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Michael Häupls Kampf gegen die Radfahrer

28.07.2012 | 17:16 |  von Martin Stuhlpfarrer (Die Presse)

Wiens Bürgermeister kann sich Einschränkungen für Radfahrer vorstellen. Häupl hat damit eine kontroversielle Debatte angestoßen. Das reißt Gräben auf – nicht nur innerhalb der rot-grünen Koalition.

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Der Vorstoß kam überraschend und völlig unvermittelt. „Ich halte das für eine interessante Idee, die man nicht so schnell verwerfen sollte“, sprach Bürgermeister Michael Häupl über die derzeit wieder kursierende Idee von Nummerntafeln für Radfahrer. Denn Rücksichtnahme im Verkehr sei nicht nur etwas, das einigen Autofahrern abhanden gekommen sei, sondern „durchaus auch einzelnen Radfahrern“. Er höre immer wieder Klagen über Radler, insbesondere von älteren Menschen. Deshalb sollte man über die Einführung von Nummerntafeln für Radfahrer nachdenken, um das Problem in den Griff zu bekommen.

Mit diesen Aussagen hat Häupl eine kontroversielle Debatte angestoßen. (Nicht nur) Wien diskutiert über rücksichtslose Radrowdys, über Radfahrer, die illegal gegen die Einbahn und auf dem Gehsteig fahren – und wie dieses Problem in den Griff zu bekommen sei. Verkehrsministerin Doris Bures zeigte sich skeptisch – es wird allerdings der Ständige Unterausschuss „Radverkehr“ des Verkehrssicherheitsbeirates des Ministeriums mit dieser Causa betraut. Diese Experten werden sich im Herbst treffen, und nochmals über die Idee diskutieren. Denn die Einführung von Nummerntafeln für Radfahrer würde eine Änderung der Straßenverkehrsordnung bedingen – also eines Bundesgesetzes.

In jedem Fall ist Häupls Vorstoß ein Affront gegenüber dem grünen Regierungspartner – dieser will die Einschränkungen für das beliebte Fortbewegungsmittel seiner Kernwähler um jeden Preis verhindern. Die Grünen stellten sich daher postwendend gegen Häupl: Nummerntafeln für Radfahrer seien „keine sinnvolle Maßnahme“.


»Kluger Schachzug«. Innerhalb der SPÖ wird Häupls Vorstoß von nicht wenigen Genossen aber positiv aufgenommen: „Wenn sich diese Radfahrerdiskussion gut entwickelt, lenkt sie hoffentlich von den Problemen bei der Erweiterung der Parkraumbewirtschaftung ab“, ist in SP-Kreisen zu hören. „Das war ein kluger Schachzug von Häupl.“ Denn auch Radfahren sei in Wien sehr emotional besetzt – und der Vorstoß ein gutes Ablenkungsmanöver von der Parkpickerl-Ausweitung.

Nicht wenige Genossen nehmen die Wortmeldung Häupls auch aus anderen Gründen mit Genugtuung auf – weil der Bürgermeister damit dem Koalitionspartner Grenzen setzt. Der Hintergrund: Gerade in den großen SP-Flächenbezirken sind die Vorbehalte gegen den grünen Regierungspartner in den vergangenen Monaten wieder massiv gestiegen. Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou vergraule mit ihrer autoritären, autofeindlichen Politik SP-Wähler, die zu den Freiheitlichen wechseln würden, lautet dort ein oft gehörter Vorwurf. Manche Genossen haben in diesem Zusammenhang den Eindruck, die SPÖ lasse sich von den Grünen viel zu viel gefallen.

Derzeit kursiert das Gerücht, Nummerntafeln für Radfahrer könnten eine der Fragen bei der angekündigten Volksbefragung Anfang 2013 sein. Damit könnte man ein Radfahr-affines Klientel mobilisieren – das gleichzeitig für das rot-grüne Parkpickerlmodell (das dann ebenfalls vorgelegt wird) stimmt, meint ein SP-Mann.

