Bei einem Überfall auf eine Wettpunkt-Filiale in Wien-Margareten ist Dienstag früh ein Mitarbeiter angeschossen und lebensgefährlich verletzt worden. Gegen 6.15 Uhr stürmten drei Täter in das Lokal in der Reinprechtsdorfer Straße 8. Mindestens ein Räuber war nach Angaben der Polizei bewaffnet. Er dürfte sofort auf den Wettpunkt-Mitarbeiter geschossen haben, der mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden musste. Die Täter erbeuteten Bargeld in unbekannter Höhe und flüchteten.
Bei dem angeschossenen Mitarbeiter der Wettpunkt-Filiale handelt es sich laut Zeugenaussagen um einen Boten, der jeden Tag um die selbe Zeit in das Geschäft gekommen ist, um die Tageslosung abzuholen. Der 49-Jährige ist nach Informationen der Polizei von mehreren Projektilen getroffen worden. Nachdem der Mann notfallmedizinisch versorgt wurde, ist er in ein Krankenhaus gebracht worden, sagte Ronald Packert von der Wiener Rettung. Dort wurde er noch am frühen Vormittag operiert.
Mitarbeiter alarmierten benachbarten Bäcker
Neben dem 49-jährigen Geldboten befand sich ein weiterer Mitarbeiter in der Wettbüro-Filiale, der nach den Schüssen sofort den Besitzer einer gegenüberliegenden Bäckerei alarmierte. Der Mann habe ihm gesagt, dass "Mesut verletzt" sei, berichtet Bäckermeister Cengiz Demirci. Demirci habe das Schussopfer gekannt, es habe seit einem Jahr bei Wettpunkt gearbeitet.
Laut der Zeugenaussage des Bäckers, der bereits seit 5 Uhr in der Backstube arbeitete, haben die Täter schnell hintereinander drei bis vier Schüsse abgegeben. Der zweite Wettbüro-Mitarbeiter berichtete Demirci, dass der Bote das Geld von ihm in Empfang genommen hätte, als plötzlich die Räuber das Lokal stürmten. Es sei sofort auf den Geldboten geschossen worden. Die Bewaffneten nahmen die Beute an sich und flüchteten. Laut Polizei gebe es keinen Hinweis darauf, dass der 49-Jährige sich gewehrt hätte. Der Überfall wurde vermutlich von einer Überwachungskamera aufgezeichnet. Die Polizei wertete am Dienstagvormittag die Bilder aus.Ein Mitarbeiter einer anderen Wettpunkt-Filiale war im Gespräch mit der APA überzeugt, dass die Täter den Zeitplan des Angeschossenen gekannt hatten. Dieser sei dort jeden Tag in der Früh etwa zur selben Zeit hingekommen. Nach Angaben des Bäckers sei das Wettbüro schon mehrmals überfallen worden. Es sei jedoch nie geschossen worden.
(APA)


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