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Die rot-grüne Entfremdung

21.07.2012 | 17:38 |  von Martin Stuhlpfarrer (Die Presse)

Mehr als eineinhalb Jahre nach Regierungsantritt ist die Distanz zwischen der rot-grünen Koalition und Wiens Bürgern groß wie nie. Auch intern läuft es nicht mehr so gut wie früher. Die Parkpickerl-Debatte trägt die Schuld daran.

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Es war geplant als etwas Großes. Als Signal an Österreich, als Masterplan für eine rot-grüne Bundesregierung, über die in diesen Tagen zahlreiche ranghohe SPÖ-Vertreter bundesweit gerne philosophieren. Doch der Honeymoon in der ersten rot-grünen Landesregierung in Österreich ist vorbei. Seit ihrem Amtsantritt vor mehr als eineinhalb Jahren hat sich die rot-grüne Rathauskoalition entfremdet – von den Bürgern, von den politischen Freunden in den Landesparteien der Bundesländer. Und auch intern hat man sich voneinander entfernt. Kein Projekt zeigt das deutlicher als die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung auf mehrere Bezirke jenseits des Gürtels – nachdem Rot-Grün beschlossen hat, die Ausweitung trotz 170.000 Unterschriften gegen diesen Plan durchzuziehen. Und als Draufgabe eine demokratiepolitisch mehr als fragwürdige Maßnahme zu setzen: Die geforderte Volksbefragung über eine Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung wird durchgeführt. Allerdings erst nach deren Einführung, und dann werden auch nur allgemeine Verkehrsthemen abgefragt – an der „Pickerl“-Ausweitung wird von Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou, die ironischerweise auch Stadträtin für Bürgerbeteiligung ist, nicht gerüttelt. Trotz des größten Bürgeraufstands in Wien seit Jahren.

Ein Blick zurück. Angefangen hatte Rot-Grün mit großen Erwartungen. Die Grünen werden die Vorgänge im Rathaus transparenter machen, die Bürger werden in die politischen Entscheidungsprozesse deutlich mehr eingebunden als unter der bisherigen roten Mehrheit – immerhin haben die Grünen ihre Wurzeln in der österreichischen Bürger-Protestbewegung.

Die ersten Entscheidungen wiesen noch in diese Richtung. Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou führte als Symbol „Stadträtin für Bürgerbeteiligung“ als Titel, die Mindestsicherung für Kinder wurde erhöht, die Jahreskarte für die Wiener Linien wurde auf 365 Euro verbilligt – um den öffentlichen Verkehr zu fördern, und einen (kleinen) Schritt gegen die Verkehrsprobleme in Wien zu setzen.


Klientelpolitik. Doch kurz darauf vollzogen die Grünen einen Schwenk. Es war nichts mehr zu sehen von einer Stadtregierung für alle Wiener, wie zu Regierungsbeginn mehrfach betont wurde. Die Grünen begannen fast ausschließlich Klientelpolitik zu betreiben. Plötzlich wurde nicht mehr über große Würfe für Wien diskutiert, sondern über die Umgestaltung von Straßen, in denen Radfahrer Vorrang haben. Der Posten eines Radfahrbeauftragten wurde geschaffen – das grüne Urgestein Alexander Van der Bellen in den (für ihn neu geschaffenen) Posten des Wiener Universitätsbeauftragten gehoben. Nun wird auch der Posten eines Fußgängerbeauftragten geschaffen. Im Bereich der Stadtplanung (Vassilakou ist auch Planungsstadträtin) herrscht Stillstand. Visionen sind hier keine in Sicht.

Bürgermeister Michael Häupl lässt die Grünen gewähren. Immerhin kann die SPÖ in den wichtigsten Bereichen schalten und walten, wie sie will – wie in den Zeiten der SP-Alleinregierung.

Die erste große Entfremdung vom Bürger kam mit der gewaltigen Gebührenlawine, die unter Rot-Grün über die Stadt rollte. Die Gebühren für Wasser, Müll, Abwasser und Kanal wurden bis zu 33 Prozent erhöht. Argumentiert wurde das damit, dass sie schon lange nicht erhöht worden seien. Und auch mit leeren Stadtkassen, wie einige Grüne offen zugaben. Auf die Idee, dass man auch sparen könnte (beispielsweise in der Verwaltung oder bei den Beamtenpensionen), kam Rot-Grün nicht. Mit den gestiegenen Betriebskosten wurden auch die Mieten teurer – während die Grünen offiziell für billigere Mieten kämpfen.

