18.05.2013 15:13 Merkliste 0

Stromausfall in Teilen des Flughafens Wien

03.07.2012 | 12:27 |   (DiePresse.com)

Wegen eines technischen Defekts im Umspannwerk Schwechat fiel die Stromversorgung am Flughafen für etwa eineinhalb Stunden aus. Auch 3000 Haushalte in Schwechat und Fischamend waren betroffen.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

In Teilen des Flughafens Wien ist am Montagabend gegen 19.30 Uhr die Stromversorgung ausgefallen. Der technische Defekt im Zusammenhang mit dem Umspannwerk Schwechat konnte nach eineinhalb Stunden behoben werden, wie die Sprecherin von Wien Energie Stromnetz, Ilona Matusch, mitteilte. Tausende Passagiere saßen wegen der entstandenen Verspätungen allerdings über Nacht am Flughafen fest. Auch rund 3000 Haushalte in Fischamend und Schwechat waren vom Stromausfall betroffen.

Laut Matusch war nicht die Hitze schuld, sondern ein Kabelfehler, der "einfach passieren kann". Der Stördienst der Wien Energie sei sofort alarmiert worden, um den Fehler zu beheben. Wegen des Defekts konnten keine Flugzeuge starten.

Keine Tumulte nach Stromausfall

Die Abfertigung von Passagieren und Reisegepäck musste laut "Austrian Wings" unterbrochen werden, auch in den Technikbereichen der Hangars fiel der Strom zunächst komplett aus. Teilweise konnte die Stromversorgung mit Notstromaggregaten wieder hergestellt werden. Dadurch konnten auch alle sicherheitsrelevanten Einrichtungen betrieben werden.

Am Flughafen kam es trotz heißer Temperaturen und stundenlanger Verspätung laut Flughafen-Sprecher Peter Kleemann zu keinen tumultartigen Szenen. Ankommende Passagiere waren nicht betroffen, sie wurden normal abgefertigt und warteten lediglich auf ihre Koffer. Auch "alle sicherheitsrelevanten Bereiche, wie Flugverkehrskontrolle, Vorfeldbeleuchtung und Sicherheitskontrollstraßen" hätten einwandfrei funktioniert. Das Flughafenpersonal hat die Passagiere betreut und Wasserflaschen ausgeteilt.

Passagiere im Skyling eingeschlossen

Ein Mitarbeiter des Flughafens beschrieb die Szenerie gegenüber "DiePresse.com" ein wenig unharmonischer. Demnach fiel durch den Stromausfall nicht nur die Klimaanlage, sondern auch die Beleuchtung, die Gepäckbänder und das Gepäck-Screening aus, was die Kofferannahme und -ausgabe weitgehend lahmlegte. "Die Türen waren zu, man ist nicht mehr aus dem Flughafen herausgekommen", hieß es weiter. Außerdem wurden Passagiere durch den Ausfall diverser Türsteuerungssysteme in den Gateways eingeschlossen und erst nach und nach vom Personal befreit. Die Versorgung mit Wasserflaschen habe erst nach dem Stromausfall eingesetzt.

Laut "Austrian Wings" waren auch zahlreiche Airlinemitarbeiter innerhalb bestimmter Bereiche im Skylink-Terminal eingeschlossen, weil die elektronischen Zutrittskontrollen durch den Stromausfall nicht mehr funktionierten und sich die Türen auch manuell nicht öffnen ließen. Vom Stromausfall betroffen waren auch Garagen und Parkplätze, dort öffneten sich Schranken nicht, weshalb weder Fahrzeuge ein- noch ausfahren konnten, berichtet "Austrian Wings". 

Kleemann betonte, dass die Ursache für den Zwischenfall nicht in der Verantwortung des Flughafens gelegen sei. Zwei Stunden nach der völligen Wiederherstellung der Stromversorgung gab es wieder "business as usual".

(APA/sh.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

20 Kommentare

Von Kontrolle keine Spur

waren selbst im Chaos und konnten von den netten Mitarbeitern und dem verteilten Wasser leider nichts bemerken. Die Durchsagen waren so leise, dass nichts zu verstehen war. Aber zumindest die Geschäfte hatten Strom (die Gepäckannahmeschalter nicht????) und so waren dort die Umsätze gut. eine tolle Bestätigung für den völlig chaotischen Checkin 3, aber einen Rekord hat Wien sicher - die längsten Fusswege....

Gast: phj
03.07.2012 14:26
2 1

jeden kleinen neu errichteten Restaurant

werden haufenweis Auflagen auferlegt, welche zum Teil wirklich viel Geld kosten.
Auch Fluchtwege und Notbeleuchtung werden gefordert.
Bei Skylink haben daher Behörden weggeschaut oder grob fahrlässig gehandelt.
Beides ist strafbar.
....oder die Behörde war (ist) ahnungslos. Dann gehören sie fristlos entlassen.
.....oder die Behörde war geschm...t. Dann wäre es nichts Neues.