Der Häupl-Vorschlag sorgt auch für ein Zerwürfnis innerhalb der ÖVP. Für VP-Chef Manfred Juraczka wäre das eine „erneute Abzocke“, die für unnötig viel Bürokratie sorgen würde. Außerdem seien Nummerntafeln für Radfahrer in der Schweiz wegen mangelnden Erfolgs erst kürzlich wieder abgeschafft worden. Die streitbare City-Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel stellt sich hier gegen ihren VP-Obmann: Immer wieder komme es zu Unfällen und gefährlichen Situationen durch rücksichtslose Radfahrer. Deshalb sei „Häupls Vorschlag zu begrüßen.“

Radverkehr

Vier Prozent der Wege werden in Wien per Fahrrad zurückgelegt. Zum Vergleich: In Vorarlberg sind es 15 Prozent.

6000 Radfahrer werden in Spitzenzeiten pro Tag am Wiener Ringradweg gezählt. Durchschnittlich sind es 2800.

Um sechs Prozent ist die Zahl der Wiener Radfahrer im ersten Halbjahr 2012 im Vergleich zum Halbjahr 2011 gestiegen. Das Netz umfasst 1220 km.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.07.2012)

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293 Kommentare
 
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Antworten Gast: Herbert Fux
30.07.2012 16:26
4 3

Re: Radkennzeichen BITTE möglichst bald!

Zahlen Sie die Kosten?

Re: Radkennzeichen BITTE möglichst bald!

sie sind sicher der erste, der über die steigende zahl an autos und sinkende zahl an freien parkplätzen, klagt.

Antworten Gast: morten
30.07.2012 12:07
4 4

Re: Radkennzeichen BITTE möglichst bald!

Begründung?

Wie groß sollte Ihrer Meinung nach das Kennzeichen sein, gilt es für alle Räder (Mountain-, Citybike, Rennrad, Klapprad, etc..), wie groß ist der bürokratische aufwand, wie hoch der erzielte erfolg?
was kann man von den erkenntnissen aus der schweiz mitnehmen?

Lass uns das mal ganz einfach ausdiskutieren..

8 3

Re: Radkennzeichen BITTE möglichst bald!

und verpflichtende Versicherung sowie ärztliches Atest, ein auf zwei Jahre bedingter Rad-Führerschein und schon bringt man wieder mehr Leute zum Autofahren. Gratulation Rück- statt Fortschritt.

6 4

Re: Re: Radkennzeichen BITTE möglichst bald!

Daß mehr Leute am Drahtesel hampeln sollten, ist auch nur eine Schwachsinnsidee der grünen SUV- und Audi-Quotentussenfraktion.

Denn die tun das nicht. Das ist nur für die billigen Plätze.

Re: Re: Re: Radkennzeichen BITTE möglichst bald!

wie herablassend sie doch sind. es gibt leute, die leben gerne gesund, auch wenn sie sich einen egoistischeren, bequemeren und ungesünderen lebensstil leisten könnten.

und nur weil grüne auch autos nutzen, sollen das andere auch, bzw. sollen radfahrer motiviert werden aufs auto umzusteigen?

wenn politische entscheidungen nur gefällt werden dürfen, wenn man sie als politiker selbst auch vorlebt, wo wären wir dann?

dann müsste in kärnten anarchie ausbrechen und jeder nimmt steuergelder, solange es noch welche einzustecken sind - so lange kärnten nicht illiquide ist..

0 1

Re: Re: Re: Re: Radkennzeichen BITTE möglichst bald!

Das ist nicht Herablassung. Das ist Verachtung. Und was ich von Pseudoheiligen halte, haben wir schon durch.

Re: Re: Re: Re: Re: Radkennzeichen BITTE möglichst bald!

na dann will ich an ihrem bild nicht arbeiten, es nicht korrigieren.

bewussten vorurteilen kann man nichts entgegnen…

Gast: biersauer
30.07.2012 08:24
7 0

Eine gspritzte Grüne Veltliner Idee!

Hat er sich ja eigens einen eigenen Radbeauftragten ins Hinterzimmer bestellt, der könnt ihn notfalls auf der Stange nachhause radeln, wenn er schon genug intus hat.

alermeist sind es die Autofahrer, die dann und wann radfahren

sie fahren rad, wie sonst auto.

