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Wien mobil: Wie die Hauptstadt staut und fährt

16.07.2012 | 18:37 |  ANDREAS WETZ (Die Presse)

Mehr als jede dritte Fahrt geschieht mit Straßenbahn, Bus oder (U-)Bahn, dafür sind Fußweg und Fahrrad noch wenig beliebt. Und: Vier von fünf Einpendlern fahren mit dem Auto bis in die Stadt hinein.

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Wiens Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou sprach Mitte Februar von einer „Sensation“. 37 Prozent aller Wege legen die Hauptstädter inzwischen mit Straßenbahn, Bus oder (U-) Bahn zurück. Das ist sogar international gesehen ein beeindruckender Wert. Aber sonst?

Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um die geplante Ausweitung der gebührenpflichtigen Kurzparkzonen – eine Entscheidung wird heute, Dienstag, präsentiert – analysiert „Die Presse“ in der Serie „Wien mobil“ das Verkehrsverhalten der Wiener. Fazit: Es gibt viel Gutes – aber noch mehr zu tun.

Der im Vergleich hohe Anteil des öffentlichen Verkehrs (Berlin: 26 Prozent, Paris: 31, Rom: 24, Madrid: 41) zeigt nämlich nur einen kleinen Ausschnitt des Wiener Verkehrsalltags. Einen sehr kleinen. Der Wert entstammt dem sogenannten „Modal Split“, der im vorliegenden Fall lediglich die Zahl der Wege, nicht aber die Kilometerleistung berücksichtigt.

 

Wiener bewegen sich nicht gern

Immerhin dokumentiert der Modal Split die Unlust der Wiener, sich zu bewegen. So gut der Wert bei den öffentlichen Verkehrsmitteln auch ist – im Bereich Fußgänger, vor allem aber beim Fahrrad, ginge international gesehen noch mehr (siehe Grafik). Überdies ist die Methode selbst unter Experten nicht unumstritten. Einerseits hat sie den Vorteil, Öffentlichkeit und Entscheidungsträger vergleichsweise schnell über den Zustand eines Verkehrssystems zu informieren. Andererseits gibt es eine Reihe unterschiedlicher Erhebungsmethoden, die Vergleiche zumindest nach wissenschaftlichen Standards schwer machen. Und: Meistens werden die Werte per Umfrage erhoben, nur selten (weil extrem teuer) gemessen. Sozial erwünschte, weil dem umweltbewussten Zeitgeist entsprechende Aussagen (zu Fuß gehen, mit dem Rad fahren) können dadurch überrepräsentiert werden.

Trotzdem: Selbst Autofahrerklubs glauben inzwischen, dass die kostspieligen Bemühungen von Wien und Bund für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs innerhalb der Stadtgrenzen Früchte tragen. Laut einer gemeinsamen Untersuchung von 15 europäischen Interessenvertretungen liegt Wien bei der Fahrgastzufriedenheit hinter München und Helsinki auf Position drei. Besonders gut schneiden die Wiener Linien wegen guter Umsteigemöglichkeiten und der schnellen Beförderung ab.

Warum Wiens Verkehr bei diesen Werten überhaupt Probleme hat? Weil er nicht an der Stadtgrenze endet. 547.610Personen überqueren diese täglich in Richtung City und zurück. 80 Prozent von ihnen fahren mit dem Auto. Die Rede ist von den Pendlern, die tagtäglich Parkplätze sowie die Ein- und Ausfahrten der Stadt bevölkern.

Das mit Abstand größte Einfallstor des Pendlerstroms ist der Süden, danach folgen mit großem Abstand Norden, Osten und Westen (siehe Grafik). Die Zahlen dazu stammen aus der sogenannten Kordonerhebung, bei der die Verkehrsströme mit großem Aufwand gemessen wurden. Auffällig dabei ist, dass Einpendler aus dem nächsten Umland eher mit dem Auto fahren als solche, die weiter entfernt wohnen. Warum?

„Weil es einfach schneller geht“, glaubt Friedrich Zibuschka, oberster Verkehrsplaner in Niederösterreichs Verwaltung. Trotz der starken Hochleistungsverbindung Südbahn ist deren Einzugsbereich wegen schlechter öffentlicher Zubringer vergleichsweise klein: Wer nur wenig abseits der Trasse wohnt, muss deutliche Zeitverluste in Kauf nehmen.

