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Parkpickerl: Häupl sieht Fehler in der Kommunikation

26.07.2012 | 08:28 |   (DiePresse.com)

Laut Bürgermeister Häupl ist im Vorfeld der Ausweitung der Parkpickerlzonen "einiges schiefgelaufen". Das Koalitionsklima sei "weiterhin gut".

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Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) übt Selbstkritik in Sachen Parkpickerl: Bei der Kommunikation der Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung in Wien sei "sicher einiges schief gelaufen". Davon zeigte sich der Stadtchef im Interview mit der APA überzeugt: "Natürlich hätte man es besser kommunizieren sollen, gar keine Frage." Wobei er gleichzeitig betonte, dass er zur nun geplanten Parkpickerllösung, also die Ausweitung der Kurzparkzonen auf Teile der äußeren Bezirke, stehe.

Man hätte schon früher erklären sollen, dass es sich um die Ausweitung einer seit 20 Jahren bestehenden Maßnahme handle. Denn die Erfahrungen in den Innergürtelbezirken seien positiv. "Umso wichtiger wäre es gewesen, dass man diese Diskussion rechtzeitig geführt hätte. Aber das hat keinen Sinn mehr, da jetzt herumzuraunzen", befand Häupl.

Kritikpunkten sei Rechnung getragen worden

Eine Volksbefragung dazu lehnt er weiter ab: "Was so rasend demokratisch daran sein soll, dass Simmeringer, Donaustädter oder Favoritner über eine Parkpickerlzone in Ottakring entscheiden sollen, das wird man mir auch erst erklären müssen." Zudem gebe es verfassungsrechtliche Bedenken zur von der Opposition geforderten Fragestellung. Den inhaltlichen Kritikpunkten, so betonte er, sei Rechnung getragen worden: "Wir haben wesentliche Gebietsteile herausgenommen, haben die Zeit verkürzt und den Preis gesenkt."

"Ich halte eine Verstärkung der Elemente der direkten Demokratie für notwendig, ohne die parlamentarische Demokratie aushebeln zu wollen. Das sind ja ergänzende kommunizierende Gefäße und nicht einander widersprechende", erklärte der Bürgermeister. Er verwies auf die im kommenden Jahr geplante Volksbefragung - in der es nicht nur um Verkehrsthemen gehen soll. Welche Themen sonst noch Gegenstand werden, verriet Häupl noch nicht

"Singuläre Meinung der Frau Petrovic"

Auch auf den Vorschlag der niederösterreichischen Grünen, dass Wiener nun im Umland Wiens fürs Parken zahlen sollen, ging er nicht näher ein: "Das ist eine singuläre Meinung der Frau Petrovic (Klubobfrau der Grünen, Anm.). Welche Rolle sie in Niederösterreich spielt, ist zweifelsohne an den politischen Kräfteverhältnissen abzusehen." Sein direkter Ansprechpartner sei Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP). Dieser sei von der Maßnahme zwar auch nicht rasend begeistert, habe jedoch Verständnis geäußert.

Das Verhältnis zum grünen Koalitionspartner in Wien sei weiterhin gut, versicherte er. Anderslautende Meldungen hätten mit einer "bestimmten Strategie" zu tun, nämlich jener der ÖVP, im kommenden Nationalratswahlkampf vor Rot-Grün zu warnen. Darum habe die Bundes-ÖVP auch nicht zulassen können, dass die Wiener ÖVP in Sachen Parkpickerl zu einer Einigung mit der Stadtregierung kommt: "Mir tut es nur leid, dass die Wiener ÖVP nicht mehr Wiener Eigenständigkeit bewiesen hat. Aber das ist ihre Entscheidung, ich nehme es zur Kenntnis."

Keine Wahlkampftipps von Häupl

Dass die Parkpickerl-Querelen ein Dämpfer für eine rot-grüne Zusammenarbeit im Bund werden könnten, glaubt Häupl nicht. Dies würden nur "schlichte Gemüter" so sehen: "Ich wiederhole den Satz: Lieber streite ich mit den Grünen über Verkehrsthemen als mit den Schwarzen über Bildungsthemen. Weil die Frage der Bildung ist die Zukunftsfrage dieses Landes. Ob in Bezirksteilen das Parkpickerl entsprechend verlängert wird, ist für die Geschichte wirklich wurscht."

