite und 6200 Tonnen schwere Koloss an seinem neuen Standort ankommen. Bis Dienstagabend wurden 32 Meter zurückgelegt.
Punkt 11 Uhr wurde vor Hunderten Schaulustigen ein symbolischer roter Knopf gedrückt. Kurz danach setzte sich das Gebäude, angetrieben von zwei Hydraulikpressen mit einer Schubkraft von je 60 Tonnen, fast geräuschlos in Bewegung.
Laut dem verantwortlichen Ingenieur Rolf Iten ist das Gebäude mit einer Geschwindigkeit von drei bis fünf Metern pro Stunde unterwegs. Da dies mit bloßem Auge kaum zu sehen ist, wurden die rund 500 Stahlrollen, auf denen das Gebäude transportiert wird, mit roter Farbe gekennzeichnet.
Die Verschiebung des Gebäudes aus dem Jahr 1889 kostet etwa 12 Millionen Franken. Notwendig wurde sie, weil die Schweizer Bahn Platz für zwei neue Gleise benötigt. Gegen den ursprünglich geplanten Abriss des Backsteinbaus machten zahlreiche Anwohner, Politiker und ein Industrieverein mobil.
(APA)
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