(c) Die Presse / FE

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Städter lieben Autos

Dabei ist es eher politische Legende denn Realität, dass es die Autos der Pendler sind, die den Wienern die Parkplätze nehmen. Diese gehören laut Statistik Austria nämlich selbst zu den bestmotorisierten Großstädtern der Welt. Zählt man betrieblich und privat eingesetzte Pkw zusammen, kommen auf 1000 Hauptstädter 389 Fahrzeuge. In Berlin sind es 319. Auffällig ist, dass die private Motorisierung trotz des mehrfach von Grünen und NGOs kolportierten Trends zum Autoverzicht zwischen 2000 und 2010 sogar zunahm, nämlich von 336 auf 367 Fahrzeuge pro 1000 Bürger.

Damit diese künftig mehr Platz haben, analysiert man jenseits der Stadtgrenze in Niederösterreich derzeit das Potenzial zusätzlicher Hochleistungsnahverbindungen. Die Rede ist von die Landesgrenze überquerenden U-Bahnen, bis hin zu Modellen à la Badner Bahn. Bis Mitte 2013 soll es erste Ergebnisse geben – das Thema der Finanzierung ist in diesen Überlegungen aber noch nicht enthalten.

Die Serie

„Wien mobil.“ Unter diesem Titel nimmt „Die Presse“ verschiedene Arten, in Wien unterwegs zu sein, und welche Probleme sich dabei ergeben, unter die Lupe: vom Zu-Fuß-Gehen über öffentlichen Verkehr bis zum Parken. Heute, Dienstag, fällt ja die Entscheidung, ob es eine Volksbefragung zum Parkpickerl geben wird.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.07.2012)

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92 Kommentare
 
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warum wohl fahren die pendler mit dem auto bis in die stadt hinein ?

diese schwierige frage scheint kaum zu beantworten zu sein. man versetze sich in die lage eines einpendlers aus dem raum bruck/l. der fährt die ostautobahn nach wien herein und was findet er nicht ? ein p&r am stadtrand+umsteigemöglichkeit. was macht er dann ? er fährt weiter und bleibt dort stehen wo es einfach geht und ihn nur mehr eine öffiverbindung direkt zum arbeitsplatz bringt.
sogar die u6 im 23. fährt nicht die paar hundert meter weiter bis zur a23 sondern bleibt im dichtverbauten gebiet. so muß man zur p&r hinstauen oder weiterfahren und das ist überall so - und offensichtlich egal. sogar die älteste linie ist schon vorher hin bevor sie zum stadtrand des 10. geht!

Antworten Gast: rio1959
20.07.2012 18:42
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Re: warum wohl fahren die pendler mit dem auto bis in die stadt hinein ?

das heisst wien sollte alle Linien bis zum stadtrand verlängern, dort dann noch überall p&r bauen und das alles am besten für pendler gratis - wers zahlt ist dem pendler sicher egal, hauptsache der job in wien ist superbequem erreichbar - bzgl. 23 bezirk - schaut mal bei der endstation der u6 wieviel md´s und dergleichen dort täglich parken

Re: Re: warum wohl fahren die pendler mit dem auto bis in die stadt hinein ?

weil der job bequem erreichbar ist, fährt er dann nicht mit auto weiter sondern zahlt brav in der p&r.

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Motorräder

Ich staune bei solchen Vergleichen immer darüber, dass niemand einspurige KFz berücksichtigt.
Wenn man sich mit Städten wie Rom, Madrid, Paris messen möchte, müsste man dort mal die hiesige Motorräder- bzw. Rollerdichte in den Vergleich miteinbeziehen.
Dann ergäbe es schon mal ein deutlich anderes Bild.

http://www.acem.eu/cms/det_pressreleases.php?det=1464
"More Powered Two-Wheelers would ease congestion"

wann

"Wiens Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou sprach Mitte Februar von einer „Sensation“. 37 Prozent aller Wege legen die Hauptstädter inzwischen mit Straßenbahn, Bus oder (U-) Bahn zurück."

WANN hat jemand ganz normal Vassilakou in der u-bahn oder in der bim gesehen?

und:

ich fordere geschwindigkeitsmessungen für radfahrer auf den ROT-eingefärbten bereichen bei radwegen.
schritttempo!

ring-einfahrt zetlitzgasse!
usw. usf.

Re: wann

Was sagt dir diese Rotfärbung denn? Rechtlich ist die vollkommen belanglos, sie ist ein optisches Zeichen für die Autofahrer, dass da ein Radweg ist. Das Schritttempo hast dir ganz einfach aus den Fingern gesaugt in der StVO findest dazu nix.

Antworten Antworten Gast: jusst
20.07.2012 08:01
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Re: Re: wann

Wissen von was man redet zahlt sich aus:

§68 Abs. (3a) StVO: "Radfahrer dürfen sich auf Radfahrerüberfahrten, wo der Verkehr nicht durch Arm- oder Lichtzeichen geregelt wird, nur mit einer Geschwindigkeit von höchstens 10 km/h nähern und diese nicht unmittelbar vor einem herannahenden Fahrzeug und für dessen Lenker überraschend befahren."