Re: alermeist sind es die Autofahrer, die dann und wann radfahren

so schnell?

häupl kämpft keineswegs gegen radfahrer

sondern sondert nur undurchführbare und nicht ernst gemeinte alibivorschläge ab, um von seinem parkpickerlraubzug abzulenken.

Re: häupl kämpft keineswegs gegen radfahrer

Parkpickerl UND Radkennzeichengebühr - das läßt die Kasse klingeln.
Jeder gegen jeden, am Ende brennen alle und der Michi lacht sich eins, der Schlaumeier.
Prost Genossen.

Gast: Michl H. & die Roten Stadtmusikanten
29.07.2012 22:24
3 0

NA, mir werden uns was von den Bloshaperten sagen lassen!

Bei Politik glauben gleich alle mitreden zu können.
Dabei schaffen die meisten nicht mal einen Steuerausgleich. Oder einen Fahrschein zu lösen.
Also, wir machen das schon. Brauchts uns nur zu wählen, den Rest zu eurem Glück machen wir!

Gast: krambambuli
29.07.2012 21:58
6 0

Von mir aus Nummertafeln. Aber um das geht es euch ja nicht! Es geht euch ums kassieren. Nicht nur die Radfahrer

wenn ich und meine Frau ein Handzeichen für links abbiegen gebe. Trotz allem überholt uns links noch ein Autofahrer. Was soll mann dazu noch sagen. Habe das gesten schon geschrieben wurde aber nicht eingeblendet. Da gehören Höhere Strafen für die Autofahrer. Auch Höhere Strafen für Radfahrrowdys. Am meisten muss ich Feststellen beim Radfahren das die mit dem Handy grad telefonieren so knapp vorbeifahren das es einen al Radfahrer fast umhaut. Ist zwar verboten wird aber nicht wirklich bestraft. Zuerst muss immer eerst was passieren dann wird bestraft. Ein Fußgänger Radfahrer ist gegenüber den Autofahrer ausgeliefert. Nur mit 30 Km/h kann der Radfahrer oder Fußgänger mit dem auto schwer verletzt werden. An Schlimmeres will ich gar nciht denken.

Gast: Hollandrad
29.07.2012 21:53
3 1

Nummerntafeln für "Verkehrtplaner"

Ich schlage vor, dass jene Nummerntafeln umgehängt bekommen, die dafür verantwortlich sind, dass in Wien –zig Kilometer an Gehsteigen mit der größten Unverfrorenheit als „Radweg“ oder „Geh- und Radweg“ beschildert wurden. Weitere Nummerntafel-Kandidaten sind jene, die dafür gesorgt haben, dass Radfahrer solche gefährlichen Machwerke Kraft Gesetzes statt der Fahrbahn befahren müssen.

1 0

Re: Nummerntafeln für "Verkehrtplaner"

Ja der Erfinder der """Geh/radwege""" muß ja überhaupt aus der Anstalt entsprungen sein.Bestes Beispiel die Unterführung der Gudrustraße zur Schlechtastrasse da ist bei einer Breite von ca.1,m doch der Rad/gehweg aufgepinselt.
Zum Glück fährt dort und geht auch keiner von einem Sicherheitsabstand haben die Verantwortlichen sicher noch nie etwas gehört.

Gast: Gabi Kleesadl
29.07.2012 20:23
3 4

Wie soll das funktionieren?

Wie wird dann mit Radfahrern verfahren, die aus Gegenden ohne Kennzeichnungspflicht nach Wien fahren?

Was macht der Radfahrer, der aus dem niederösterreichischen Umland nach Wien fährt (z. B von Gross-Enzersdorf nach Essling, oder von Gerasdorf nach Leopoldau)?. Oder internationale Radtouristen, die auf dem Donauradweg Österreich durchqueren. Sollen diese Leute Wien umfahren oder ihr Rad an der Stadtgrenze stehen lassen, weil sie keine Kennzeichnung haben?