In der Folge setzten die Grünen ihre Klientel- und Gebührenerhöhungspolitik fort. Parken wurde um rund 67 Prozent teurer. Es war der erste Schritt, mit dem Vassilakou als Verkehrsstadträtin die Bürger massiv gegen sich aufbrachte. Die SPÖ trug die Maßnahme mit – in der Hoffnung, dass der Ärger nur bei den Grünen hängen bleibt.

Nun ist aber die SPÖ massiv betroffen. Die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung betrifft stark auch SP-Klientel. Von roten Funktionären wird Ärger artikuliert, dass Vassilakou die Ausweitung dilettantisch vorbereitet habe. Vor allem rote Flächenbezirke fürchten eine deutliche Abwanderung von Wählern in Richtung FPÖ, die durch Vassilakous Agieren massiv verärgert wurden.

Nun tauchen sogar Gerüchte über einen fliegenden Koalitionswechsel zur ÖVP auf. Auch wenn diese Gerüchte keine wirkliche Substanz besitzen, zeigen sie eines: Nicht wenige Teile der SPÖ beginnen sich deutlich von den Grünen zu distanzieren. Immerhin standen diese Gerüchte in Häupls Leibblatt – der „Krone“. Nebenbei: Auch der rot-grüne Streit um die dritte Landepiste für den Flughafen Wien-Schwechat zeigt, dass es in der Wiener Koalition nicht so rund läuft, wie Häupl und Vassilakou immer betonen.

Vom Bürger entfernt hat sich Rot-Grün auch dadurch, dass Vassilakou anfangs ankündigte, das Parkpickerl auf alle Bezirke jenseits des Gürtels auszuweiten. Erst nachdem die SPÖ die Notbremse zog, daran erinnerte, dass laut Koalitionsabkommen die Bezirke zustimmen müssen, gab Vassilakou widerwillig nach. Und prompt erlitt sie bei der Bürgerbefragung im VP-regierten Währing eine Niederlage – das Parkpickerl wird dort nicht eingeführt.


Juristischer Standpunkt. Die Entfremdung von der Bevölkerung – und von befreundeten Landesparteien, gipfelt aber nun in der Ankündigung: Zuerst wird die Parkraumbewirtschaftung eingeführt, später folgt eine Volksbefragung, bei der ein neues Parkpickerlmodell vorgelegt wird. Über die Ausweitung davor wird trotz 170.000 Unterschriften nicht abgestimmt. Vassilakou zieht sich dabei nicht auf sachliche, sondern juristische Standpunkte zurück: Gebühren dürfen laut Gutachten der Stadt nicht abgefragt werden. Als Häupl 2010 die Citymaut abgefragt hatte, gab es da keine Bedenken.

Während in Österreich eine heftige Diskussion über direkte Demokratie läuft, sorgt die Vorgangsweise in Wien bei Rot und Grün auch für innerparteilichen Ärger. Salzburgs SP-Bürgermeister Heinz Schaden sprach wörtlich von einer „Pflanzerei“ der Bürger in Wien. Madeleine Petrovic, Klubobfrau der Grünen im niederösterreichischen Landtag, schoss sich auf ihre Parteikollegin Vassilakou ein. Sie forderte im Gegenzug ein Parkpickerlmodell für parkende Wiener in Niederösterreich. Auch Niederösterreichs SPÖ-Landesgeschäftsführer Günter Steindl kritisierte Rot-Grün in Wien. Was bleibt? Die Entfremdung von Rot-Grün hat eingesetzt – der Honeymoon ist vorbei.

Das Parkpickerl

Oktober 2010.
Die rot-grüne Koalition schreibt in ihrem Regierungsübereinkommen die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung auf die Bezirke jenseits des Gürtels fest.

März 2012
Der 18. Bezirk lehnt nach einer Volksbefragung das Parkpickerl ab.

