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Kurzparkzonen: Stadt Wien verliert Gesprächspartner

09.08.2012 | 16:54 |  Von Erich Kocina (Die Presse)

Ab September wird über neue Modelle der Parkraumbewirtschaftung verhandelt. Der ÖAMTC sagt seine Teilnahme allerdings ab, der Arbö überlegt noch. Streitpunkt ist die Ausweitung der Kurzparkzonen mit Oktober.

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Wien. Die Stadt Wien will ein neues Konzept erarbeiten, wie der Verkehr in Wien künftig gesteuert werden soll – doch einer der wichtigsten Gesprächspartner dafür ist dem Rathaus nun abhanden gekommen. Denn der mit österreichweit rund 1,8 Millionen Mitgliedern größte Verkehrsklub hat Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou eine Absage zukommen lassen, wenn auch das Wort Absage selbst nicht darin vorkommt.

Doch verknüpft der Autofahrerklub seine Teilnahme mit der „Aussetzung der jetzt geplanten Ausweitung des bisherigen Kurzparkzonenmodells“ – soll heißen, das Parkpickerl in den neuen Zonen außerhalb des Gürtels dürfte nicht am 1. Oktober starten. Auch fordert der ÖAMTC, dass die Gespräche thematisch auf die Parkraumproblematik eingegrenzt werden – und nicht auch Klima, Feinstaub oder Lärm mitdiskutiert werden. Und schließlich müssten bei einer Volksbefragung, die ja am Ende des Prozesses stehen soll, auch die betroffenen Einpendler mit abstimmen dürfen.

„Die Bedingungen sind so formuliert, dass sie unannehmbar sind“, heißt es aus dem Büro von Maria Vassilakou. Man sei verwundert, dass der als konstruktive Kraft bekannte Klub nicht an der Gestaltung der Parkraumbewirtschaftung aktiv mitarbeiten wolle. Die Einladung zum Gespräch bleibe aber „selbstverständlich aufrecht“.

Arbö überlegt noch

Der zweite große Autofahrerklub, der Arbö, hat sich noch nicht entschieden, ob man an den Gesprächen mit dem Rathaus teilnehmen wird – noch müsse man „intern einige Dinge klären“, sagt Geschäftsführer Günther Schweizer zur „Presse“. Anfang kommender Woche soll es eine Entscheidung geben. Gerade in Sachen Parkraumbewirtschaftung ist der SPÖ-nahe Klub zuletzt aber Seite an Seite mit dem schwarzen Pendant ÖAMTC aufgetreten. Beide legten Konzepte für Zonenregelungen vor, in denen jeder zeitlich unbegrenzt parken darf – gegen eine stundenweise festgelegte Parkabgabe, die je nach Entfernung zur Innenstadt gestaffelt werden kann. Geeint trat man auch mit einem offenen Brief an alle Wiener Bezirksvorsteher auf, in dem negative Auswirkungen großflächiger Kurzparkzonen aufgezeigt und alternative Modelle präsentiert wurden.

Im Vassilakou-Büro betont man, dass man bisher viel positives Feedback bekommen habe und bereits mehrere namhafte Experten zugesagt hätten, an den Gesprächen mitzuwirken – der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) wird etwa „selbstverständlich dabei sein“, wie Geschäftsführer Markus Gansterer der „Presse“ bestätigt. Dabei ist die Parkraumbewirtschaftung nur ein Teil der Gesprächsthemen – generell soll es um Verkehrssteuerung gehen, wobei auch Themen wie Klima und Umwelt nicht ausgeklammert bleiben sollen. Die Gespräche sollen Anfang September beginnen.

Bevölkerung soll abstimmen

Am Ende des Prozesses soll es ein oder mehrere Modelle geben, über die die Wiener Bevölkerung vermutlich Anfang 2013 im Rahmen einer Volksbefragung abstimmen kann. Die Ausweitung der Kurzparkzonen auf mehrere Außenbezirke mit 1. Oktober findet aber trotz allem statt – das sei als „Sofortmaßnahme“ nötig, um die Parkplatznot zu lindern, so die Argumentation der rot-grünen Stadtregierung. Die Wiener ÖVP hatte im Frühjahr gemeinsam mit ÖAMTC und FPÖ rund 170.000 Unterschriften gegen diese Ausweitung gesammelt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.08.2012)

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73 Kommentare
 
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Gast: wien 10
13.08.2012 13:23
0 0

Niessl überlegt schon die Pendlerzuschuß zu

erhöhen für die Südburgenländer ! Dabei hat die SPÖ die einzige Bahn nach Oberwart eingestellt . Die Grünen schweigen , weil sie Partner der SPÖ sind . Die Bahn ausbau wie in der Schweiz wäre wichtig , weil das ÖL nicht mehr solange reicht .
Parkpickerl für Wien wird die Abwanderung von Pnelder noch verstärken siehe Gebiete inder Steiermark .

stell dir vor es gibt ein parkpickerl und keiner holt sich eins ab

was macht dann der häupl und seine ku ?

alle anzeigen ? - die werden lange nicht fertig - und was dann ?
alle ausweisen?

