22.05.2013 22:43 Merkliste 0

Parkpickerl: "Wir sind auf zwei Gleisen gefahren"

03.07.2012 | 13:14 |   (DiePresse.com)

Die ÖVP beklagt, dass sich die Stadtregierung über Nacht "einzementiert" habe. Eine Volksbefragung soll "mit allen rechtlichen Mitteln" durchgesetzt werden.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Vor allem die SPÖ war über den "schlechten Stil" von Wiens VP-Chef Manfred Juraczka verärgert. Kurz nach der ersten Verhandlungsrunde über Alternativmodelle des Parkpickerls zwischen der Stadtregierung und der ÖVP hatte Juraczka am Montag über die Medien den Abbruch der Gespräche verlautbart - obwohl er bei der Verhandlung nicht dabei war. Klubchef Fritz Aichinger, der neben zwei Gemeinderäten im schwarzen Team saß, dementierte nun, er sei vom Parteiobmann zurückgepfiffen worden: "Diese Entscheidung war keine von Juraczka alleine, sondern war abgesprochen."

Vertreter von Rot-Grün hatten sich über den Verhandlungsabbruch überrascht gezeigt. Schließlich sei das erste Treffen sachlich und konstruktiv verlaufen, man habe bereits zwei weitere Termine für kommende Woche fix vereinbart gehabt. Aichinger bestätigte, dass sachlich geredet worden sei - allerdings aneinander vorbei: "Wir sind auf zwei Gleisen gefahren."

Über Nacht einzementiert

Unlängst habe Bürgermeister Michael Häupl signalisiert, den 1. Oktober als Pickerl-Ausweitungstermin zur Disposition zu stellen, am Montag sei Rot-Grün beim Gespräch jedoch nicht davon abgerückt. "Die haben sich über Nacht einzementiert", ärgerte sich der ÖVP-Klubchef.

Debattiert wurde auch die von der ÖVP geforderte Volksbefragung. Hier hätten SPÖ und Grüne lediglich betont, dass die angestrebte Fragestellung verfassungswidrig sei. "Wir haben allerdings ein Gutachten, welches das Gegenteil feststellt", betonte Aichinger. Sollte der Magistrat, dem die Letztentscheidung obliegt, zur Ansicht kommen, dass die Frage ("Sollen in Wien weitere Kurzparkzonengebiete (bezirksweise oder in Bezirksteilen) eingeführt werden?", Anm.) für eine Abstimmung tatsächlich nicht zulässig ist, werde man den Bescheid "mit allen gebotenen rechtlichen Mitteln bekämpfen", kündigte er an.

Häupl hofft auf weitere Gespräche

"Ich hoffe, dass die Gespräche fortgesetzt werden", meinte Bürgermeister Häupl: "Die ÖVP kann entscheiden, wie sie will, keine Frage, sie sollte aber nicht so ohne weiteres den Gesprächstisch verlassen."  Man könne hoffen, "dass es eine Spontanentscheidung des ÖVP-Landesparteiobmanns gewesen ist", so Häupl. Er ersucht Juraczka, an den Verhandlungstisch zurückzukommen. Der Bürgermeister geht davon aus, "dass wir den Fahrplan einhalten können, der an sich zwischen den Verhandlungsteams schon vereinbart gewesen ist."

Der geplante Termin für die Erweiterung der Parkraumbewirtschaftung , der 1. Oktober, gilt für Häupl derzeit: "Denn vorerst gibt es ja kein Verhandlungsergebnis. Aber in der Politik ist niemals etwas in Stein gemeißelt. Falls man eine gemeinsame Lösung finde, werde man sich auch über den Termin einig werden, so Häupl. Eine gemeinsame Lösung, so gab er zu bedenken, werde man aber nur finden können, wenn man am Tisch sitze - und nicht, wenn man sich über die Medien gegenseitig etwas ausrichte.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

36 Kommentare
 
12
Gast: Wiener, 1180
03.07.2012 15:58
1 5

Die ÖVP hat keinerlei Konzepte und wollte auch gar nicht verhandeln


Das ist für eine einstige Großpartei echt bedauerlich.

Nur wer sinnvolle Vorschläge macht, ist akzeptabel. Einfach gegen alles zu sein, Zeigt, dass eine Partei nicht regierungsfähig ist.


Antworten Gast: Gast - 1170
03.07.2012 16:10
0 7

Re: Die ÖVP hat keinerlei Konzepte und wollte auch gar nicht verhandeln

Macht den Eindruck, dass die wiener VP nur Scheinverhandlungen führte.
Kenne von denen (und auch den Blauen) keinerlei seriöses Konzept.


Antworten Antworten Gast: Der Steuerzahler
03.07.2012 16:55
0 4

Re: Re: Die ÖVP hat keinerlei Konzepte und wollte auch gar nicht verhandeln

"Seriös" und "FPÖ" werden auch nur sehr selten in einem Satz verwendet.