Oktober 2012
Die Parkraumbewirtschaftung soll im gesamten 15. Bezirk sowie Teilen der Bezirke 12, 14, 16 und 17 eingeführt werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.07.2012)

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34 Kommentare
 
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"Es war geplant als etwas Großes"

Das war schon damals klar, daß das einzige, was daran groß ist, der Schaden für die Wiener sein wird.

macht nur

kein parkpickerl - noch mehr pendler - noch mehr stau - noch mehr umweltbelastungen - da zahlen wir doch lieber jährlich eine halbe milliarde euro an co2-zertifikaten (kyoto). mich wundert nur, dass jetzt schon in der presse auf krone-niveau diskutiert wird...

Antworten Gast: Rot + Grün = schlimmer als die..........
23.07.2012 20:04
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Re: macht nur

Angenommen, alle (auch Pendler) zahlen ein Parkpickerl und haben zusätzlich noch eine Garage und das soll gegen Stau helfen, oder weniger Umwelt belastend sein? Spart auch co2? Rund um die Uhr Mobilität wie von der Wirtschaft gefordert plus Verkehrslenkung und Verkehrssteuerung macht alles das Parkpickerl?

Ich kann in der früh z.B. in einen Pickerlbezirk fahren und dort 12std auf und abfahren und das ist super, nur ja nicht stehen bleiben (soll ja dort nicht parken) weil das erhöht ja die Umweltbelastung. Danke dass sie mir es erklärt haben, jetzt hab ich es verstanden

Re: Re: macht nur

ich vermute, Sie haben den sinn des PP nicht gecheckt. pendler bekommen eben kein PP. und warum wollen Sie 12 stunden in einem PP-bezirk herumfahren, ohne stehen zu bleiben? werd einer schlau, was Sie damit meinen...

pendler bekommen eben kein PP

Aber auch nicht alle Wiener bekommen ein PP. Das ist ja der Witz an der Sache nur hat sich das leider noch nicht bis ins umland von Wien herumgesprochen.

Ein Parkpickerl gemäß § 45 Abs. 4 Straßenverkehrsordnung 1960 (StVO 1960) kann nur an Personen ausgestellt werden, die:

1.) in einem der Bezirke mit Parkraumbewirtschaftung (Bezirke 1 bis 9, 20 oder im Bereich der Stadthalle im 15. Bezirk) ihren Hauptwohnsitz haben, ...

Der sinn der Sache, im Kommentar vorher ist, das es eben nicht um Stau oder Umweltschutz geht. sonst würde ja das fahren etwas kosten. Was macht mehr Abgase und verursacht Staus, ein Auto das fährt oder eines welches irgendwo steht/parkt?

Re: pendler bekommen eben kein PP

natürlich geht es um die umwelt. das PP soll ja 130 T pendler abhalten, sich nach wien zu stauen. für die pendler soll es mE im gegenzug übrigens attraktive P&R-angebote geben. pröll hat da leider ein taubes ohr. und!!!!!: es geht auch um den öffentlichen raum. Sie zahlen ja auch miete für Ihre wohnung...und ein stehzeug (98% der jahres steht ein auto) wie ein PKW beansprucht ja auch platz. platz, der an sich allen gehört...

natürlich geht es um die umwelt. das PP soll ja 130 T pendler abhalten, sich nach wien zu stauen.

Der Umwelt zuliebe ist nur ein Fahrverbot (Verkehrslenkung und Verkehrssteuerung), nicht ein Parkverbot.
Der Umwelt zuliebe könnten wir auch jeden zweiten Flug streichen, wäre ja einfach, und schon hätten wir 50% an Abgasen und so gespart.
Was sollen den die ca. 800.000 Wiener (ka. wie viele es wirklich sind) machen die nicht oder nicht mehr in einem PP Bezirk wohnen, die zb. Einkäufe für Pflegefälle (zb. Eltern) machen oder für freunde etwas besorgen oder um 3uhr in der früh bei einem Bäcker arbeiten und kein PP haben. Kurz parken und bezahlen.
Man könnte ja im gegenzug darüber diskutieren, das alle die in einem PP Bezirk wohnen, überall bezahlen müssen wenn sie ausserhalb Parken (zb. 10 bezirk oder aber auch in NÖ) Wäre ja auch eine möglichkeit, Stau zu vermeiden und die umwelt zu schonen. Das PP ändert nichts an der Situation. Es kostet nur Geld.