Re: Re: Re: wann

Das ist aber dann keine Schrittgeschwindigkeit mehr. Da müsste es heißen höchstens 5 km/h, denn die Schrittgeschwindigkeit beträgt 3-5 km/h.


Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: celkar
20.07.2012 10:42
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Re: Re: Re: Re: wann

Wer sagt dass Schrittgeschwindigkeit 3-5km/h is???

Is doch auch egal, langsam is langsam... Man kann auch wirklich auf jeder Kleinigkeit herumreiten. Übrigens hat der OGH die rechtliche Schrittgeschwindigkeit mit 4-10 km/h festgesetzt....

Das Versagen der Politik in Sachen Mobilität

Dass mit dem Land NÖ und dem BMVIT kein öffentlicher Verkehr, gerade für ländliche Regionen, angeboten werden kann, zeigt das Waldviertel sehr gut. Im Besonderen bei der grenzübergreifenden Thayatalbahn im Bezirk Waidhofen/Thaya, der den höchsten Motorisierungsgrad pro 1000 Einwohner Österreichs hat.

Der "Straßenverkehrsplaner" Prof. Zibuschka von der ÖVP NÖ gibt ja sein eigenes Versagen in Punkto öffentlichen Verkehr in dem Artikel zu: „Weil es einfach schneller geht“.

Selbst bei der Südbahn gibt es große Mängel bei den Zubringern im öffentlichen Verkehr - so benutzt man eben mehr oder weniger freiwillig das Auto, um nach Wien zu kommen.

Das Land NÖ hat 2010 über 630 Bahnkilomter vom Bund (BMIVIT und ÖBB) gekauft und hat die Thayatalbahn einstellen lassen. Jetzt fahren noch mehr Menschen mit dem Auto, die Busse sind wenig genützt.

Wenn es eben keine attraktiven Zubringer zur Franz-Josefs-Bahn im Waldviertel gibt, fahren auch mit dieser Bahn weniger Menschen.

Jetzt ist auf der Thayatalbahn und auf der Raabser Bahn auf über 44 km ein Millionen teurer Radweg geplant.

Dieser wird nicht mehr Menschen dazu bewegen mit dem Bahn aus dem Waldviertel nach Wien zu fahren.

Nach jahrelangen Versprechen (schriftlich und mündlich) von LH Erwin Pröll, über dem ehem. Verkehrsstaatssekr. Kuckaka bis zu den Bürgermeistern, passiert nun genau das Gegenteil - die Möglichkeit für mehr öffentlichen Verkehr im Waldviertel wird nicht wahrgenommen.


Re: Das Versagen der Politik in Sachen Mobilität

Das falsche Spiel des Landes NÖ und des BMVIT:

Unterlagen zur Thayatalbahn, Ybbstalbahn und die Bestellung der Einstellung auf Wunsch der ÖVP NÖ durch Prof. Friedrich Zibuschka bei der ÖBB:

http://www.4shared.com/dir/qDHIsl8Z/noe.html

Online-Petition zur Thayatalbahn:

http://thayatalbahn.at/index.php?hm=47&sm=56

Facebook Seite der Thayatalbahn:
www.facebook.com/thayatalbahn

Infos, Unterlagen, Videos, Zitate:
www.thayatalbahn.at

Es betrifft nicht nur Pendler

Wer am Stadtrand wohnt (aber eben noch in Wien) und keine U-Bahn in der Nähe hat, ist genauso auf das Auto angewiesen. Und diese Stadtränder haben, trotz bereits realem Verkehrskollaps zu Stoßzeiten, noch Platz zum Wohnungsbau. Welcher ja auch munter weitergeht, ohne dabei die Infrastruktur auszubauen bzw. vorher ein Verkehrskonzept zu erstellen. (Und aufgezeichnete Linien auf bestehenden Strassen sind für mich keine Alternative zu einem richtigem Radweg!)

Wohnt man in der Nähe des Wr.Neustädter Bahnhofs ist man schneller im 1. Bezirk als z.b. Stammersdorf (21. Bezirk).

Wien ist eine Radfahrerstadt!

In Wien wird das Fahrrad 12-mal so oft wie in Rom, 3-mal so oft wie in London und doppelt so oft wie in Paris benutzt!
Und das obwohl es in Wien immer wieder kurze, aber sehr unangenehme Steigungen gibt, sodass hier nur wirklich kräftige Leute das Rad benützen können!
Was wollen da die Grünen noch mehr?

