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Der Zweitwohnsitzer

16.06.2012 | 17:56 |   (Die Presse)

Für Ö3-Nachrichten-Anchor Jürgen Pfaffinger ist Griechenland eine Seelenheimat: geistig, kulturell und wegen des Lebensstils.

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Er ist es wohl gewohnt, schlechte Nachrichten zu verlesen. Aber wenn er von seinen Eindrücken aus seiner „Seelenheimat“ Griechenland spricht, klingt Jürgen Pfaffinger sehr nachdenklich: „Es ist katastrophal“, sagt er. „Ich kenne niemanden, der einen Job hat.“ Und jene, die angeblich noch einen haben, eine Lehrerin, ein Angestellter bei einer Fährgesellschaft, hätten seit Herbst kein Gehalt mehr bekommen.

Der Ö3-Nachrichten-Anchor hat seit frühester Kindheit ein inniges Verhältnis zu Griechenland: „Mein zweites Zuhause.“ Seit zehn Jahren hat er einen Zweitwohnsitz in der Nähe von Chania auf Kreta. Seine Freunde seien verzweifelt, erzählt er.

Ende Mai sei spürbar weniger los gewesen als früher. Wie kann man helfen? „Hinfahren“, sagt Pfaffinger. Angst vor Chaos sei unbegründet, für Touristen gehe das Leben seinen normalen Lauf. Wer Angst vor medizinischen Engpässen habe, dürfe auch nicht nach Asien fahren. Und die Geschäfte seien alle geöffnet. „Auch wenn den ganzen Tag niemand kommt.“ ki

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.06.2012)

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