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Rabbiner-Beschimpfungen: Polizisten werden befragt

05.09.2012 | 16:16 |   (DiePresse.com)

Beamte, die am betreffenden Tag Kontakt mit dem Rabbiner hatten, haben sich gemeldet. Das Büro für Besondere Ermittlungen untersucht den Fall.

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Im Fall der von Polizisten ignorierten antisemitischen Beschimpfungen sind nun drei Uniformierte ausgeforscht worden. "Die drei Beamten hatten normalen Gesprächskontakt mit dem Rabbiner, sind aber in keiner Weise Zeugen", sagte BPD-Sprecher Roman Hahslinger am Donnerstag.

Hahslinger berichtete am Mittwochabend, dass vermutlich noch weitere Beamte Kontakt mit jenem Rabbiner hatte, der am vergangenen Donnerstag nach eigenen Angaben von einem Fußballfan mit Worten wie "Juden raus! Heil Hitler!" angeschrien wurde. Das Büro für Besondere Ermittlungen (BBE) der Bundespolizeidirektion Wien hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die Beschimpfungen hätten vom Schwedenplatz bis zum Morzinplatz angedauert, so Hahslinger. Laut den Angaben wurde der Vorfall von in etwa drei Metern entfernten Polizeibeamten beobachtet. Er soll sich gegen 16.30 Uhr ereignet haben, als sich dort im Zuge des Fußball-Europa-League-Spiels gegen SK Rapid Anhänger der griechischen Fußballmannschaft PAOK Saloniki versammelt hatten.

 

Polizisten griffen nicht ein

Als der Betroffene die Polizisten fragte, ob sie nichts dagegen unternehmen wollten, bekam er laut seinen Angaben von einem der Beamten die Antwort: "Na hörn's, heut' is Fußball!" Der Fußball-Fan soll währenddessen noch immer mit zum Hitlergruß erhobener Hand vor dem Rabbiner gestanden sein. Laut dem Protokoll versuchte der Geistliche ohne Erfolg, weitere Polizeibeamte über den Vorfall zu informieren.

Durch das Nichteinschreiten der Beamten, die den Vorfall beobachtet hätten, steht der Verdacht des Amtsmissbrauchs im Raum. Man müsse vorerst die Ergebnisse der Einvernahmen abwarten und den Rabbiner anschließend mit den getätigten Aussagen der Polizisten konfrontieren. Frühestens dann könne man über mögliche dienstrechtliche Konsequenzen entscheiden.

Das BBE wird nach Abschluss seiner Untersuchungen seine Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft übermitteln, sagte Hahslinger der APA. Unabhängig davon sind Disziplinarverfahren gegen die Beamten möglich, mit Konsequenzen angefangen von einer Ermahnung bis zu einer Entlassung. Der Rabbiner sagte zur APA, dass die Führungsebene der Exekutive seine Schilderungen von dem Verstoß gegen das Verbotsgesetz "von Anfang an ernst genommen hat".

(APA)

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58 Kommentare
 
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Antworten Gast: Zensur
06.09.2012 22:34
6 0

das recht, seinen glauben frei und unangetastet zu leben

Das bleibt Utopie, selbst in Ländern, die sich als vorbildlich betrachten. Österreich ist keine Ausnahme, aber auch nicht schlimmer als die Lehrmeister.

http://www.catholic.org/international/international_story.php?id=47466


Antworten Gast: MIR
06.09.2012 22:02
2 0

jeder mensch hat das recht, seinen glauben frei und unangetastet zu leben

Dieses Ziel wird nicht einmal in den vorbildlichsten Demokratien erreicht.

http://www.haaretz.com/misc/article-print-page/catholic-church-condemns-price-tag-attack-on-monastery-urges-israel-to-change-culture-of-contempt-1.462760?trailingPath=2.169%2C2.216%2C2.218%2C

Antworten Gast: Gast 0000
06.09.2012 12:10
0 2

Re: feigheit

Bravo! Deftig, aber absolut die Wahrheit!!!

Antworten Gast: Kibietz
06.09.2012 00:25
2 1

Re: feigheit

Haben sie von unserer Polizei schon mal was anderes erlebt ausser das sie Verkehrsstrafen austeilt (persönlich)? Ich nicht. ImGegenteil wenn man sie mal wirklich braucht sind sie nicht da (fahren zur falschen Adresse, kommen erst Stunden später, etc)

Gast: Blankensteiner Husar
05.09.2012 19:41
2 4

Das wichtigste im Polizeibeamtendienst: Gar nicht da sein, wenn's brennt!