Ich würde mir endlich regelmäßige Planquadrataktionen an den Hotspots des Radrowdietums wünschen. Wer am Ringradweg vorgegebene Begrenzungen nicht respektiert, mit einem Tempo als ob es um den Sieg der Tour de France ginge, mit nicht funktionierenden Bremsen oder gar nicht erst vorhandenen Bremsen fährt, soll gleich mal einige Hunderter blechen. Da wird die Moral schon besser werden (genauso wie jetzt seit den strengeren Kontrollen die Zahl der Schwarzfahrer abnimmt).

Ansonsten wünsche ich mir, daß noch viele Leute mit Freude auf das beste, gesündeste und billigeste Nahverkehrsmittel umsteigen, welches in den letzten 200 Jahren erfunden wurde. Körper und Geist werden es uns lohnen. Und innerhalb eines Bereichs von 5 Kilometern gibt es nichts schnelleres und unkomplizierteres als das Fahrrad.

0 0

Re: Wie soll das funktionieren?

geht ja auch nicht. Ganz Österreich oder gar nicht. Verkehrswesen ist Bundessache.

Antworten Gast: Der Steuerzahler
29.07.2012 23:21
2 0

Keine Aufregung

Das wird nicht funktionieren, und alle Beteiligten (naja, vielleicht jetzt ned die Stenzel) wissen das auch.

Antworten Gast: HGM
29.07.2012 21:10
3 2

Re: Wie soll das funktionieren?

Die können sich Jahres-/Monats-/Wochen-/Tagesnummern kaufen. diejenigen, die von auswärts kommen, da sehe ich kein Problem.

3 0

Re: Re: Wie soll das funktionieren?

das Problem haben Sie bereits erkannt: "kaufen". Sprich ALLE Radfahrer werden zur Kasse gebeten.

Gast: Pirats off the caribbians
29.07.2012 19:57
0 1

It can only give one!

There's no place for 2 idiots on the streets!

10 0

Ich bin weder Auto- noch Radfahrer,

... aber ich habe den Eindruck, dass der einzige politische Erfolg unserer glorreichen rot-grünen Wiener Stadtregierung in puncto Verkehrspolitik das gegenseitige Ausspielen der einzelnen Verkehrsteilnehmer ist.

Bürgerkrieg am Zebrastreifen.

2 0

Re: Ich bin weder Auto- noch Radfahrer,

Ja und die GRÜNEN die ja sonst gegen jede Hetze sind machen fleißig mit .

Gast: Halbwissen
29.07.2012 18:46
5 0

Ja sollen wir alle so blad und versoffn werden wie der Häupl ?


Gast: UKW
29.07.2012 18:30
5 0

Was wird denn einen Nummerntafel kosten?

Und wird in weiterer Folge auch ein Parkpickerl für Radfahrer angedacht?

Und soll man künftig einmal pro Jahr das Fahrrad beim Magistrat vorbeibringen, um gegen Gebühr eine Begutachtungsplakete zur Straßenverkehrtauglichkeit abzuholen?

Bitte um Angabe der jährlichen Kosten für diese neuerliche Abzockaktion der Häupl-SPÖ? Gerne auch im Gegenwert von Gspriitze oder Krügerl, falls die Antwort von "oberster Stelle" kommen sollte.

der ausgfr....ne

alko sollte sich in die pense trollen!

Gast: Ein alter 73j Radfahrer.
29.07.2012 18:23
3 1

Amsterdam.

Der Fahrradanteil liegt in Amsterdam bei ca. 80% Radfahrer ohne Kennzeichen.

Eines ist dabei zu sagen, bei längerer Betrachtung kann man sehen, vor allem auf exponierten Stellen, das die "Mehrheit" diszipliniert unterwegs ist. Wahnsinnige gibt es überall. Nur (aus eigener Wahrnehmung) beim Stop durch die Polizei gibt es keine minutenlangen Diskussionen.

An den exponierten Stellen, den Radabstellplätzen, dem Zustand der Räder kann die Radkultur einer Stadt größtenteils erfasst werden. Ich frage mich wieso dem Gesetz entsprechend nahezu kein Radfahrer bei Gefahr im Verzuge die „Radglocke“ benutzt.

Re: Amsterdam.

Radglocke benutzen kann in Wien halt mit hoher Wahrscheinlichkeit bedeuten, dass der 3er BMW stoppt und zwei dunkelhaarige Herren mit südosteuropäischem Einschhlag aussteigen. Wenn Sie dann schnell sind, kann das Ganze noch gut für Sie ausgehen, sonst halt nicht.