zu: "ja auch platz. platz, der an sich allen gehört..."
Durch das PP gehört er eben nicht allen, nur so am Rande erwähnt. Keinem Pendler aber auch keinen Wiener der nicht dort wohnt. Man könnte übertrieben sagen, platz der an sich allen gehört... , gehört jetzt nur mehr denen die dort wohnen.(Gerecht?)
Anmerken möcht ich aber auch noch, ein platz der allen gehört, gehört auch meinem Auto, oder Motorrad, oder Fahrrad oder meinen Füssen. Sonst dürfte man ja nicht einmal das Haus verlassen. Auch da nehme ich Raum für mich ein, der allen gehört.
PS: es ist generell ein falscher weg, Verkehr über ein ungerechtes PP lenken zu wollen

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: RotGrünNEINDANKE
24.07.2012 12:29
4 0

wohin soll das nur führen

Es gibt so viele Leute die (gerechtfertigt) gegen die aktuelle rot grüne lage in wien sind!

Ich hoffe das bald jemand einen Demo plant! ich war in meinem leben 2 mal bei einer dabei. Und dort war es nur zufall.

Aber bei einer Demo gegen RotGrün in Wien, würde ich mir sogar frei nehmen.

Wir als Bürger müssen zeigen das man mit uns nicht "alles" machen kann was man will.

Ps.: und nein, ich bin kein fpö-wähler (noch nicht)

Re: wohin soll das nur führen

vonwegen innerhalb wien: es gibt ja auch ausnahmeregelungen bzw parkscheine.

und: es gibt öffis!!!!!!!!!!!!!
schon vergessen?!

ps: es ist generell ein richtiger weg, verkehr über ein gerechtes PP zu lenken

pps.: das mit dem fahrverbot kann sich die vassilakou wahrscheinlich eh sparen, weil der benzin kostet bald 2 euro. bzw ists mit dem öl in ein paar jahren ja endgültig schluss...

es ist generell ein richtiger weg, verkehr über ein PP zu lenken

sag, ist es so schwer zu verstehen:

Ich kann in der früh z.B. in einen Pickerlbezirk fahren und dort 12std auf und abfahren und das ist super, nur ja nicht parken weil das erhöht ja die Umweltbelastung.

Parken = Umwelt belastend, deshalb muss man zahlen.

Fahren = Umwelt schonend, deshalb kostet es nichts.

Die geschichte vom öl hat ihnen auch vassilin erklärt, super. Vielleicht kann ihnen vassilin auch erklären, warum wir überhaupt so viel öl auf der erde haben?

Aber danke dass sie mir es erklärt haben, jetzt hab ich es verstanden.

Gehen sie zu fuß und nehmen sie sich das recht heraus, platz der uns allen gehört für sich zu beanspruchen. Ist zwar egoistisch von ihnen, aber was soll’s.

Und aus, es hat eh keinen sinn.


Re: es ist generell ein richtiger weg, verkehr über ein PP zu lenken

Gehen sie zu fuß und nehmen sie sich das recht heraus, platz der uns allen gehört für sich zu beanspruchen. Ist zwar egoistisch von ihnen, aber was soll’s.

Und aus, es hat eh keinen sinn.

ich staune nur noch über Ihre verqueren gedanken. oder sollte es gar ironie sein? aber danke für unseren sinnlosen dialog!

gulaschsuppe & sozialdemokratie

Meiner Meinung nach ist dieser Artikel einer der besten, den ich jemals in der Presse gelesen habe. Gratulation an die Presse zur detaillierten Darstellung der Rot/Grünen Koalitionseskapaden in Wien in der heutigen Sonntagspresse.

Die Gebührenlawine, die Rot/Grün losgetreten haben, macht einfach nur fassungslos. Im letzten Nationalratswahlkampf hat Faymann noch großspurig eine MwSt-Senkung auf Lebensmittel gefordert, die Studiengebühren abgeschafft, die unsägliche Verlängerung der Hacklerregelung durchgeboxt NUR um die TEUERUNG zu bekämpfen, die damals übrigens laut Eurostat bei 3,2% (2008) lag. Unter einem BK Faymann liegt sie bei 3,6% (2011).

Die Pensionsautomatik bezeichnete Faymann als "kalt und herzlos". Was ist bitteschön dann die Gebührenlawine in Wien?