10 0

Der geplante Termin für die Erweiterung der Parkraumbewirtschaftung , der 1. Oktober, gilt für Häupl derzeit

wie auch der Esm-Pakt bereits "dank" der grünen, beschlossene Sache ist ?

Ich freue mich auf den Tag an dem Häuptl samt seiner Witz in Wien abgewählt und davonge.jagt werden, damit das Leben in Wien wieder lebenswert wird !


Antworten Gast: lebte schon in 7 europ. Hauptstädten
03.07.2012 16:05
0 8

Wien ist sehr lebenswert !!!

Schon klar, dass der ungebildete Pöbel herumschimpft. So etwa dieser "Luzius", der noch nie über Meidling hinausgekommen ist und hier seinen Bierdunst ausrülpst.

3 0

Re: Wien ist sehr lebenswert !!!

Habe ich das Recht zu schimpfen? Ich habe in 11 Hauptstädten auf 4 Kontinenten je zumindest 6 Monate am Stück verbracht. Was in Wien im Moment in der Parkraumbewirtschaftung von Rot/Grün gespielt wird, finde ich trotzdem erbärmlich

Gast: Kibietz
03.07.2012 13:52
13 1

Da gibts nichts mehr zu besprechen!

Eine Wienweite Volksabstimmung über die Parkraumbewirtschaftung generell und das Thema hat sich genauso erledigt wie die City-Maut.

Die sollen mit der FPÖ verhandeln

die vertreten eher das normale Volk.

Antworten Gast: Gerfried E.
03.07.2012 16:11
0 7

Re: Die sollen mit der FPÖ verhandeln


Köstlich. sie bezeichnen also die dümmsten und primitivsen Leute in unserer Stadt als "normal".

Antworten Gast: Wolfszahn.
03.07.2012 16:07
0 7

Re: Die sollen mit der FPÖ verhandeln

Wo vertritt diese FPÖ das Volk???
Die vertreten doch nur eine rechtsradikale, korrupte Politmafia und den ungebildeten Bodensatz der Gesellschaft.

Antworten Gast: Der Steuerzahler
03.07.2012 14:06
3 8

Re: Die sollen mit der FPÖ verhandeln

Das was die vertreten ist viel, aber beleidigen Sie bitte mit dieser Aussage nicht "das normale Volk".

Gast: gasteiny
03.07.2012 12:59
20 2

Die ÖVP darf unter keinen Umständen umfallen!

Die ÖVP darf auf unter keinen Umständen umfallen. Hundertfünfzigtausend erwachsene und eigenberechtigte Leute haben freiwillig und ohne Zwang unterschrieben, und zwar NICHT FÜR irgendwelche Taschenspielertricks der SPÖ. Auch nicht für irgendwelche blöden Grünideen wie Ersatz von Straßen durch Parks und Radfahrstraßen, Vorrang von Radfahrern vor Fußgängern und was es sonst noch an Wahnideen gibt, sondern GEGEN eine Ausweitung der sogenannten Parkraumbewirtschaftung (ein Orwell'scher Ausdruck für ungerechtfertigte Abkassiererei der derzeitigen Stadtgewaltigen). Sie haben DAGEGEN unterschrieben, verstehen Sie das, werte RotgrünInnen? Die rotgrünen Politiker arbeiten zwar mit allen Mitteln, aber die 150.000 wollten eine Volksbefragung, und ich finde, die sollten sie auch bekommen, und wenn die Hölle zufriert! Die letzte Volksbefragung hatte keinerlei vernünftige Gründe und keine sinnvollen Fragen, dennoch haben wir die ertragen müssen!

Herr Häupl: es sind schon Hausherrn g'storben, denken S' dran, ja? Sie wären nicht der erste, der den eigenen Allmachtsfantasien erlegen ist! Irgendwann reicht's den Bürgern. Ich ertrage die Abkassierermentalität der Roten nicht mehr, ich halte sie nicht mehr aus (die völlig unbedeutenden Grünen haben schnell die Unarten der Roten angenommen und schicken sich an , sie noch zu übertreffen).

Die ÖVP darf UNTER KEINEN UMSTÄNDEN umfallen!

Antworten Gast: Wähle 2013 grün!
03.07.2012 16:12
0 4

Re: Seit wann steht die ÖVP?

Das ist doch längst ein lächerliches Pack.

Antworten Gast: BraS
03.07.2012 15:06
3 4

Re: Die ÖVP darf unter keinen Umständen umfallen!

wie soll jemand umfallen können, der schon am Boden liegt?

Antworten Gast: Der Steuerzahler
03.07.2012 14:08
1 6

Aha.

Wieviele davon sind stimmberechtigte Wiener und wieviele sind Pendler?

5 1

Re: Aha.

Wenn es weniger als 57.000 stimmberechtigte Wiener sein sollten, wird es zu keiner Volksbefragung kommen. Die Behörden sind ja verpflichtet die Gültigkeit der Unterschriften festzustellen. Was ist daran so schwierig zu verstehen?