Nichtbenutzung der "Radglocke"

Weil sie über Siebzigjährige zumeist nicht mehr hören!

Antworten Antworten Gast: Ein alter 73j Radfahrer.
30.07.2012 12:44
1 0

Re: Nichtbenutzung der "Radglocke"

Was sicherlich manchmal zutrifft. Nur ein körperliches Gebrechen ist mir lieber als ein geistiges Gebrechen wie Ihr Beitrag zeigt.

Ihr geistiger Zustand wird Ihnen sicherlich mehr Mühe machen als für mich mein körperlicher Zustand. Was ich daran erkennen kann, dass es sich ihrer Kenntnis entzieht, das ältere Menschen Hörgeräte nutzen und beim Radfahren auch diese aus Gründen des Verantwortungsbewusstsein tragen.

Gute Idee!

Und gleich konsequent weiterdenken!
Für jeden Fussgänger einen Nummernanstecker um etwaiges Fehlverhalten sofort dokumentieren zu können. Allen Hunden wird eine Erkennungsnummer ins Fell rasiert um diese Hundstrümmerlproduzenten auf der Stelle identifizieren zu können.
Inline-Skater und Einradfahrer haben ein Schild mit ihren Daten vor sich her zu tragen.
Das Tätowieren von Verbrecherzinken auf der Stirn von Straftätern sollte, wie es ja auch im Mittelalter üblich war, unverzüglich wieder eingeführt werden.
Auch die Kennzeichnung von Minoritäten religiösen Ursprungs ist empfehlenswert. (Armbinden etc.)
Dagegen sollte die Kennzeichenpflicht für Kraftfahrzeuge abgeschafft werden.
Das sind nur einige Ideen die dem Wastl bei einem Heurigenaufenthalt nach 6 Vierteln Veltliner so einfallen!

Re: Gute Idee!

Ein Minus dafür, daß Sie Ihre gute Hundstrümmerlidee selber ins Lächerliche ziehen.

Re: Gute Idee!

so sieht`s aus
kommt sowieso der implantierte Chip
der enthält unter Anderem auch gleich eine Einzugsermächtigung für Bußgeld
Bargeldlos und ganz bequem

Gast: Ein ehemaliger 73j Radfahrer.
29.07.2012 18:15
7 2

2010 furh ich in den Sommermonaten ca. 2.700 km durch Europa.

Es ist unglaublich wie rücksichtslos und verantwortungslos sich Radfahrer durch den Verkehr bewegen. Gegenüber der Polizei werden alle nur möglichen Rechtfertigungs genannt warum man das Gesetz verletzen musste.

Heißt das nicht, wenn ich gegen die Nummerntafeln bin habe ich "Böses" vor oder möchte "nicht erwischt" werden. Wenn ich mich an die Gestze halte kann mich die "Erkennung" nicht stören.

Festzuhalten ist auch, das in Belgien die "Mopeds" KEINE NUMMERNTAFELN haben. Bei auslandsfahrten muss eine "Kennzeichentafel" gelöst werden und angebracht.

Re: 2010 furh ich in den Sommermonaten ca. 2.700 km durch Europa.

Ja, aber nicht mit dem Fahrrad!
Und hoffentlich nicht als Lenker eines Autos!
Es ist nämlich bekannt, dass Lenker über 70 überproporzional in der Geisterfahrerstatistik vertreten sind. Nach der europäischen Unfallstatistik sind über Siebzigjährige bei Unfällen mit Personenschaden mit hohen Prozentzahlen beteiligt.
Was Ihre Radfahrkarriere betrifft, nehme ich an, dass sie sich nur beruflich manifestierte.
Nach oben buckeln, nach unten treten.

Antworten Antworten Gast: Ein ehemaliger 73j Radfahrer.
30.07.2012 07:29
4 0

Re: Re: 2010 furh ich in den Sommermonaten ca. 2.700 km durch Europa.

Kokolores. Derartige dümmliche Inhalte sind nicht zu beantworten.