Gast: Wirtschaftler
03.07.2012 13:09
1 0

Späte Genugtun :) :)

Als wir vor 2 Jahren dem gesamten Flughafenbereich anboten, eine Überprüfung und Simulation aller elektronischer Bereiche hinsichtlich Krisen zu machen und dann die Ausfallmöglichkeiten zu simulieren sowie Lösungen dafür zu finden, wurden wir ausgelacht mit: "Des brauch`ma net, mir san 100% sicher !!" und unsere Angebote wurdenvor unseren Augen in den Papierkorb geschmissen......
Jetzt kostet sie der Spaß ein Vielfaches und ist überhaupt nicht sicher.... :) :)
Und: Von uns bekommen sie kein Angebot mehr !

Gast: gasti
03.07.2012 12:50
3 1

für 0,9 milliarden hat man nicht mal paar dieselgeneratoren gekauft?


Gast: Fluggast
03.07.2012 12:38
3 1

gesperrte Türen

dieser Vorfall muss doch zu denken geben dass es hier nur so an Mängel wimmelt. Im Notfall müssen sich immer Türen einfach öffnen lassen. Mann stelle sich einen Brand vor wo die Stromversorgung zusammenbricht.
Ein Skandal sondergleichen. Man sollte den Flughafen wegen Freiheitsberaubung verklagen.

Antworten Gast: dsafsdf
03.07.2012 14:20
1 1

Re: gesperrte Türen

lesen, verstehen, wenn nicht nochmals lesen und verstehen versuchen ...

für solche fälle gibt es die FLUCHTTÜREN und die sind überall im gebäude (selbst gesehen) ... wenn sich die mitarbeiter nicht trauen diese zu öffnen oder dazu zu dumm sind, dann dürfen sie nicht meckern, weil ihre "automatische" türe nicht aufgegangen ist

3 2

Ich war zu dieser Zeit am Flughafen / Ankunftsbereich.

Außer Durchsagen "wir arbeiten an der Störung durch Stromausfall" passierte nichts. Massen von Leuten bei ausgefallenen Klimaanlagen, welche im Halbdunkel suchend nach Ankommenden herumschwirrten. Dann mussten auch noch alle Ankommenden ohne Gepäck den Förderbandbereich verlassen und blockierten sämtliche Aus- und Zugänge. Nirgendwo jemand, der ordnend eingegriffen hätte; die waren ganz einfach überfordert. Wenn dort mal wirklich was Ernstes passiert (Feuer, Bombenexplosion etc.) kann das Folgekatastrophen ungeahnten Ausmaßes verursachen.

Gast: Blankensteiner Husar
03.07.2012 09:38
1 0

Was hat Strom mir dem Flughafen zu schaffen? Da läuft doch alles mit Schmiergeld!

Oder hat bis heute wer was von einem Prozess um den Skylink gehört?

0 1

Skylink ist ein völliger Murks!

In allen Bereichen eine Katastrophe!

nicht zu öffnende (not)ausgänge sind im notfall nicht sicherheitsrelevant?darauf hatten sich häupl+glatzenschlumpf geeinigt?


Gast: Tornado
03.07.2012 08:08
5 1

Strafanzeige ggn Flughafen Betreiber!

eingeschlossene Mitarbeiter? => wer hat das
a) geplant?
b) genehmigt?
c) abgenommen?

Strafanzeige ist fällig!

Antworten Gast: dsfdsf
03.07.2012 14:22
1 1

Re: Strafanzeige ggn Flughafen Betreiber!

oder einfach nur dummheit: nur weil die türe nicht automatisch aufging, heißt das nicht, dass man sie nicht einfach auch händisch aufmachen kann ;-)

aber bei den versnobbten schnöseln im passierbereich kann mir schon vorstellen, dass sie selbst damit überfordert sind ;-)

Stromnetz

Es kann doch nicht sein das der Flughafen Schwecht nur ein einziges 20kV Kabel als Zuleitung hat ?
Oder ist ein Trafo wegen überhietzung vom Netz gegangen ?
Gerade bei so sensiblen Einrichtungen sollten redundante Einrichtungen vorhanden sein , oder?

Was solls !
Auch beim Skylink hat man viel geschummelt,oder nicht ?
mfg
reisender

Antworten Gast: @reisender
03.07.2012 13:03
1 0

Re: Stromnetz

Oh ja.

In Zeiten der Shareholder-value gibt es einen klaren Zielkonflikt:

einerseits die Kunden, die Mitarbeiter und der Rest der Bevölkerung inkl. Staat -
andererseits die Shareholder (die mengenmässig weniger als 1% der Bevlökerung ausmachen).

So - in diesem Zielkonflikt haben die Shareholder durch ihren REichtum und ihre Lobby einen klaren VOrteil
SIE können bestimmen was die Zeitungen zu schreiben haben,l
SIE bestellen Gesetze, und
SIE zwingen Manager dazu, möglichst viel dort zu sparen, wo "man es nciht sieht".

An der Werbung, am PR wird nicht gespart, auch nicht an Bonuszahlulngen.
Sondern dort wo niemand hinguckt - etwa ein "überflüssliges" 2. Kabel.

Hat ja eh der Lieferant zugesichert, dass "ein ausfall lt. Wahrscheinlichkeitsrechnung nur alle 10hochx-Jahre vorkommt).

