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Ignorierte Polizei Hitlergruß und Hasstiraden?

31.08.2012 | 13:51 |   (DiePresse.com)

Ein Rabbiner berichtet von "Juden raus! Heil Hitler!"-Rufen im Vorfeld des Rapid-Matches gegen Saloniki. Die Polizei soll aber nicht eingegriffen haben.

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"Hau ab, Du Scheiß-Jude! Juden raus! Heil Hitler!". Mit diesen und anderen Worten ist laut einem der Austria Presse Agentur (APA) vorliegenden, schriftlichen Protokoll ein Wiener Rabbiner am Donnerstag am Schwedenplatz in der Wiener Innenstadt von einem Fußballfan beschimpft worden. Laut den Angaben des Rabbiners wurde der Vorfall Polizeibeamten beobachtet, die sich nur etwa drei Meter entfernt aufgehalten hätten. Zu dem Zwischenfall soll es gegen 16.30 Uhr gekommen sein, als sich dort im Zuge des Fußball-Europa-League-Spiels gegen SK Rapid Anhänger der griechischen Fußballmannschaft PAOK Saloniki versammelt hatten. Polizeisprecher Roman Hahslinger gab am Freitag gegenüber der APA an, dass das Schreiben dem Beschwerdereferat weitergeleitet wurde und die darin enthaltenen Vorwürfe geprüft würden.

"Na hörn's, heut' ist Fußball!"

Als der Betroffene die Polizisten fragte, ob sie nichts dagegen unternehmen wollten, bekam er laut seinen Angaben von einem der Beamten die Antwort: "Na hörn's, heut' is Fußball!". Der Fußball-Fan soll währenddessen noch immer mit zum Hitlergruß erhobener Hand vor dem Rabbiner gestanden sein. Laut dem Protokoll versuchte der Geistliche ohne Erfolg, weitere Polizeibeamte über den Vorfall zu informieren. Wörtlich heißt es in dem Schreiben: "Mit antisemitischen Beschimpfungen auf offener Straße bedacht zu werden, gehört leider zum Alltag für Wiener Juden. Dass dies jedoch vor den Augen, also in tatsächlicher Präsenz von Polizeibeamten geschieht, war eine Premiere für mich. Dass diese Polizisten tatenlos zusehen und auch noch grinsen, ein regelrechtes Schockerlebnis." Das Protokoll wurde von dem Rabbiner bereits gestern an die Wiener Polizei per E-Mail gesendet.

(APA)

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135 Kommentare
 
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Gast: 2k7b
31.08.2012 15:16
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...

...sack reis...*plumps*...

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wenigstens "Zivilcourage"

eigentlich sollte das der Anstand und die Zivilcourage bereits gebieten in diesem Falle einzuschreiten... wenn hier aber nicht einmal mehr Polizeibeamte reagieren dann ist Feuer am Dach.

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"Mit antisemitischen Beschimpfungen auf offener Straße bedacht zu werden, gehört leider zum Alltag für Wiener Juden."

ist das sein Ernst?

Gast: oprosti.mi.pape
31.08.2012 15:01
2 1

...

leider gibt es solche deppen überall:
http://religion.orf.at/stories/2548013/

die wissen genau,womit man heutzutage am besten provozieren kann.
übrigens interessant betr. rapid wien:
http://ballesterer.at/heft/weitere-artikel/hauts-es-eini-die-juden.html&cat_id=80

Gast: b754
31.08.2012 15:01
2 1

Naja, ein PAOK

Anhänger halt. Sowas gibt es bei den Rapidlern nicht.

Gast: free111
31.08.2012 14:56
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mir tut das in der seele weh!

das zeigt, dass viele österreicherInnen unsere vergangenheit noch lange nicht aufgearbeitet haben, damit sogar komplett überfordert sind. was damals geschehen ist, ist so schlimm, dass generationen danach davon traumatisiert wurden.

mir tut es schrecklich leid. der arme mann, der mit den hasstiraden um sich warf sowie diese "hüter" des gesetzes sind bedauernswert.

ich betone: es gibt gute menschen, die solche ausrufungen traurig und falsch finden. es gibt viele von diesen. aufarbeitung passiert doch.

Antworten Gast: die Wirklichkeit
31.08.2012 15:14
14 8

Re: mir tut das in der seele weh!

Was Sie da für einen Kokolores von sich geben. Unglaublich. Ihr Beitrag ist nur Makulatur.

Gast: OCD
31.08.2012 14:44
14 10

Bitte keine Narrenfreiheit für Fußballproleten.

Klingt so als hätten die Beamten den Proleten ohne weiteres festnehmen können, eine Schande dass dies nicht passiert ist.

Es kann schon zu Situationen kommen wo die Polizei besser beraten ist nicht einzugreifen um eine angeheizte Situation nicht eskalieren zu lassen, aber in diesem Fall scheint es keinen rechtfertigenden Grund für die Untätigkeit zu geben.

Mein Mitgefühl an den Rabbiner, keiner sollte sich so eine Behandlung gefallen lassen müssen.

Gast: Hochwuerden
31.08.2012 14:32
6 2

Das kann nicht sein,

die Beamten sind doch bestens geschult.

Na vielleicht hilft eine intensive Nachschulung.....

Gast: Ein Ätzer
31.08.2012 14:16
7 3

Was heißt hier "Protokoll"?

Ungeachtet der Begründetheit kann ein Bürger, so auch ein Rabbiner, sein Anbringen bei der Behörde einbringen.

Zur Aufnahme des Protokolls wird er dann schon geladen werden.

 
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