Die meisten Pendler sind in Wirklichkeit Wiener!
Nach 1945 wurden die Stadtgrenzen von Wien so eng gezogen, dass sie nicht einmal das geschlossen verbaute Gebiet umfassen. Der Grund dafür ist, dass Wien sonst so viele Einwohner hätte, dass es jede Wahl entscheiden würde. Das übrige Österreich brauchte dann gar nicht mehr wählen zu gehen!

Aber der einheitliche Ballungsraum Wien reicht trotzdem bis Baden, alle die aus der näheren Umgebung Wiens zur Arbeit fahren, sind soziologisch gesehen gar keine Pendler, sondern Wiener!

Gast: Zentrum
17.07.2012 12:16
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Kosten anpassen

Autobahnvignette den tatsächlichen Kosten der Straßenbauwut und Erhaltung anpassen. Also 1000 Euro im Jahr!
Autofahrer müssen einen Mietvertrag mit der Stadt Wien eingehen um auf öffentlichem Gebiet parken zu dürfen. Bei durchschnittlich 6 Quadratmetern zu 10 Euro im Monat macht das 720 Euro im Jahr.

Re: Kosten anpassen

auch wenn sie es dreimal schreiben werden falsche statistiken nicht richtiger.

Gast: Verkehr mal anders gesehen!
17.07.2012 11:54
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Der Güterverkehr...

Es ist sehr lange her als in Wien die letzte Güterbim fuhr, wenn man bedenkt das bis zur Einstellung dieser mehr Ware damit transportiert wurde als der Flughafen Wien Schwechat heute an Waren umsetzt so war das Spielzeug von damals ein ganz gewaltiges Ding!

Ein Wiederaufbau kommt selbstverständlich nicht in Frage, der LKW ist in Punkto Flexibilität, Preis und Wirtschaftlichkeit unschlagbar, dazu kommt neben der fehlenden Infrastruktur der WL auch das Firmen wegen der enorm hohen Anschlußpreise bei der ÖBB nicht das geringste Interesse mehr haben sich einen Anschluß zu leisten der weit mehr im Jahr kostet als ein LKW samt 4 Fahrer, und das die Bundesbahn ganz einfach dieses Groscherlgeschäft nicht mehr will, bis hin zur Postbeförderung, die fast 100% Abwicklung auf der Straße dort ist ein europäisches Kuriosum, während in Frankreich eigene TGV für diesen Zweck fahren, rollen in Österreich die Postautos über die Autobahn!

Re: Der Güterverkehr...

der Schienenverkehr kann niemals den LKW ersetzen! während der LKW von Haus zu Haus und das zu jeder beliebigen Zeit fährt, muss beim Schienenverkehr am immer darauf gewartet werden, bis am Ausgangsbahnhof genug Güter mit dem gleichen Zielbahnhof beisammen sind. Noch schlimmer ist, dass die Schiene nur von Bahnhof zu Bahnhof bzw. von Haltestelle zu Haltestelle fährt. Beim Schienenverkehr braucht man also nicht nur einen, sondern sogar zwei LKW: einen der die Güter zum Bahnhof bringt und einen zweiten, der die Güter vom Zielbahnhof abholt! Wer kann sich schon so eine Verschwendung leisten?!

Wiener bewegen sich nicht gern

da ist ja der Bürgermeister ein richtiges Vorbild!

Antworten Gast: Gast Lupo
20.07.2012 05:13
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Re: Wiener bewegen sich nicht gern

Treffender kann man es nicht formulieren ;-)

Gast: gast_xyz
17.07.2012 10:19
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wann ändert sich etwas?

lange schon wird darüber gesprochen, dass zu viele Autos fahren - gemacht wird aber nichts dagegen. In NÖ wird lieber eine S1 gebaut und die S-Bahnen und anderer Öffis fahren weiter Intervallen die so schnell keinen zum Umsteigen bewegen. Parkplätze bei der S-Bahn sind auch sleten ausreichend (irgendwie muss man ja auch zur Station kommen - das geht im Umland meist nicht zu Fuß)
Anstelle der Diskussion über eine Frauenquote (von der ich absolut nichts halte) sollten sie in Büros lieber ein "Home-Office-Quote" einführen.
Ausbau der U-Bahen auch Länderübergreifend und über die Stadtgrenze führen - U-Bahn Intervalle sind viel interessanter und eventuelle weniger Umstiegszeit. Leider scheitert letzteres immer wieder an Pröll. Es wird Zeit, dass die Bundesländer abgeschafft werden und auf vielleicht 3 Regionen minimiert.

