Ein Wiener Gerichtsvollzieher soll in den vergangenen beiden Jahren von ihm beschlagnahmte Geldbeträge in der Höhe von mindestens 70.000 Euro für sich verwendet haben, anstatt diese den die Exekution betreibenden Gläubigern weiterzuleiten. Das Wiener Oberlandesgericht (OLG) bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung "Heute".
Die illegalen Machenschaften flogen Ende Juni auf, als ein Schuldner bemerkte, dass das an den Exekutor übergebene Geld nicht bei seinem Gläubiger eingelangt war. Motiv für die Tat soll laut "Heute" die Finanzierung seiner Spielsucht und des Hausbaus sein.
"Ein hoher Teil des Schadens ist von Verwandten des Mannes bereits gut gemacht worden", erklärte Levnaic-Iwanski, Sprecher des Oberlandesgerichts Wien (OLG). Der 31-jährige Täter ist geständig. Die tatsächlich veruntreute Summe ist noch nicht bekannt, da die genaue Vorgehensweise des mittlerweile entlassenen Exekutors noch Gegenstand der Ermittlungen ist.
(APA)
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