„Das, was Werner Faymann vorgeschlagen hat, halte ich für richtig und gut. Es muss etwas gegen die Teuerung unternommen werden.“ (Zitat MICHAEL HÄUPL)

Nun heizt ebendieser Häupl die Inflation durch die unverschämte Gebührenerhöhung in Wien erst recht selbst an.

Im 5-Punkte-Programm der SPÖ spricht sich Faymann für eine „Teuerungsstopp im öffentlichen Bereich“ aus. Warum wird dieser Vorsatz nicht von Häupl beherzigt?
Quelle: http://www.spoe-ebelsberg.at/daten/pdf/5_punkte_faymann.pdf

Die Menschen leiden unter den hohen
Preisen in den Supermärkten - und Sie reden von der Gulaschsuppe!" (Zitat Faymann vor der NR-Wahl 08)

Interessant

Die Presse trommelt ja seit Jahr und Tag für das Mehrheitswahlrecht, weil man dann wirklich etwas gestalten kann.

Und packt es jetzt schon nicht, wenn ein Koalitionsregierungspartner in ein paar Bezirken in Wien das PP einführt. ... Da ist auf einmal von "Klientelpolitik" die Rede, hihi.

Gehts bitte, Leute.Schon klar, die ÖVP Wien hat Unterstützung bitter nötig, aber in Zukunft würd ein PP-Artikel pro Tag reichen.Ich hab nämlich bald den Eindruck, ich les hier die ÖAMTC-Publikation.

Übrigens: In Wien sind Kfz-Besitzer eine Minderheit. Zwar eine mit relativ hohem Einkommen und gut organisiert und daher laut, aber nichtsdestotrotz eine Minderheit.

Und langsam nervt diese ein wenig künstliche Aufregung wirklich.

Danke an die Wr. Stadtregierung für die Maßnahme, weil es in Wien nun einmal viel zu viel Kfz-Verkehr gibt und positive Anreize wie die Verbilligung der Jahreskarte und der U-Bahn-Ausbau offenbar nicht fruchten.

Antworten Gast: gäst
22.07.2012 14:56
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Re: Interessant

Jaja, Klientel sind immer die Anderen. Ganz zu schweigen von den BesitzstandswahrerInnen. Das sind nicht etwa die Autofundis, die die Mehrheit terrorisieren und sich erdreisten, ihre die Allgemeinheit nervtötende und platzraubende Praktiken als Menschenrecht darzustellen sondern die große Mehrheit der Bevölkerung, der die ganze Sache wurst sein kann und im Gegenzug von der verbilligten WiLi Jahreskarte profitiert.
Sehr lustig auch die Kommentare, in denen behauptet wird, eine Stadträtin müsste für alle VerkehrsteilnehmerInnen gleichermaßen "da sein".
Leute, die autofreie Stadt ist erklärtes Ziel der Grünen und wird von weiten Teil der Wiener SPÖ ebenso geteilt. Wer regiert in dieser Stadt?
Ein rasender Autofundimob oder die gewählte Regierung?
Sollte Ersteres zutreffen erwarte ich mir von den Herrschaften ab sofort kein Gesempere mehr gegen die Gewerkschaften und ihr angebliches partikulares gegen die Allgemeinheit (deren Interesse wiederum ist in dieser Causa, folgt man den beleidigten AutomobilistInnen, nicht der öffentliche, allgemein zugängliche Raum sondern das mobile Wohnzimmer auf 4 Rädern *kopfschüttel*) und die von ihr demokratisch legitimierte Regierung vertretene Interesse.

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Die rot-grüne Entfremdung...

hab ich seit Sekunde eins

Die angekündigte Befragung umwandeln

Die Wiener Stadtregierung bricht die Stadtverfassung und faehrt diktatorisch ueber die darin verbrieften Rechte der Bevoelkerung hinweg. Bis jetzt haben sich ca 170 000 Wiener gegen die Ausweitung der Kutzparkzone ausserhalb des Guertels und gegen die Einfuehrung des Parkpickerls ausgesprochen. Die Stadtverfassung sieht bei einer von ca 57 000 Wienern eingebrachten Petition die zwingende Abhaltung einer Volksbefragung zum Thema vor. Die Rot-Gruene-Stadtregierung verweigert den Wienern dieses Recht mit der Begruendung die Stadtverfassung sehe auch vor daß ueber Gebuehren das Volk nicht mitbestimmen darf. Diese Begruendung verfehlt den Kern der Sache zweifach:

1. Die Petition der Wiener richtet sich gegen die Ausweitung der Pickerlzone ausserhalb des Guertels und nicht gegen die Hoehe der Gebuehren,
2. Buergermeister Haeupl hat in seiner Volksbefragung die Abstimmung ueber die Einfuehrung einer City-Maut zugelassen.

