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Entflohener Häftling tötete Vater seiner Ex-Partnerin

27.08.2012 | 17:54 |   (Die Presse)

Ein 37-Jähriger, der am Sonntag aus der Haftanstalt Simmering ausgebrochen war, ersticht den 72-jährigen Vater seiner Ex-Freundin in Wien Mariahilf. Der Anwalt des Verdächtigen: „Er wollte nur sein Kind sehen.“

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Wien/STÖG/APA.Beamte der Wiener Sondereinheit entdeckten am Montag in den frühen Morgenstunden die Leiche eines älteren Mannes in einer Wohnung im sechsten Bezirk. Er war erstochen worden. Schon wenige Stunden später konnte der mutmaßliche Täter – ebenfalls in Wien – festgenommen werden. Christian F. (37) soll den Vater seiner Ex-Freundin erstochen haben, weil der ihm nicht erlaubt hatte, sein Kind zu sehen.

Das Treffen mit seinem Kind sei auch der Grund dafür gewesen, dass der Mann am Sonntag aus der Haftanstalt Simmering, wo er wegen Drogendelikten in Haft saß, ausgebrochen war. „Er wollte sein Kind sehen, das ihm wahnsinnig abgegangen ist“, sagte Nikolaus Rast, der Anwalt des Verdächtigen. In der Wohnung des 72-Jährigen kam es schließlich in der Nacht auf Montag zu einem heftigen Streit, der entkommene Häftling soll auf den Pensionisten eingestochen und ihn tödlich verletzt haben.

Laut Polizei habe F. Montagnachmittag im Verhör dann auch zugegeben, sein Opfer im Streit getötet zu haben. Nach den tödlichen Stichen rief er seine Ex-Freundin an, die mit dem Vater ihres Kindes nichts mehr zu tun haben wollte. Die Frau alarmierte daraufhin die Polizei, die schließlich die Wohnung ihres Vaters aufbrach und den Toten fand. Die Exekutive konnte über Handyortung den Verdächtigen, der mit dem Pkw des Opfers geflüchtet war, lokalisieren und ihn gegen neun Uhr festnehmen. Er leistete dabei keinen Widerstand.

Tischtücher als Fluchthilfe

Anwalt Rast meinte am Montag: „Mord war das keiner, vielmehr ein Totschlag.“ Sein Mandant ließ sich „in einer allgemein begreiflichen, heftigen Gemütsbewegung zur Bluttat hinreißen“. Im Justizministerium wird nun geprüft, warum der Häftling am Sonntag relativ problemlos entkommen konnte. Er hatte sich mit zusammengeknoteten Tischtüchern abgeseilt. F. hatte zuletzt als Küchenhilfe im Gefängnis gearbeitet.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.08.2012)

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14 Kommentare
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Das Thema Vergewaltiger

Wie man lesen kann ist doch auch hier über den Vergewaltiger, der auf freiem Fuß ist, geschrieben worden. Meiner Meinung nach ist sich die Justiz nicht im Klaren welch eine erbärmliche Vorstellung sie da liefert. Vor allem ist zu befürchten, daß die Bevölkerung bald völlig das Vertrauen in den österreichischen Rechtsstaat verliert.

Zu dem Totschläger kann ich nur eine Meinung haben. Dieser Mann gehört auf Lebenszeit in die Psychiatrie. Denn wenn jemand durch Worte dazu verleitet werden kann, daß er mit mehreren Messerstichen einen Kontrahenten tötet, dann ist dieser Typ unzurechnungsfähig.

Gast: GEFFEE
28.08.2012 08:50
1 1

Lynchjustiz

Anwalt Rast meinte am Montag: „Mord war das keiner, vielmehr ein Totschlag.“ Sein Mandant ließ sich „in einer allgemein begreiflichen, heftigen Gemütsbewegung zur Bluttat hinreißen“.
Na jo , warum is ma dann gegen Lynchjustiz. Sind ja begreifliche Gemütsbewegungen.

Gast: nina blum
27.08.2012 21:40
1 5

Und wegen einem alten Ex-Sextäter machen sich die Österreicher in die Hose!

Wieviel Menschen werden anderwärtig um ihre Unversehrtheit gebracht?

4 0

Re: Und wegen einem alten Ex-Sextäter machen sich die Österreicher in die Hose!

Ihrer geistigen Unversehrheit haben Sie sich aber selbst entledigt.

10 1

Offenbar sind unsere Gefängnisse ...

... von Reha-Zentren nicht mehr zu unterscheiden. Mein besonderer Dank gilt Broda und seinen Nachfolgern, diesen gesellschaftszersetzenden Nasenbohrern.

10 0

Der Täter muss sofort und unerbittlich

auf freiem Fuß angezeigt werden!

Re: Der Täter muss sofort und unerbittlich

...wird er auch, keine Angst!!!

das wird

der nächste Fußfessel kandidat.

6 0

Mit zusammengeknoteten Tischtüchern abgeseilt-

Wie damals in der Micky-Maus - da waren echte Profis am Werk.

Gast: Pips
27.08.2012 14:10
16 0

Dank

Sozis und "purpurroter" Grünen ist Wien am besten Weg wie New York in den 70ern zu werden. Dort traute sich Abends kaum mehr ein Bürger allein auf die Straße. Bis Rudy Giuliany dem Spuck mit aller Härte ein Ende setzte. So einen bräuchte auch Wien - keinen besoffenen Michl + eine unpolitische Polizei. Die Zustände sind bereits unerträglich für Normalbürger und es wird noch viel schlimmer kommen, wenn nicht massiv dagegen gesteuert wird.

Antworten Gast: Pups
27.08.2012 15:35
1 12

Re: Dank

Können Sie erläutern inwiefern die Zustände mittlerweile unerträglich geworden sind? Ich wohne seit fast 20 Jahren als Normalbürger in Wien und hatte während dieser Zeit keine Befürchtung, mich auf der Straße zu bewegen (auf Autofahrer ist halt achtzugeben). Das Sicherheitsgefühl meinerseits ist sehr hoch.

Antworten Antworten Gast: Hammvieh
28.08.2012 15:36
1 0

Re: Re: Dank

Nehmen S' halt einmal die U-Bahn.

Gast: Final Justice
27.08.2012 13:42
9 0

Unfassbarer Skandal

Die Verantwortlichen für dieses unfassbare und skandalöse Versagen der Vollzugsbehörden würden in einem echten Rechtsstaat wegen Beitragstäterschaft zur Verantwortung gezogen werden.

Gast: Hurtig G
27.08.2012 12:42
19 0

2500 Verbrechen in 10 Tagen im August in Wien

Da fällt ein Mord gar nicht mehr so auf.