Fahrrad-Nummerntafeln "interessante Idee"

Der Wiener Bürgermeister sprach sich dafür aus, über Nummerntafeln für Fahrräder nachzudenken. "Ich halte das für eine interessante Idee, die man nicht so schnell verwerfen sollte." Er höre immer wieder Klagen über Radler insbesondere von älteren Menschen. "Ob eine Nummerntafel ein geeignetes Instrumentarium zur Bekämpfung dieser Missstände ist, da will ich mich zur Stunde nicht festlegen. Ich würde sagen, man sollte drüber nachdenken", befand Häupl.

 

Das Radkennzeichen könnte, so war zuletzt bereits gemutmaßt worden, bei der für Anfang kommenden Jahres in Aussicht gestellten Volksbefragung ein Thema sein. Das bestätigte Häupl nicht: Er wolle über die Fragestellungen noch keine Auskunft geben, betonte er. Eine Nummerntafel für Fahrräder ist eine langjährige Forderung der FPÖ. Grüne, ÖVP und auch die SPÖ haben eine derartige Maßnahme bisher abgelehnt.

Keine Wahlkampftipps an Faymann

Ob die SPÖ im Bundeswahlkampf auf Rot-Grün setzen sollte? "Ich möchte dem Bundeskanzler (Werner Faymann, Anm.) keine Ratschläge erteilen. Das brauchen wir auch nicht, wir kennen uns 30 Jahre", begründete Häupl seinen Verzicht auf Wahlkampftipps.

Probleme sieht das Stadtoberhaupt derzeit für die FPÖ. Der Fall Graf und die derzeitige Entwicklung in Kärnten hätten der Partei geschadet. "Das wirft ein deutliches Sittenbild auf die berüchtigten sechs Jahre, in denen die FPÖ an der Regierung beteiligt war." Sie habe sich in dieser Zeit auf unverschämte Art und Weise am Staat bedient: "Dass es der FPÖ immer noch zu gut geht, steht außer jeden Zweifel. Offenbar werden an die FPÖ andere Moralansprüche gestellt." Eine Zusammenarbeit mit den Blauen lehnte Häupl einmal mehr ab.

(APA)

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236 Kommentare
 
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Gast: Niatsirhc
01.08.2012 16:16
0 0

10. Bezirk

Ich frage mich immer wieder, warum der 10. Bezirk nicht parkbewirtschaftet werden muss, weil bei mir (200 m zur U1 Keplerplatz) gibt es ein massives Parkplatzproblem und lästigen Parkplatzsuchverkehr.
Das würde aber wohl zuviele RotInnen zu den BlauInnen treiben. Aber gut, so wird das Problem einfach verlagert und man erzeugt in weiteren Gebieten wiederum "Probleme", die man in weiterer Folge wieder mit Gebühren lösen kann.

GRATULATION Hr. Bürgermeister!

Gast: Poskrebyshev
30.07.2012 12:39
1 0

Juhuuuuu! Jubel!

Wieder mehr Kohle durch die "Parkraumverwirtschaftung" für mehr SPÖ Cross-Border Leasing Geschäfte, welche die Fr. Brauner und ihre linken KonsortInnen dann in den Roten Sand setzen können!

“Danke” liebe Un-Sozialistische Partei Österreichs und “danke” an die grünlichen ErfüllungsgehilfInnen!

Bald sind Wahlen! Gehen wir auch hin!

Antworten Gast: Sarah Mandelstamm
30.07.2012 15:30
1 0

Re: Juhuuuuu! Jubel!

Jedenfalls muß das System "Rotes Wien" zerbrechen und all die linken malversationen und bis dato unter den Teppich gekehrten MEGA-Skandale aufgearbeitet werden. Sollte jemals die wahren Details der Stadtbudgets öffentlich werden, wird die SPÖ in Wien unter die 5% Marke (ge)fallen...
Dann sind Konsum, BAWAG, und Proksch nur noch Volksschularbeiten in der großen Korruptions- und Betrugsschule.

Der Fehler...

...liegt nicht in der Kommunikation, sondern im ganzen Konzept und obendrein im Demokratieverständnis dieser Leute!