.
Diktatorisch und auch ratlos verkuenden Buergermeister und Vizebuergermeisterin am vorgesehenen Termin Oktober fuer die Ausweitung der Parkpickerlzonen festzuhalten und danach eine Volksbefragung mit noch nicht bekannten Fragen durchzufuehren. Dh mit anderen Worten es wird eine Volksbefragung mit den der Regierung genehmen Fragen geben die mit der urspruenglichen Petition ueberhaupt nichts mehr gemein haben. So verhaelt sich eine Diktatur.
Ich rufe schon jetzt alle Wiener auf an dieser Volksbefragung teilzunehmen, da eine geringe Beteiligung als Desinteresse am Thema ausgelegt werden kann, aber alle Fragen der Stadtregierung zu streichen und "entspricht nicht unserem Wunsch" hinzuschreiben.


Re: Die angekündigte Befragung umwandeln

Die Frage bei der Volksbefragung wird dann lauten: wollt ihr, dass die bestehenden Kurzparkzonen ausgeweitet werden?
Soll heißen, über die dann bereits bestehenden (!) Grenzen hinweg.
Das ist das Rot/GrünInnen Verständnis von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit - widerlich und überheblich - pfui.

Gast: basta34
22.07.2012 09:26
8 1

rot grün

Was kann Mann sich von einen Alkoholiker und der hässlich dummen grichin erwarten.

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das schönste an der "grünen welle"ist,dass sie auch für den querverkehr eine rote welle mit bis zu 6min.wartezeit bedeutet-töffler fahren deshalb bei rot in blockierte kreuzungen ein,rentner humpen durch den resultierenden stau,unfälle bringen den stillstand;zumglück kann man das einem öamtc-ler nicht beibringen!-ihr töffler schafft euch selber ab,und schuld sind alle anderen!


Gast: Apfelzweyg
22.07.2012 00:13
15 0

KEIN kostenpflichtiges PARKPICKERL"

NEUE BELASTUNGSWELLE für
WIENER FAMILIEN & PENSIONISTEN

Wieso denn schon wieder?

Na durch die großflächige Einführung des „PARKPICKERLS“ in MEIDLING!

Kurz zur Info:

SPÖ und GRÜNE haben völlig undemokratisch, über den Wunsch der Mehrheit in Meidling hinweg, beschlossen das sogenannten „Parkpickerl“ einzuführen.

Wir sollen angeblich durch das 180,-- EURO teure „Parkpickerl”, laut einem offiziellen Schreiben aller SPÖ-Gemeinderäte: „Mit dieser Regelung … doppelt entlastet werden.“ Über uns Meidlinger wird also nicht nur in demokratiepolitisch bedenklicher Weise drübergefahren, nein, wir werden auch noch für die uns abgepreßten finanziellen Opfer verhöhnt!

Gast: Apfelzweyg
22.07.2012 00:12
13 2

KEIN kostenpflichtiges PARKPICKERL!

Weiters bedeutet das, in anderen Außenbezirken eingeführte „Parkpickerl“, daß jeder Autofahrer, auch SIE, sobald SIE Ihren Wohnbezirk verlassen, um, z.B. so alltägliche Dinge zu erledigen wie zur Arbeit zu fahren, Freunde zu besuchen oder Einkäufe zu tätigen, künftig zusätzlich IMMER ZWEI EURO pro STUNDE an Parkscheinen zahlen müßten!! Das wären PRO ARBEITSTAG alleine zumindest SIEBZEHN EURO! Und das JEDEN ARBEITSTAG!
Das alles noch dazu bei STRAFEN von zumindest 36 EURO!!
Im günstigsten Falle müßten SIE als Arbeiter oder Werktätiger also mit 374,-- EURO zusätzlichen Belastungen PRO MONAT rechnen. Woher werden SIE dieses viele Geld nehmen?

