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Abfallberatern der Stadt Wien droht Jobverlust

31.07.2012 | 13:45 |   (DiePresse.com)

Die Verträge laufen mit Ende Juli aus. Die Mitarbeiter hatten zuletzt auf ihre schlechten Arbeitsbedingungen aufmerksam gemacht. Die zuständige MA 48 will die Beratung künftig selbst durchführen.

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Rund 30 externe Abfallberater haben seit geraumer Zeit im Auftrag der Stadt Wien unter anderem Fragen rund um die Müllvermeidung und -entsorgung am "Misttelefon" beantwortet. Jahrelang arbeiteten sie auf Werkvertragsbasis. Nun könnten die Berater ab August ohne Job dastehen, denn die Verträge wurden nicht verlängert. Grund dafür dürfte ein vorangegangener Streit mit dem Dienstgeber, der Magistratsabteilung 48 (Abfallwirtschaft), sein. Die Berater hatten zuletzt öffentlich auf ihre schlechten Arbeitsbedingungen aufmerksam gemacht.

"Für faire und rechtskonforme Arbeitsverträge bei der MA 48" lautet der Titel einer Petition, mit der die Initiative Abfallberatung seit rund dreieinhalb Wochen um Unterstützerstimmen wirbt. Bis zum heutigen Dienstag wurden rund 1.744 Unterschriften gesammelt, die nun an die zuständige Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ) übergeben werden sollen. Konkrete Forderungen der Initiatoren sind rechtskonforme Verträge, soziale Absicherung sowie gerechte Entlohnung - denn dies hätte es bisher nicht gegeben, wie sie im Rahmen eines Medientermins versicherten.

Kein Anspruch auf Arbeitslosengeld

Seit Jahren sollen die rund 30 Abfallberater auf Werkvertragsbasis mit Gewerbeschein für die Stadt Wien arbeiten, so die Kritik. Einen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben die Betroffenen laut eigenen Angaben aufgrund dieser Form des Dienstverhältnisses nicht.

"Wir wollen Anstellungen statt Umgehungsverträge", forderte Initiatorin Verena Sommer, deren Werkverträge bereits seit sieben Jahren immer wieder verlängert wurden. Die Hoffnung auf ein Angestelltenverhältnis hatte sich bis zuletzt nicht erfüllt. "Zu Jahresbeginn hat die MA 48 zwar einige Änderungen in unseren Verträgen angekündigt, einige von uns haben sogar einen fixen Job angeboten bekommen - allerdings ohne Anrechnung der Vordienstzeiten und der Ausbildung", schilderte Sommer die Entwicklungen.

Freistellung ohne Begründung

Daher hätten sich die Abfallberater gezwungen gefühlt, gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen einzutreten. Sie gründeten im Frühjahr die Initiative Abfallberatung Wien und wollten als Gruppe mit der MA 48 über Dienstverträge verhandeln. Dies sei aber bei einem Gespräch Ende Mai mit dem Leiter der zuständigen Magistratsabteilung abgelehnt worden, so Sommer.

Danach seien die zuvor regelmäßigen Termine nach und nach reduziert worden - bis es Anfang Juli überhaupt keine Aufträge mehr gab: "Ohne Begründung hieß es: Wir sind freigestellt", erklärte Sommer.

Stadt bedauert Scheitern der Gespräche

Unterstützung bekommen die Abfallberater von der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten. Auch ein Rechtsanwalt ist bereits eingeschaltet. Dieser hatte mit der Personaldirektion der Stadt Wien bis Mitte August vereinbart, eine Stellungnahme zu den Dienstverträgen zu bekommen. "Wir hoffen aber, dass wir bis dahin eine Einigung mit der Stadt erzielt haben", betonte Sommer. Bisher habe es allerdings keine Reaktionen seitens der Stadträtin gegeben.

MA 48-Sprecherin Ulrike Volk bedauerte gegenüber der APA, dass die Gespräche gescheitert waren: "Wir haben Einzelgespräche angeboten, das wurde aber abgelehnt." Die Abfallberatung werde es aber weiterhin geben, versicherte Volk - wenn auch in veränderter Form. Die MA 48 hätte sich bereits seit längerem dazu entschlossen, diese künftig vom eigenen Personal - und nicht wie bisher extern - durchführen zu lassen.

 

(APA)

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7 Kommentare
Gast: allesalles
02.08.2012 14:40
0 0

alles ...

... was fr. ulli sima angreift, klappt nicht, sorgt für unmut, spielt die menschen gegeneinander auf und zeigt die inkompetenz auf; stichwort hundeführerschein, stichwort hundesteuer, stichwort abfall ...

Gast: globetrotterneu
01.08.2012 23:35
0 0

zeit für gerechtigkeit

da sieht man wieder die gerechtigkeit der gewerkschaft gegen die spö und wien wird nichts unternommen wäre der arbeitgeber kärnten würden sie schon auf den barrikaden steigen.ja freunde rote gerechtigkeit.

3 0

Was sind die ROTEN

OARSCH NEOLIBERAL geworden.
Eine Schande dieser blade Bürgermeister und seine Marionetten.Eine Schande diese gesamte B.ohne Alternative.Eine neue agressive 68iger Bewegung muß kommen.

Gast: na ja
31.07.2012 14:56
8 0

also

werkverträge irgendwelche schmähselbsständigkeiten...typisch für das sozialistische wien...und deren hochburg die ma 48...die magistratsabteilungen alle in stoltzer roter hand...
daran kann man sehen wie mit menschen umgegangen wird welche eigentlich angestellt werden sollten...dienstverträge werkverträge etc. waren gedacht für spezielle branchen ( marketing,kultur,kunst etc ) aber nie für einen job beim magistrat.....na ja das wahre gesicht der sozialdemokratie linke politik in der ECHT GELEBTEN praxis....
das spö handlungsmuster
sieht so aus: die genossen greifen kohle ( elsner,konsumtruppe,gererkschaftsführer ) ab ohne ende parken diese in ausl. stiftungen etc.die kleinen angestellten und mitarbeiter in den von ihnen dominierten gebieten werden auf großkonzernweise abgezockt bis nichts mehr geht......( stiftungen in Ö gibts seit lacina ein strammer sozialist ---also övp nicht ausgeschlossen ---ich hacke aber gerne auf einer partei herum die sich als sozial und fair bezeichnet bzw. ihre lebensberechtigung genau auf diese werte gründet----bei den schwarzen ist die abzocke des armen mannes zum nutzen der bauern großgrundbesitzer und industriellen sozusagen das regierungsprogramm - noch dazu steht christlich dabei = übler gehts nicht mehr )
das rote wien der weg in die zukunft....arbeiter,arme menschen ihr werdet euch warm anziehen müssen minijobs minilohn versicherungs und pensionslosigkeit wird euer täglich brot sein in dieser linssozialistischen stadt.....

Gast: globetrotterneu
31.07.2012 14:29
8 0

die spö sollte nicht mit den finger auf andere zeigen

gerechte entlohnung ein fremdwort für spö und ögb.

Gast: b amter
31.07.2012 14:24
6 1

unnötiger Aufwand

Die ProtestlerInnen sollen einfach ein Kopftuch aufsetzen, dann stehen ihnen im rotzgrünen Wien alle Türen offen.

Antworten Gast: Robert222
31.07.2012 17:10
3 1

Re: unnötiger Aufwand

... dann dürfen sie sogar auch noch an den Genitalien von wehrlosen Säuglingen herunschneiden!