Antworten Antworten Gast: Huch
29.07.2012 21:12
3 0

Re: Re: 2010 furh ich in den Sommermonaten ca. 2.700 km durch Europa.

Wenn schon Statistiken zitieren, dann bitte vollständig. Und da ist Fakt, das Jugendliche zwischen 18 und 23 bei Unfällen mit Personenschäden an erster Stelle stehen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Ein ehemaliger 73j Radfahrer.
30.07.2012 07:36
3 0

Re: Re: Re: 2010 fuhr ich in den Sommermonaten ca. 2.700 km durch Europa.

Noch immer entscheidet der Mensch und Verkehrsteilnehmer allein egal in welcher Altersgruppe egal welcher Lebensbereich ob er "ein Fall" für die amtliche Statistik ist. Auch junge Menchen.

Ich hoffe es übersteigt nicht ihr Begriffsvermögen das es Verkehrsteilnehmer gibt die 55 Jahre bereits ohne nennenswerte Unfälle unterwegs sind und in ihrer Geschäfts- Berufstätigkeit nicht nur mit Flug/Bahn sondern mit dem Auto quer durch Europa "Millionen KM" zurückgelegt haben.


Gast: Luser
29.07.2012 18:12
6 0

Rad - Nummerntafel

ich will
W Spritzweinmichl1

na hoffendlich,

vor jahren auf der regenbogenparade, gehsteig auf der alle beim stubentor ein radfahrer rast durch die menge, vor mir ein kleines kind, hätte ich es nicht am kragen gepackt und zu mir gerissen wäre dieses jetzt tot. ich fahre selbst rad und komme mir blöd vor wenn ich nicht über den gehsteig fahre, nicht wenn der radweg bei der ampel aus ist und es rot ist, und ich vom rad steige, ja da kommt man sich blöd vor, wenn man nicht gegen die einbahn fährt, sich mit dem tempo an die verkehrsverhältnisse anpasst, sich nicht an den stehenden autos vorbeidrängelt, und wenns nicht anders geht schnell mal auf den gehsteig hüpft und am gehsteig weiter fährt, ja da kommt man sich verdammt blöd vor.

Jeder...

...kommt sich bei etwas anderem blöd vor.
Ich zum Beispiel, wenn ich anstelle von "hoffentlich", "hoffendlich" schriebe!
Auch blöd käme ich mir vor, ginge ich zur "regenbogenparade".

Re: Jeder...

des is ols??? a fard, a fahrad hob i gmant.

4 0

Es lebe das Sommerloch...

...hamma keine anderen Sorgen?

Wie sich Verkehrsteilnehmer zu benehmen haben, steht in der StVO - und die müsste einfach nur angewendet werden. Der Lerneffekt wäre wesentlich höher und so nebenbei täte die Kassa auch klingeln.
Ein Rad-Taferl würde in Wien nur zum blechernen Ablasszettel verkommen.

insbesondere

bei älteren Menschen hinter dem Steuer hochgezüchteter PS Maschinen ,halte ich als Radfahrer soweit wie möglich einen Respektsabstand
was einem da in die Quere kommt ist teils lebensgefährlich

Gast: Sergo Kirov
29.07.2012 17:00
8 2

Es wird Zeit ...

... für ein li.nk.es V.E.R..B.O.T...S.G..E.S.E.T.Z!
PS: Hier herr.scht schli.mms.te Z.E.N.S.U.R.

Gast: I frog mii hoit immer wieder, wo treibt sich der Häupl überhaupt as gounze Joa herum? Huckt der nur im prähistorischen ratouhausigem Staanahaufen?
29.07.2012 16:42
8 0

Wo versteckt sii der vor uns? Wo schleicht der durch die Gegend?

