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Steiermark: Lage nach Unwettern entspannt sich

22.07.2012 | 18:16 |   (Die Presse)

Der Pegelstand der Hochwasser führenden Mur stabilisiert sich. Das Schlimmste sei überstanden.

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Wien/Red. Nach den verheerenden Unwettern in der Obersteiermark entspannt sich die Lage allmählich. Wie die steirische Landeswarnzentrale am Sonntag mitteilte, stabilisierten sich die Pegelstände der Hochwasser führenden Mur. Damit könnte das Gebiet südlich von Graz von den befürchteten Überschwemmungen verschont bleiben.

Auch im Katastrophenort St. Lorenzen in Paltental, wo eine Schlammlawine am Samstag Dutzende Gebäude verwüstet hatte, war die Lage nach Angaben der Feuerwehr „stabil“. „Die Pegelstände gehen wieder zurück“, sagte ein Sprecher. Damit dürfte das befürchtete Sieben-Meter-Hochwasser in Graz ausbleiben. Um Mitternacht lag der Pegelstand bei 5,74 Meter. Zwar dürfte die Mur weiter ansteigen, „aber nicht viel“, hieß es aus der Landeswarnzentrale. Der Grund sei das Abklingen der Regenfälle.


Großeinsatz der Feuerwehr

Das Mur-Hochwasser hatte sich am Samstag in Richtung Graz gewälzt. An zahlreichen Stellen trat der Fluss über die Ufer. So wurden in Deutschfeistritz (Bezirk Graz-Umgebung) sieben Häuser, eine Firma und ein Reitstall überflutet. Die Feuerwehr kämpfte mit 85 Mann, hunderten Sandsäcken und zehn Pumpen gegen das Hochwasser.

Die Sperre der Brucker Schnellstraße (S35) in Fahrtrichtung Norden ist Sonntagfrüh wieder aufgehoben worden. Laut Asfinag seien die Pegel ausreichend gesunken. Frei sei jedoch auf beiden Richtungsfahrbahnen jeweils nur ein Fahrstreifen. Die Einsatzkräfte hoffen, dass Montagvormittag die S35 wieder komplett für den Verkehr passierbar sein wird. Die Schnellstraße war am Samstag im Bereich Bruck von der über die Ufer getretenen Mur teilweise überschwemmt worden.

Die Unwetter hatten auch ein Todesopfer gefordert. Am Freitagabend starb in Thörl (Bezirk Bruck an der Mur) ein 47-jähriger Fußgänger unter einer Mure. Betroffen von Murenabgängen und Überschwemmungen waren die Bezirke Liezen, Murau, Murtal, Leoben, Bruck, Mürzzuschlag und Graz-Umgebung. Der Ort Oppenberg (Bezirk Liezen) war nach Murenabgängen auf beiden Zufahrtsstraßen sogar gänzlich von der Außenwelt abgeschnitten. Umweltminister Nikolaus Berlakovich (V) sicherte 1,5 Millionen Euro an Soforthilfe für die Steiermark zu.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.07.2012)

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