Antworten Gast: Die Länderübergreifende U-Bahn!
17.07.2012 12:12
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Re: wann ändert sich etwas?

Diesen Traum mal realistisch gesehen am Beispiel Klosterneuburg, deren Forderung hier schon kam.

Die ÖBB müßte mit den Wiener U-Bahn auf dem gleichen Gleis fahren, das ginge technisch noch, das Hauptproblem ist die gegenseitige Induktion der Leitungen deren technische Realisierung exorbitante kosten verursacht, der zweite Punkt ist, die U-Bahn ist für vMax von 80km/h ausgelegt, zusammen mit der Fahrzeit wird kaum jemand zu bewegen sein diese U-Bahn zu benützen, sie ist zu langsam für den Zweck!

Alternativ wäre es bei weitem besser, die S-Bahn von Klosterneuburg zu Splitten, ein Ast fährt Richtung Handelskai und Reichsbrücke, der andere Ast über die S45 nach Hütteldorf, damit wäre die S-Bahn Stammstrecke, und sämtliche U-Bahn Linien mit einmal Umsteigen eingebunden (U6 über den 3. Ast Spitelau).

Der 3. Ast Franz Joseph Bahnhof ist bis zum Jonas Reindl unterirdisch zu verlängern, damit wäre Klosterneuburg direkt mit der City sehr schnell verbunden von der auch die Bewohner jenseits von Heiligenstadt sehr profitieren würde!

Antworten Antworten Gast: gast_xyz
17.07.2012 13:13
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Re: Re: wann ändert sich etwas?

Natürlich ist es teilweise ein Traum - und auch nich überall ist ein U-Bahn Ausbau sinvoll - teilweise aber vielleicht schon. Mir wird nur an Randbezirken bzw. vor allem außerhalb Wiens zu wenig gemacht. Klar kostet das Geld - aber wenn man weniger Autos auf den Straßen will, dann geht das nicht nur, indem man Autfahrer mehr zahlen letzt aber keine vernüftigen Alternativen anbietet bzw. ausbaut. Das war eher mein Gedankengang.
Wie schon gesagt, ist auch der Öffiausbau nicht der einzige Weg.....

das ist niederösterreichische verkehrspolitik...

erst in einer art klimaschutz-torschlusspanik das land mit hochleistungsstraßen vollpflastern, und sich dann wie der herr zibuschka wundern, dass es mit dem auto "einfach schneller geht".

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Re: das ist niederösterreichische verkehrspolitik...

Sie meinen:

Es soll für alle gleich langsam gehen?

Alle sollen sinnlos Freizeit in Zügen verplempern?

Das können Sie auch billiger erreichen:

Alle Bahnen einstellen - spart enorm viel Geld - und auf allen Straßen Fahrverbot - ausgenommen Pferdefuhrwerke.

Viel interessanter wäre es doch...

...mal nicht nur an dem "Symptom Personenverkehr" herumzudoktoren, sondern sich einmal mit den Ursachen zubeschäftigen.
Sprich: "Was kann man dagegen tun, dass überhaupt so viele Menschen - meist aus beruflichen Gründen - täglich in Wien, durch Wien und nach Wien (aber auch andere Städte) - kommutieren wollen bzw. müssen?"

Eine Analyse der beeinflussenden Faktoren wäre mal interessant.
Da kommen dann möglicherweise Faktoren wie lokale Wohnpreisniveaus, Stadtflucht, mangelnde Telearbeit, zu zentralisierte Wirtschaftsstandorte, schlechte Siedlungspolitik etc. zum Vorschein.
Daran zu arbeiten, wäre viel spannender als einfach nur Autobahnen und Ubahnen (aus)zubauen.

Aber da das langfristige Maßnahmen wären, sind es leider automatisch auch unpopulistische Maßnahmen...
Schade!

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Positiver formuliert

floriert die Wirtschaft im Großraum Wien einigermaßen und die Stadtverwaltung schafft es seit Jahren nicht eine dem KFZ Verkehrsaufkommen adäquate Infrastruktur aufzubauen. Denn einer der Hauptfaktoren für den Wiener Dauerstau sind die Lastwägen der Industriebetriebe die zum Glück tatsächlich (trotz aller Versuche sie zu vertreiben) noch etwas produzieren das jemand kaufen will. Und das Parkplatzproblem wird durch zahllose sinnlose projekte (Gesteigkaps, Car2Go, Citybike, Straßenbahn- und Bushaltestellenumbauten etc.) noch vorsätzlich verschärft um ein Alibi zu haben die arbeitende Minderheit weiter abzuzocken.

 
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