25.05.2013 11:35 Merkliste 0

Drakonische Verkehrsstrafen in Teilen Europas

13.06.2012 | 12:21 |   (DiePresse.com)

In Italien droht Alkolenkern die Zwangsversteigerung des Autos, in Skandinavien eine Strafe von einem Monatsgehalt.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Der Ferienbeginn steht an, viele Österreicher werden sich ab 30. Juni (Wien, Burgenland, Niederösterreich) bzw. 7. Juli (Westen) mit dem Auto auf den Weg in den Urlaub machen. Reisende sollten sich über Tempolimits und Vorschriften informieren.

Der ÖAMTC spricht von drakonischen Strafen in europäischen Ländern:

  • In Italien müssen alkoholisierte Lenker mit mehr als 1,5 Promille mit der Beschlagnahmung, Enteignung und Zwangsversteigerung des Fahrzeugs rechnen. Von 22 bis 7 Uhr kosten Verstöße wie beispielsweise Geschwindigkeitsübertretungen oder Drängeln um ein Drittel mehr als tagsüber. So soll der hohe Anteil nächtlicher Unfälle bekämpft werden. 150 Euro Strafe droht für Telefonieren ohne Freisprechanlage.
  • In Spanien sollten Falschparker aufpassen (bis zu 200 Euro Strafe). Mindestens 600 Euro sind bei schweren Vergehen - etwa bei Übertreten der zulässigen Geschwindigkeit um 50 km/h - zu bezahlen.
  • In Griechenland sollten Bußgelder rasch beglichen werden: Ein Überholverstoß kostet bei Sofortzahlung 350 Euro. Nach Ablauf einer zehntägigen Frist beläuft sich das Bußgeld bereits auf das Doppelte. Mindestens 350 Euro könnten auch bei Nicht-Beachten der Gurtpflicht fällig sein.
  • Unangefochtene Spitzenreiter in Sachen hohe Strafen sind die skandinavischen Länder. In Dänemark werden zum Teil gehaltsbezogene Strafen verhängt. Alkohol am Steuer kann in Dänemark einen ganzen Monatsverdienst kosten.

  • In Norwegen führt alkoholisiertes Fahren in Einzelfällen sogar zu Gefängnisstrafen. Außerdem gelten in Norwegen für Überhol- und Rotlichtverstöße mit 670 Euro europaweit die höchsten Strafen.
  • In den Niederlanden wurden heuer die Strafsätze um bis zu 40 Prozent angehoben. So ist ein Parkdelikt im Europavergleich mit mindestens 85 Euro Bußgeld ein relativ teures Unterfangen.
  • Die Schweiz ahndet schwere Verkehrsverstöße mit besonders hohen Strafen. Eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 50 km/h oder mehr kostet mindestens 690 Euro. Die Strafhöhe für Alkoholdelikte beginnt bei 465 Euro.

Offene Auslandsstrafen können von den österreichischen Behörden übrigens zwangsweise eingetrieben werden. Voraussetzung ist, dass das Reiseland die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen für die grenzüberschreitende Vollstreckung geschaffen hat.

vergrößern

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

4 Kommentare

zwangsversteigerung bei schwerwiegenden....

vergehen (alkoholisierung, gefährliches fahren) finde ich vollkommen ok; die partei, die das in a einführen möchte, unterstütze ich!
die hohen verkehrsstrafen in skandinavien sind auch ok, das autofahren dort ist sehr entspannend und laid back!
oder sind die nordeuropäer einfach intelligenter als die österreicher?
(ich glaub schon...)

Gast: Hemingway
15.06.2012 18:25
1 0

Denen geht's nicht um die Verkehrssicherheit, sondern damit sie von den Verkehrsteilnehmern viel Geld abzocken können.


Antworten Gast: Bärenfalle...
17.06.2012 15:14
0 1

Re: Denen geht's nicht um die Verkehrssicherheit, sondern damit sie von den Verkehrsteilnehmern viel Geld abzocken können.

Europa ist eben pleite und autofeindlich.

Autofahren macht beim aktuellem Überwachungswahn auf allen Strassen keinen Spaß mehr, Einkaufen in der Stadt ist dank Parkraumbewirtschaftung und Verkehrsberuhigung nur mehr nervig.

Ich habe mein Sommerauto auf unbestimmte Zeit abgemeldet, an der 60PS Alltagsgehhilfe (Klein-LKW) verdient der Staat nur ein paar Almosen, meinen aktuellen Arbeitsplatz erreiche ich bei schönem Wetter mit dem Fahrrad anstatt 1,5h zu Pendeln, Lebensmittel liefert hier der lokale Lebensmittelhändler per Mailbestellung ins Haus und der Rest kommt von Amazon&Co.

Und Urlaub im Abzockerkontinent Europa .. geh bitte.


Re: Re: Denen geht's nicht um die Verkehrssicherheit, sondern damit sie von den Verkehrsteilnehmern viel Geld abzocken können.

unsere straßen werden de facto nicht überwacht, auch bei (schweren) vergehen drohen in a lächerlich kleine strafen!