Gast: Jose Mario Branca
27.07.2012 23:34
2 0

Nummerntaferl für Politiker

Fordere ab sofort Nummerntaferl für Politiker, eine blöde Meldung dann ist ein Jahresgehalt fällig. Mein Gott was sind das für Affen, die loten einfach aus wie weit Sie die Bevölkerung drangsalieren können

Gast: justerix
27.07.2012 22:35
2 0

Nummerntafel für Radfahrer sind wegen des

hohen Verwaltungsaufwandes nicht machbar.Die Polizei sollte bei Verstößen gegen die StVO
streng durchgreifen; das würde schon reichen.

1 1

Re: Nummerntafel für Radfahrer sind wegen des

Welche Polizei ? die sind doch auf den Straßen Wiens so gut wie unsichtbar.
Außer bei Demos und den Weg zum Futter holen.

Gast: Defender
27.07.2012 20:47
2 1

Da wird mir der Häupl

doch glatt ein wenig sympathischer, wenn auch auf niedrigem Niveau.

Mit den Taferl muss natürlich eine Straßenverkehrsabgabe kommen. Zweckgebunden um Radwege zu errichten, die dann auch verpflichtend zu benutzen sind.

5 1

Unsere Beamten sind doch jetzt schon restlos überfordert, wer bitte

soll denn bei dieser Schnapsidee den bürokratischen Kram erledigen?
Welch lächerlicher Einfall, Herr Bürgermeister!

Gast: c8
27.07.2012 14:11
8 0

Immer Verzweifelter ...

...versucht einer der letzten roten Landfürsten von den Problem in Bund und Land abzulenken.

Ist doch perfekt, wenn sich das Volk über Nummerntafeln für Radler, Hunde und Katzen streitet. Ansonsten könnten die Wähler noch auf die Idee kommen sich mit steigenden Steuern und Gebühren, Freunderlnwirtschaft, einer gekauften Justiz und ins Ausland verschenkte Milliardenbeträge zu beschäftigen. Und das wird ja hoffentlich niemand wollen.

Gast: Rebbe Friedman
27.07.2012 13:40
6 0

Es wird Zeit für Neuwahlen in Wien! Occupy Rathaus!


Gast: Burgenländer
27.07.2012 13:08
7 0

Provinz-Radfahrer ?

Wenn ich mit einem Fahrrad zB aus dem Burgenland komme, habe ich keine Nummerntafel. darf ich denn das? Wie lange kann ich damit in Wien fahren?

Antworten Gast: Franz B.
27.07.2012 22:03
0 0

Re: Provinz-Radfahrer ?

Gar nicht- wenn sie als Verkehrsteilnehmer in eine andere Stadt/Land kommen, müssen sie sich an die gesetzlichen Bestimmungen halten. Oder glauben sie, es interessiert einen französischen Polizisten, ob sie aus dem Burgenland sind, wenn sie zu schnell unterwegs sind?

Budgetsanierung durch Radfahrer

Am Anfang kommen die Nummertafeln mit Bundeslandkennzeichnung. Mit Wunschkennzeichen bitte.
Dann eine jährliche technische Überprüfung.
Ein Parkpickerl wäre auch noch wünschenswert.
Und was halten sie von einer Fahrradhaftplichtversicherung?

Die Nummertafelhersteller haben wieder einen Aufschwung.
Und einige zusätzliche Beamte werden für die zahlreichen Lenkererhebungen benötigt.

Mit der Unterstützung der Grünen können sie sicher rechnen Herr Häupl.

Gast: Azi Aslanov
27.07.2012 12:15
9 0

Machen wir die GRÜNLICHEN zur 3% Partei in Wien! Wer macht mit?


Gast: K. K. Rokossovskiy
27.07.2012 12:13
9 0

Machen wir die SPÖ zur 17% Partei in Wien! Wer macht mit?


Antworten Gast: globetrotterneu
27.07.2012 20:58
3 0

Re: Machen wir die SPÖ zur 17% Partei in Wien! Wer macht mit?

ich sofort.

Gast: Für mich denkt Stalin!
27.07.2012 12:11
10 1

Ruhig bleiben friends!