Und wo, um ein oft strapaziertes Zitat abzuwandeln, liebe SPÖ und GRÜNE "bleibt da die Leistung?"

Somit ist das „Parkpickerl” gerade für die finanziell schwachen Familien und für mobile Rentner hochgradig unsozial und unausgewogenen und wird diese über Gebühr belasten. Das soll nicht sein!

Daher:
• KEIN PARKPICKERL für die Bezirke außerhalb des Gürtels!
• KEIN teures PARKPICKERL für MEIDLING!
• KEINE weiteren finanziellen Belastungen!
• KEINE Schikanen für autofahrende Familien und Pensionisten!
Sprechen auch SIE diesbezüglich ihre Bezirksvorstehung an und geben auch SIE den politischen Parteien den klaren Auftrag solche bürgerfeindlichen Unsinnigkeiten zu unterlassen! Stimmen Sie ab!

Gast: Neues Thema
22.07.2012 00:10
12 0

Wien leuchtet ROT!

Ist aber kein politisches Statement, da wäre "Wien leuchtet GRÜN!" schon wesentlich besser!

Nein gemeint ist die unsinnige Rote Welle der Roten Verkehrs(ver)planer vor den wiener Ampeln. Diese beschert uns tagtäglich zig-tausende Stunden an Zeitverlust, unnötige Feinstaub, CO und CO2 Belastung durch unsere linken "ObertanInnen" und grünen WeltverbesserInnen!
Es ist also nichts mit grünem Klimaschutz sondern die linken zwingen uns zusätzliche Schadstoffbelastungen auf und die Ölkonzerne freuts besonders aufgrund des viel höheren Spritverbrauchs!
Danke liebe GrünInnen und (Un)Sozialistische Partei Österreichs!

Freie Fahrt für freie Bürger!

Antworten Gast: Bernsteyn
22.07.2012 12:16
8 0

Re: Wien leuchtet ROT!

Zum neuen Thema "Wien leuchtet Rot" kann ich auch eine Geschichte beitragen.

Vor nicht allzulanger Zeit wird eine Ampel am äußeren Lerchenfelder Gürtel völlig aus der Reihe geschaltet. Ergebnis, ein gigantischer Stau bis zu Döblinger Gürtel und pflichtgemäß melden die Stauradios die übliche aber erlogene "Verkehrsüberlastung".
Bei einem Anruf beim Radiosender erfahren ich von einem offenen jungen Mann (Name bekannt), daß er GEZWUNGEN ist die Radiohörer VORSÄTZLICH zu BELÜGEN, andernfalls ein ANRUF aus dem RATHAUS ihm und seinem Chef den Job kostet.

Im ROTEN WIEN herrschen Zustände wie in ROT CHINA. Aber das ist ja des Vorbild von Don Promillo und seinen linken KonsortInnen.

Bald sind Wahlen!

Gast: Rebbe Apfelzweig
22.07.2012 00:07
11 1

Widerstand gegen die linken VerräterInnen! Jetzt!


Gast: gäst
21.07.2012 23:28
1 20

Jetzt wirds

aber schön langsam langweilig. Passiert denn sonst nichts? Und wen interessiert das wirklich? Mal abgesehen von dem Drittel der Wiener Bevölkerung mit Kfz interessiert das doch wohl wirklich niemanden. Und Leute, die von diesem Blödsinn (und die Gebührenerhöhungen sind wohl frech - aber es glaubt doch wirklich absolut gar niemand, dass eine Volkspartei sowas verhindert bzw. derartige Erhöhungen nicht vorgenommen hätte und sich stattdessen mit den Gemeindebediensteten anlegt? Die sind noch härter als die Lehrergewerkschaft) ihre Wahlentscheidung abhängig machen, hätte man wohl so oder so nicht halten können.
Alles in allem: Bringt doch mal was neues. Gerne auch aus Wien.

Re: Jetzt wirds

Nein, es wird noch lange nicht langweilig.

Haben Sie das auch gesagt, als die Studenten auf die Strasse gegangen sind und gegen die "enormen" Studiengebühren zu protestieren?
Und ja...ich erwarte mir von meiner Verkehrsstadträtin, dass sie für ALLE Verkehrsteilnehmer da ist. Nicht nur für die Radfahrer und Fußgänger.

 
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