Gast: Papa Schlumpf
10.08.2012 17:31
1 5

Wer jetzt noch ein Parkpickerl kauft um seine Blechkarre in Wien vor sich hin rosten zu lassen, das kann nur ein Depp sein!

Sollten einfach alle als Anlass nehmen, um die unnötige Geldvernichtungsmaschien loszuwerden.
Dann spart sich Herr Österreicher sogar jede Menge Geld.
Aber dazu fehlt dem Durchschnittsbiertrinker halt der Grips. Da denkt er sich nur: "Mei, scho wieda zohlln! Bin i a Oarma!"

Antworten Gast: Oberschlumpf
10.08.2012 20:17
4 0

Re: Wer jetzt noch ein Parkpickerl kauft um seine Blechkarre in Wien vor sich hin rosten zu lassen, das kann nur ein Depp sein!

der Papa Schlumpf wird leider schon senil...

8 0

Re: Wer jetzt noch ein Parkpickerl kauft um seine Blechkarre in Wien vor sich hin rosten zu lassen, das kann nur ein Depp sein!

Nach dem derzeitigen Amoklauf ist Rot/Grün 2015 Geschichte.

Gast: xxxx
10.08.2012 15:41
0 7

Der ÖAMTC bekommt doch sowieso sein 72 Euro pro Jahr von seinen Mitgliederdeppen!

Für die Leistungen zahlens dann separat.
Die wollten sicher 10 Euro je Parkplatz und Monat für den "Club".

Antworten Gast: Kein Problem damit
10.08.2012 16:58
3 2

Re: Der ÖAMTC bekommt doch sowieso sein 72 Euro pro Jahr von seinen Mitgliederdeppen!

aber weit mehr als 72€ zahlen dann die "Nichtmitgliederdeppen" wenn sie für ihre Leibschüssel dann das §57 Pickerl in der Hinterhofwerkstätte machen lassen müssen. Weil sie genau wissen, dass sie beim ÖAMTC damit kein Leiberl reissen würden. Somit ist die ÖAMTC Mitgliedschaft, noch weit billiger als die Parkpickerl Mitgliedschaft.

der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) wird dabei sein

Na bitte wen wunderts wenn ÖAMTC nicht und ARBÖ möglicherweise nicht teilnehmen.
Im übrigen ist das eine schwere Drohung.

11 0

Eigentlich eine "Frechheit",

dass sich eine Vertretung für Autofahrer nicht so einfach für die neueste Autofahrer-Abzocke einspannen lässt?

Und abei wird doch auch immer wieder so getan, als wenn alle Autos auf Österreichs Strassen nur zum Privatvergnügen der Fahrer unterwegs sind.

Und das Konzept des Kassierens war doch so schön ausgedacht. Beim Fahren kassieren wir über MÖsT + USt., beim abstellen über Parkgebühren. Und bei beiden Varianten gemeinsam über die KFZ-Steuer.

Bin mal gespannt, welche Autofahrer-Gebühren noch folgen werden? Nach fahren und abstellen vielleicht noch eine Kubatursteuer, gemessen am Innenraum eines Autos?

Gast: GRÜNER KAKTUS
10.08.2012 12:16
0 16

Die Stadtzuparker und Luftverpester sollen mal schön zahlen!

Warum sollen tausende Kinder in Hinterhöfen spielen, wenn doch die Strassen und Parkplätze riesige Grünflächen abgeben würden?
Weg mit dem Auto aus der Stadt!
Hier braucht ja eh keiner ein Auto!

Re: Die Stadtzuparker und Luftverpester sollen mal schön zahlen!

weg mit den wahnsinnigen grünen aus dieser stadt

9 0

Re: Die Stadtzuparker und Luftverpester sollen mal schön zahlen!

Arbeiten Sie eigentlich irgendetwas oder leben Sie von der Sozialhilfe?

So ahnungslos und naiv kann kein arbeitender Mensch sein.