Ist doch nur ein durchsichtiger Rauchschleier der SPÖ und KonsortInnen, um von dem PARKPICKERLDESASTER der ROTEN und GÜNLICHEN abzulenken

KEIN kostenpflichtiges PARKPICKERL in Wien!!!
Freie Fahrt für freie Bürger!

Gast: Anti-Rotfront
27.07.2012 12:09
0 0

flashmob ANTI-Parkpickerl, Freitag 27.2.2012, 12.00h Rathausplatz


lol

Lösung für geistig angeknackste Politiker_innen:
Absetzen und junge Erwachsene rein. Dann gibt es zumindest nicht mehr ganz so dämliche Ideen. ;-)

Gast: Quästor
27.07.2012 11:56
1 1

Was kostet denn das?

...und wen verärgert er damit hauptsächlich? Sicher nicht SEINE Wähler.

4 0

Gibt es eigentlich eine Statistik darüber,

wieviele Radfahrer zB Unfälle verursacht haben bzw wieviele Menschen von Radfahrern verletzt wurden?

Antworten Gast: gäst
27.07.2012 19:52
1 0

Re: Gibt es eigentlich eine Statistik darüber,

Realistischerweise gar keine.

Gast: Kamenev
27.07.2012 11:52
6 1

Und auch heute wieder U-Bahnausfall!

Diesmal ist erneut die U-4 zusammengebrochen – ein schadhafter Zug – der in der Rossau ausgefallen ist und erneut den zahlenden Fahrgästen tausende Stunden an unnötiger Stehzeit beschert hat.

Gott beware uns davor, daß auch nur 10% der Autofahrer auch noch auf die ohnehin schon hoffnungslos überlasteten Öffis umsteigen.
U-Bahnen (Proletenschlauch), Klingelwurm und Co. völlig hoffnungslos mit linken Gratis-Propagandablättern "HEUTE" und "Österreich" (DANKE Presseförderung!!), leeren Bierdosen, etc. verdreckt; ständig bricht irgendeine U-Bahnlinie zusammen, wobei zig-tausende Stunden der Fahrgäste verlorengehen. Eine einzige Katastrophe, wie Wien und seine Anlagen und Institutionen von den ROTEN herabgewirtschaftet wurden...

Darum muß der Individualverkehr - inklusive freien Parkplätzen - seine Stellung behalten! Andernfalls droht völliges Chaos verursacht durch die Un-Sozialistische Partei Österreichs und ihre grünlichen ErfüllungsgehilfInnen!

Antworten Gast: Aaron Feigenbaum
27.07.2012 12:08
4 0

Re: Und auch heute wieder U-Bahnausfall!

Wiener Verkehrsbetriebe werden jeden Tag VERTRAGSBRÜCHIG!
Und zwar tausendfach!

Wenn es darum geht die Tickets der Fahrgäste zu kontrollieren, wird ein immenser Aufwand getrieben anstatt die Cross-Border geleasten U-Bahnen, etc. in gutem Zustand zu halten.

Folglich werden uns Öffifahrern tagtäglich zig-tausende Stunden an unnötiger Wartezeit aufgezwungen, weil wieder ein schlecht oder gar nicht gewarteter Zug kaputtgegangen ist. Also können die Wiener Linien Ihren Beförderungsauftrag, für den sie im Voraus kassieren nicht erfüllen und werden somit TAUSENDFACH VERTRAGSBRÜCHIG! Den Schaden haben wir kleinen Untertanen durch unsere linken "ObertanInnen" und ihre grünlichen ErfüllungsgehilfInnen.

Danke liebe (Un)Sozialistische Partei Österreichs!!! Danke Don Promillo!! Danke Fr. Brauner!!

Antworten Antworten Gast: Faron Aeigenstrach
27.07.2012 18:28
0 0

Re: Re: Und auch heute wieder U-Bahnausfall!

"werden Tausendfach vertragsbrüchig"
Das ist schlicht und einfach unwahr.

Ihr obiges Posting ist aber ein bisschen wahr. Mit so was wie ihnen will sich wirklich niemand die Öffis bleiben. Bleiben sie bitte im Privaten und lassen sie die Wienerinnen und Wiener in Ruh.

 
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