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Münchner Flughafen hält an Startbahnprojekt fest

22.06.2012 | 06:58 |   (DiePresse.com)

Trotz des negativen Bürgerentscheids gegen das Bauvorhaben will der Chef des Münchner Flughafens langfristig gesehen eine dritte Startbahn bauen.

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Trotz des Bürgerentscheids gegen den Bau einer dritten Startbahn am Münchner Flughafen will Flughafenchef Michael Kerkloh an dem Projekt festhalten. "Wir werden den genehmigungsrechtlichen Prozess in jedem Fall zu Ende führen", sagte er der "Süddeutschen Zeitung" vom Freitag. "Es ist nicht das letzte Wort gesprochen." Nach dem Abschluss der Gerichtsverfahren werde der Flughafen ein Projekt haben, "das genehmigt ist, gerichtlich überprüft und was gebaut werden kann".

Die entscheidende Frage sei dann, wie lange sich die Stadt durch den Bürgerentscheid vom vergangenen Sonntag politisch gebunden fühle. Künftige Politikergenerationen könnten die Frage durchaus "anders sehen", sagte Kerkloh der Zeitung. Zudem kritisierte der Flughafenchef mangelnde Unterstützung aus der Wirtschaft im Vorfeld der Abstimmung. "Wir wissen, dass unser Ausbauvorhaben in der Wirtschaft viele Fans hat", sagte er. "Aber von denen waren viele nicht da, als es darauf ankam."

Die Münchner hatten sich am Sonntag eindeutig gegen den Bau einer dritten Startbahn am Flughafen der bayrischen Landeshauptstadt ausgesprochen. Der Airport ist der zweitgrößte Deutschlands, das Projekt wird seit vielen Jahren verfolgt. Das Ergebnis ist auch eine Schlappe für CSU, SPD und FDP, die gemeinsam für den Bau geworben hatten.

(Ag.)

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5 Kommentare
Gast: Luftikus67
22.06.2012 10:15
2 0

Die armen können sich noch nicht damit abfinden, dass ihr Projekt gestorben ist.

Etwas gegen einen Volksentscheid durchzuziehen, ist in Deutschland undenkbar. Kann aber gut nachvollziehen, wie schwer es es ist, wenn man ein Projekt an dem man lange gearbeitet hat in den Sand setzen muss.

Re: Die armen können sich noch nicht damit abfinden, dass ihr Projekt gestorben ist.

Daher vorher die Bürger befragen, nicht erst wenn schon viel unternommen wurde.

Gast: Konrad44
22.06.2012 08:42
3 0

Die wichtigste Information fehlt

naemlich dass der Muenchner Flughafen ueberhaupt nicht auf Muenchner Stadtgebiet liegt und die Muenchner eigentlich kein Recht haben darueber abzustimmen. Genauso wie die Wiener kein Recht haetten ueber Schwechat abzustimmen. Dass Muenchner abstimmen liegt nur daran, dass die Stadt Muenchen fiananziell am Flufghafen beteiligt ist. Ich glaube mit einer Minderheitsbeteiligung. So wie Wien auch an Schwechat beteiligt ist.

Re: Die wichtigste Information fehlt

Abstimmungsberechtigt sollten alle sein, die durch den Lärm betroffen sind.

Gast: Demokratie.
22.06.2012 08:24
3 0

Demokratie

Demokratie wie überall, wenn einem ein Umfrageergebnis nicht paßt wird weitergebohrt bis man in einer günstigen Stunde Tatsachen schaffen kann. Was juckt einen da ein BürgerENTSCHEID?