I bastl´ eahm demnächst a fahruntaugliches Radl. Ans zum absoluten Nulltarif. Und wenn er sii damit dastesst und dabei aufm Trottoir bauchfleckig-hingebungsvoll-anschmiegsam londat. Wäu de von mir in Kumpanei mit da Krautwaschl Mitzi (mei heißgeliebte Huaterin aus der Naglergossen) angsagltn Spaachen reihenweise den Geist aufgebn, stehen die Mitzi und i mit an geleasten Fiakazeigl, wia gounz zufällig parat. Packen den Michi beim Schlafittchen und befördern eahm mit an strammen Schwung ins Zeigl. Bleibt a zahnlose Alte stehn: I wöö imma ROT issa jetzt tot? Hupft der Michi wia pumperlgsund aus dem Fiakaa. Rennt um die nächste Hausecken und karamboliert duat mit an Rotweila. Der Michi fletscht die Zähnd, der Rotweiler fletscht die Zähnd. Pläärts der M. in seiner politisch-strachigen Angsthasenverzweiflung: „Warum hot der Hund ka Nummernschüüdl?“ Lacht´s die Mitzi: Vielleicht brennst eahm ans a la Wüüder Westen ins Föö. Du mein heißgeliebtes Brenneisen… Mir habn dounn des demolierte Drahteselgstöö vom Gehsteig aufghobn und da oiden Oma feierlich überreicht. Sagt sie: „Mein Gott, mein Gott, i habs immer geahnt unsa Burgamastaa rennt mit an lockeren ...Radl durch Gegend…“ Und sie want… Herzlichst ihre Mitzi Krautwaschl (Naglergassenhuaterin) u. Schurl Schlapptschil (dialektdämlicher Viera-Stiagn-Poet).

Gast: Der_Schatten_von_Qwertz
29.07.2012 16:29
7 2

Der Radfahreranteil in Wien nähert sich bedrohlich der 5%-Grenze..


..da ist es verständlich, dass die Stadt sich wehren muss gegen die Invasion von immer aggressiver auftretenden Pedalrittern, die den knappen Park- und Verkehrsraum für sich beanspruchen, den Verkehr mit Rad-Demos großflächig lahmlegen und keinerlei Abgaben entrichten.

Die Einführung der Helmpflicht für Kinder und die Regresspflicht bei Radunfällen ohne Helm sind zwar gut gemeinte, aber letztlich nur halbherzige Maßnahmen. Wirklich durchgreifen kann hier nur die Helmpflicht für alle Radfahrer sowie verpflichtende Nummerntafel und Haftpflichtversicherung.

Weiters nach spanischem Vorbild: verpflichtende Warnwesten und den Entzug des Status eines Verkehrsmittels für Fahrräder, so dass diese an Kreuzungen generell keinen Vorrang mehr haben, um das radfahren möglichst unattraktiv zu machen.

Eine Verringerung des Radfahreranteils bewirken auch Radfahrerunfälle, insbesondere bei schweren Personenschäden. Hier kann die Stadt Wien den Hebel ansetzen indem man Radwege auf Kollisionen mit Fußgängern optimiert (z.B. am Ring), oder indem man Radwege direkt neben parkenden Autos legt und hierbei darauf achtet, dass die Fahrbahn so eng ist dass nachfolgende Autos keinen Platz haben um evtl. stürzenden Radfahrern auszuweichen (z.B. an der Nußdorfer Straße). Hier bieten sich auch neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Autofahrern an, damit parkende Autofahrer genau dann die Türe aufreißen wenn ein Radfahrer vorbeikommt welchem hinten ein Auto möglichst dicht auffährt.

Re: Der Radfahreranteil in Wien nähert sich bedrohlich der 5%-Grenze..

der park- und verkehrsraum wird mit jedem radfahrer freier. es sind autos, die das problem verursachen. radfahren ist - wie öffis - ein teil der problemlösung.

aber ihr posting kann man nicht ernst nehmen. sie rufen ja sogar offen zum mord auf!

Antworten Antworten Gast: Der_Schatten_von_Qwertz
29.07.2012 20:32
0 2

Re: Re: Der Radfahreranteil in Wien nähert sich bedrohlich der 5%-Grenze..


Der letzte Abschnitt beruht auf meiner langjährigen Erfahrung als ganzjahres-Radfahrer in Wien --- da kann es schon mal passieren dass man zynisch wird.

Zuletzt waren die gehäuften gefährlichen Vorfälle im Straßenverkehr so entnervend, dass ich das Radfahren seit diesem Jahr aufgegeben habe und seither mit den Öffis fahre.

 
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