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Rodney King tot in Schwimmbad aufgefunden

18.06.2012 | 09:38 |   (DiePresse.com)

Der Afroamerikaner wurde in den 1990er Jahren von der Polizei schwer misshandelt. Eine Autopsie soll die genaue Todesursache klären.

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Rodney King, dessen Namen für die tödlichen Rassenunruhen in Los Angeles vor 20 Jahren steht, ist tot. Nach Angaben der Polizei von Rialto unweit von Los Angeles wurde der 47-Jährige am frühen Sonntagmorgen leblos in seinem Swimmingpool entdeckt und wenig später für tot erklärt. Auf den ersten Blick weise nichts auf ein Verbrechen hin, sagte ein Polizeisprecher. Eine Autopsie solle nun die genaue Todesursache klären.

Bei den schwersten Rassenunruhen in den USA seit den 60er Jahren waren im Frühjahr 1992 in der US-Westküstenstadt 53 Menschen getötet und mehr als 2200 verletzt worden. Auslöser war der Freispruch von vier weißen Polizisten am 29. April 1992, die ein Jahr zuvor den Schwarzen King wegen zu schnellen Fahrens gestoppt und brutal zusammengeschlagen hatten. Rund 100.000 wütende Bürger gingen damals in Los Angeles auf die Straße. Die Polizei bekam die Krawalle nicht in den Griff, erst am vierten Tag kehrte durch das Eingreifen der Armee Ruhe ein.

Videoaufnahmen der Prügelattacke

Kings brutale Festnahme durch die Autobahnpolizei war 1991 von einem Amateurfilmer auf Video aufgenommen worden. Die Bilder waren wenige Tage später um die Welt gegangen. Sie zeigten, wie vier weiße Beamte King mit Schlagstöcken fast zu Tode prügelten. Die Polizisten hatten den alkoholisierten 25-Jährigen, der wegen eines Raubüberfalls auf Bewährung auf freiem Fuß war, nach einer Verfolgungsjagd gestoppt. King musste nach der Attacke fünf Stunden operiert werden.

Zwei der Polizisten wurden später nach einem Berufungsverfahren verurteilt. Eine Geschworenen-Jury sprach sie schuldig, Kings Bürgerrechte verletzt zu haben. Der Richter verurteilte sie zu je 30 Monaten Haft und blieb damit weit unter der zulässigen Höchststrafe von zehn Jahren Gefängnis. Die Stadt musste King wegen der Misshandlung 3,8 Millionen Dollar (heute umgerechnet drei Millionen Euro) Schadenersatz zahlen.

Kampf gegen Drogensucht

Seit den Ereignissen kämpfte King gegen Drogensucht und geriet mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt. Anlässlich des Jahrestags im April veröffentlichte er seine Autobiographie. Rassismus sei noch immer ein Problem, sagte er damals dem Sender CNN. "Es wird immer eine gewisse Art von Rassismus geben." Die Menschen müssten aber "zurückschauen und sehen, was wir bisher erreicht haben".

Wäre das alles in den 50er oder 60er Jahren geschehen, hätte er nicht überlebt. Seinen Peinigern habe er verziehen, denn auch ihm sei immer wieder verziehen worden, sagte King weiter: "Jeder muss eine zweite Chance bekommen - wie ich."

(Ag.)

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3 Kommentare
Gast: WolfgangWanz
19.06.2012 10:45
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Wieviel Entschädigung bekommen die Opfer vom Wilhelminenberg?

„King erhielt später eine Entschädigung von 3,8 Mio. Dollar“
Wieviel Entschädigung bekommen die Opfer vom Wilhelminenberg?

Re: Wieviel Entschädigung bekommen die Opfer vom Wilhelminenberg?

Nachden das US-amerikanische Rechtssystem ein anderes ist, sind Vergleiche ziemlich sinnlos.

Was bei den Amis ins eine Extrem geht, geht bei uns ins andere.

Der "goldene Mittelweg" ist leider außer Mode gekommen.

Antworten Antworten Gast: WolfgangWanz
20.06.2012 12:01
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Re: Re: Wieviel Entschädigung bekommen die Opfer vom Wilhelminenberg?

Im Amerikanische Rechtssystem werden Opfer entschädigt, bei uns bekommen Opfer zumeist nix - außer eine Therapie wobei dann die "Psycholgoinnen" daran verdienen.

Hier sind uns die Amerikaner wieder weit voraus - oder ist es Absicht dass Opfer hier kaum entschädigt werden, Täterinnen aber sehr gut Leben ..... ?