Dedr "König" ist heute der Kapitaleigner, alles ihm untergeordnet.
Selbst die Politiekr, die seit 2008 exklusiv den grössten Teil ihrer Zeit dafür aufwenden (unter Bruch aller möglcihen Gesetze und der Menschenrchet), die VErmögen der Kapitaleigner zu "retten"...

Klar - ein Vermögen von 1 Mird. € zieht eben mehr Motten an als ein Vermögen von 50.000 €!

Im Telefonnetz zb. wurden seit der Privatisierung alle möglichen Redundanzen entfernt.

Wenn dann mal ein Knoten ausfällt, stand gleich das hlabe Telefonnetz (etwas was es seit 1945 nicht in Österreich vorher gab...).

So ähnlich läuft die Sache bei der Bahn und beim Stromnetz ab...


1 0

entschädigung?


Re: entschädigung?

höhere Gewalt. da gibt's keine entschädigung. genau so wenig f. meine verlorene Überstunden die ich so nicht gemacht hab.

Gast: globetrotterneu
03.07.2012 00:23
2 0

zeit für gerechtigkeit

die lösung ist ganz einfach der elektriker kommt von der spö er arbeitet nach dem motto ob ich arbeite oder nicht der steuerzahler zahlt so oder so.jetzt wissen wir warum wir das 3 fache bezahlt haben danke spö.

Gast: gasterl
02.07.2012 23:16
4 0

NOTSTROM???

anscheinend hat der flughafen ja eh 4 dieselgeneratoren, wovon 1 sogar schnellanlauf für landebahnbefeuerung ist.

hat man eventuell beim skylink vergessen, diese gebäude an die dieselgeneratoren anzuhängen?

das ein e-werk ab und zu ausfällt sollte zwar nicht sein, aber ok, ist nun mal. aber das DADURCH der gesamte FLUIGHAFEN komplett lahmgelegt ist, dazu fällt mir wieder mal nur eines ein: WIEN IST ANDERS!!

an anderen flughäfen merkt man wohl außer einem kleinen zucker im licht gar nicht, ob das nun netzstrom oder notstrom von den eigenen generatoren ist.

was dürfen wir noch alles erleben von der ach so tollen möchtegern-drehscheibe in europa????????

Gast: shareholderfaschismus
02.07.2012 23:11
1 0

Beginnts bei uns jetzt also auch schon

vermutlich werden STromausfälle - wie sie heute in weitern Teilen der USA, Asiens oder Afrikas chronisch sind.

Die Investitionen in das Leitungsnetz werden immer weiter runtergefahren, weil nicht mehr das WOhl der Bevöklerung im Vordergrunde steht, sondern der shareholder-value.

Laut dieser Ideologie ist ja jeder andere ausser dem shareholder nur ein notwendiges Übel.
Deshalb auchz die immer miserablere Versorgung der "Normalbevölkerung", und das VErkommen der Infrastruktur.

Wird es bei uns auch mal soweit sein, dass Leute wie Al Gore (der uns als Klimaapostel inkl. Nobelpreis verkauft wird) ein eigenes Kraftwerk besitzen um ihre Privatpaläste zu versorgen, und die Nichtreiche bevölkerung hat dann 3 Stunden am TAg Strom...

Mitarbeiter werden zu Maulkorben gewzungen, Sprechverbot - doch diese Stromausfälle die jetzt auch bei uns immer häufiger auftreten, zeigen schön auf, wei sich die shareholder-Ideologie immer mehr durchsetzt.

Vielleicht kommt dann in ein paar Jahren wenn ein grösserer Stromausfall in für Investoren unwichtigen Randregionen (etwa Waldviertel) auftritt, in ein paar Wochen mal jemand vom Stromwerk vorbei (wer braucht schon Hausfrauen oder Pensionisten?).

Fragt sich der Shareholder...

Antworten Gast: Bärenfalle...
03.07.2012 20:36
0 0

Re: Beginnts bei uns jetzt also auch schon

Korrekt.

Wobei sich die Interessen der Energielobbyisten und der Ökostalinisten hier sogar überlappen.

Oder kennen Sie irgendeine Firma abgesehen von unseren E-Versorgern welche Werbung dafür macht "weniger" ihrer Produkte zu konsumieren ?

Und bei den nun privatisierten Versorgern hat man das Gefühl:

In Zeiten als diese Betriebe noch verstaatlichte Beamtenburgen waren war man als Kunde König im Vergleich zu heute.

Die E** hat für meinen Anschluß 1500 angeboten und will nun 4000.

Ja klar.

Hab denen gesagt:

Um das Geld bekomme ich schon fast einen sehr guten Diesel-Langsamläufer und sie können sich ihr Kabel gleich wieder samt Verteiler ausgraben .. natürlich nur unter Rückerstattung meiner Kosten (Bagger, etc.) versteht sich.

Mit der T* wars ähnlich lustig, die haben ihren Krempel nie zum Laufen gebracht, seitdem gibt es WAN+VoIP und die haben nur mehr eine Leerverrohrung zu meiner Hütte.