Und ich gehe davon aus, dass die wiener ÖVP vor Abgabe der Unterschriftenliste die mit Nicht-Wiener-Adresse aussortiert haben,

Die Realität ist für Sie grundsätzlich schwer zu akzepiereren, wenn sie Ihrer Ideologie widerspricht?

Antworten Antworten Antworten Gast: Der Steuerzahler
03.07.2012 16:52
0 2

Das werden sie nicht tun

warum sollten sie auch? Es geht hier um Politmarketing und da zählt die Höhe der Kisten-Stapel (die FPÖ war halt wieder ein wenig patschert mit ihren leeren Kartons, aber bitte).

1 0

Re: Das werden sie nicht tun

Glaubens weiter an eine Scheinwelt. Welche vernünftige Partei würde gefakte Unteschriften zur amtlichen Überprüfung übergeben???

Ich habe noch zu keinem Thema in Wien von so vielen Seite Mails mit Links zu den Unterstützungslisten bekommen und bin noch von so vieleb seiten angesprochen worden, ob ich schon unterschrieben habe. Die Wiener Bevölkerung ist extrem angefressen, auch wenn Sie das nicht wahrhaben wollen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Der Steuerzahler
03.07.2012 17:46
0 0

Re: Re: Das werden sie nicht tun

Ich habe mit keinem Wort was von gefälschten Unterschriften erwähnt.

Chillen'S ein wenig. Das ganze Parkpickerl ist so ein aufgeblasenes Sommerloch-Thema zur Wiederbelebung der ÖVP.

0 0

Re: Re: Re: Das werden sie nicht tun

Verstehens Ihre eigenen Postings nicht?

"Wieviele davon sind stimmberechtigte Wiener und wieviele sind Pendler? "

Die Unterschrift von jemandem der nicht stimmberechtigt ist, wäre ein Fake.

Gast: Analytiker2345
03.07.2012 12:57
3 24

Diverses 2

6.) Das Parkpickerl schafft einerseits einen Anreiz vorhandene Garagenplätze besser auszunützen, andererseits (wegen geringerer Nachfrage durch Anrainer) senkt es auch Preise in den Garagen - nutzt wieder den Anrainern.

7.) Wenn es weniger Langzeitparker gibt, die durch die Stadt fahren, gibt es auch weniger Staus, weniger Umweltbelastung, weniger Lärm.
8.) es gibt keinen Grund mehr, neue Garagen zu bauen - die BewohnerInnen haben ja bestätigt, dass ausreichend Parkplätze vorhanden sind

9.) Die ÖVP ist die Partei, die die Lebensqualität in Wien zerstört. Das wird den „bürgerlichen“ Wählern, die sich alle ein Parkpickerl leisten können nicht gefallen – die Grünen greifen das Thema Lebensqualität seit Jahren erfolgreich auf und bekommen die „Bürgerlichen“.
10.) fast 50% der Wiener Haushalte hat gar kein Auto!

8 1

Re: Diverses 2

dies ist eine Belangsendung aus der Löwelstrasse, und sollte auch als solche gekennzeichnet werden !

Antworten Gast: Kritiker12345
03.07.2012 15:02
2 1

Re: Diverses 2

Frage: Sind Sie mit dem User Hannibal2000 verwandt oder vielleicht sogar ein und dieselbe Person? Der schreibt nämlich wortwörtlich das selbe wie Sie sowohl im Online-Standard als auch in der Online-Presse......

Antworten Gast: Anne
03.07.2012 14:20
2 1

Re: Diverses 2

Sollten Sie in Wien wohnen, bitte verschenken Sie alle Elektrogeräte, diese verbrauchen Engerie, die die Umwelt belastet. Haben Sie ein Auto oder Motorrad - weg damit - Sie belasten die Umwelt. Kaufen Sie Made in China - weg damit, nur mehr Naturfelle verwenden, die Produktion unserer Kleidung verursacht Umweltschäden. Alle Plastikgegenstände - werfen Sie sie weg - usw., usw. und da glauben Sie das Parkpickerl alleine macht seelig. Das Problem ist viel größer.
Wollen Sie aber mehr Natur - bitte ziehen Sie aufs Land. Österreich hat wunderbare Orte.

Antworten Gast: Kibietz
03.07.2012 13:57
7 1

Re: Diverses 2

Sie sollten den Analytiker Beruf an den Nagel hängen. Man braucht sich nur die derzeitige Situation in den Pickerlbezirken anschauen dann sehen sie das sich durch das Parkpickerl GAR NICHTS geändert hat.

Weder mehr Parkplätze für Anrainer, auch nicht weniger Verkehr und auch keine billigeren Garagen. Die Lebensqualität ist dieselbe wie davor.

Antworten Antworten Gast: Der Steuerzahler
03.07.2012 14:08
1 2

Schauen Sie ein wenig genauer

Ich lebe in einem Pickerlbezirk und es hat sich massiv was geändert.

 
12