Antworten Antworten Gast: GRÜNER KAKTUS
10.08.2012 17:28
0 7

Auch wenn Sie noch so untergriffig und unfair argumentieren: SIE WERDEN ALLE FEST ZAHLEN!!

Und ich werde im ruhigen Beserlpark die Tauben füttern und leise über die Autonarren lachen!

Antworten Antworten Antworten Gast: Kaktuszertreter
10.08.2012 20:19
3 0

Re: Auch wenn Sie noch so untergriffig und unfair argumentieren: SIE WERDEN ALLE FEST ZAHLEN!!

aber Obacht, damit dir die Tauberln nicht am Schädel schmatzen !

4 0

Re: Auch wenn Sie noch so untergriffig und unfair argumentieren: SIE WERDEN ALLE FEST ZAHLEN!!

Seit wann dürfen in einer Geschlossenen die Patienten in den Beserlpark?

Antworten Gast: Laxidenker
10.08.2012 14:23
9 0

Re: Die Stadtzuparker und Luftverpester sollen mal schön zahlen!

Grüner Kaktus schreibt viel Kack-Stuss.

Ja, weg mit den Autos, ich fahr eh lieber mitn Taxi, da gings dann um vieles schneller.

14 0

Re: Weg mit dem Auto aus der Stadt!

Am Beispiel der Städte des Mittelalters sieht kann man sich irgendwie ausmalen, wie Städte ohne Individualverkehr aussehen und funktionieren.

Das hat ungefähr den selben Stellenwert wie die Forderung nach Abschaffung von Kraftwerken mit dem Hinweis, dass bei "uns der Strom sowieso aus der Steckdose kommt".

15 0

Der VCÖ ist natürlich überall dabei, wo es gegen die Autofahrer geht!

Der VCÖ sagt immer,dass er gar nicht gegen Autos ist. Das stimmt auch, er ist ja nur dagegen, dass man damit fährt!

12 0

Re: Der VCÖ ist natürlich überall dabei, wo es gegen die Autofahrer geht!

Wer finanziert diesen unnötigen Verein eigentlich?

11 0

Re: Re: Der VCÖ ist natürlich überall dabei, wo es gegen die Autofahrer geht!

Natürlich der Steuerzahler. Wer sonst?

15 0

ARBÖ wird parteitreu ....

handeln und ROT-GRÜN den Steigbügelhalter spielen. Aber bei der Mitgliederzahl ist es ja auch nicht entscheidend - da sind ja nur noch die alten Parteigenossen dabei.

Ich freue mich schon auf 2013 = NR-Wahl und die erste ordentliche Watschn für die Bolschewiken!

Gast: ÖAMTC-Mitglied
10.08.2012 10:43
19 0

Genau das erwarte ich mir vom ÖAMTC!!!

Warum sollte sich der ÖAMTC von den Grünen mißbrauchen lassen und gegen die Interessen der Mitglieder handeln?!?

Liebe Vassi, der ÖAMTC ist halt nicht so verlogen wie die Grünen!!! Sucht Euch wem anderen, dem Ihr das Bummerl anhängen könnt!!!

Re: Genau das erwarte ich mir vom ÖAMTC!!!

Oh Du lieber Dativ, wieso bist Du kein Akkusativ?

Aber abseits vom grammatikalischen Geplänkel: Wieso kann man nicht an einem Gespräch teilnehmen? Oder ist der eigene Standpunkt am Ende so einzementiert?

Antworten Gast: mont saint michel
10.08.2012 10:52
0 12

Re: Genau das erwarte ich mir vom ÖAMTC!!!

aber der öamtc agiert 1:1 wie eine politische partei (fpövp). oder wie damals österreich-ungarn mit seinem bewußt unannehmbaren ultimatum an serbien 1914. und wie das ausgegangen ist, wissen wir.

Antworten Antworten Gast: ÖAMTC-Mitglied
10.08.2012 11:53
10 0

Na klar handelt der ÖAMTC wie eine Partei: Die für die Autofahrer!

Welchen Mehrwert hat denn die Parkraumbewirtschaftung für Autofahrer? Kommen neue Parkplätze dazu?

Nein, es wird nur abkassiert!

Man hätte VOR der Einführung Gespräche führen sollen, nicht danach.

Aber Logik ist in Wien nicht gefragt, ich weiß...

Also

ich habe heute in der Früh mein Auto im 12. (unmittelbar in U-Bahn-Nähe!) geparkt, weil ich in am Vormittag der Innenstadt arbeite und am Nachmittag Richtung Südautobahn aufbrechen muss.

Von Mangel kein Spur.

 
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