Und nur nicht auffallen!
Du, immer schön ducken!
Die Kohle kommt auch so, weißt?

Gast: Onkel Hans
05.09.2012 19:17
17 3

LOL



Die Beamten haben nur brav DEESKALIERT, wie ihnen das seit Jahren von oben eingetrichtert wird.

Nur haben sie vergessen, dass eben manche gleicher sind.

Gast: veritas
05.09.2012 18:52
18 2

Ich habe Achtung vor den Polizisten, die in einer grölenden Masse von Fussball-Fans Ruhe bewahren müssen. Das hätte der Rabbiner - dessen Empörung ich verstehen kann - sich bewusst sein müssen.


Antworten Gast: Gast 0000
06.09.2012 13:49
0 1

Re: Ich habe Achtung vor den Polizisten, die in einer grölenden Masse von Fussball-Fans Ruhe bewahren müssen. Das hätte der Rabbiner - dessen Empörung ich verstehen kann - sich bewusst sein müssen.

... und auch wenn einer vor deren Augen totgeprügelt werden würde - Hauptsache Ruhe bewahren... ???
Geht's noch ???

Re: Ich habe Achtung vor den Polizisten, die in einer grölenden Masse von Fussball-Fans Ruhe bewahren müssen. Das hätte der Rabbiner - dessen Empörung ich verstehen kann - sich bewusst sein müssen.

Wieder jemand, der ein Stadion noch nie von innen gesehen hat. Die melden sich dafür freiwillig und es sind in den jeweiligen Stadien auch immer die gleichen Kiwara, die nur darauf warten, dass sie in den Block hinein dreschen können.

Willkommen in der Wirklichkeit.

Antworten Antworten Gast: Geographie
06.09.2012 06:44
3 1

Re: Re: Ich habe Achtung vor den Polizisten, die in einer grölenden Masse von Fussball-Fans Ruhe bewahren müssen. Das hätte der Rabbiner - dessen Empörung ich verstehen kann - sich bewusst sein müssen.

Weder der Schwedenplatz noch die Strecke bis zum Morzinplatz ist das Stadion.

Nehmen Sie einen Stadtplan in die Hand.

Gast: b745
05.09.2012 18:46
18 3

dieses theater wird schon lächerlich

das erzeugt erst recht ablehnung

Antworten Gast: Gast 0000
06.09.2012 11:56
0 2

Re: dieses theater wird schon lächerlich

... Ablehnung? Hoffentlich gegen Na.. parolen gröhlende Fussbalfans, egal welchen Landes...
Oder simma selber Na...???

Antworten Gast: foobaro
05.09.2012 19:18
2 10

Re: dieses theater wird schon lächerlich

Ablehnung gegenüber der Polizei und den Tätern, so möchte ich hoffen.

Re: Re: dieses theater wird schon lächerlich

hoffen sie weiter;)


Antworten Antworten Gast: b745
05.09.2012 19:45
5 0

Re: Re: dieses theater wird schon lächerlich

sicher nicht bin ganzn bei der polizei die ihren kopf hinhalten muss und zwar täglich und die werden mindestens so massiv und oft beschimpft

7 0

Re: dieses theater wird schon lächerlich

genau, wie kleine kinder. gleich petzen gehen. bähhhh

Re: Re: dieses theater wird schon lächerlich

haha

bin gespannt, wann auch dieses forum wegen der antisemitischen postings geschlossen wird.


Gast: Kaspar Hauser
05.09.2012 18:12
2 0

Haben sich die Polizisten

jetzt selbst gemeldet oder wurden sie ausgeforscht?

Antworten Gast: Gasti
05.09.2012 20:17
1 4

Re: Haben sich die Polizisten

Beides. Als sie ausgeforscht waren, meldeten sie sich.

Typisch oesterreichisch eben.

Antworten Antworten Gast: Kaspar Hauser
05.09.2012 22:52
2 0

Re: Re: Haben sich die Polizisten

Und das haben Sie woher?

Gast: schonwiedereingast (dauerzensuriert)
05.09.2012 18:01
44 3

es gibt ca. 8000 bekennende Juden in Österreich

(= 1 PROMILLE der Bevölkerung)

es gibt zB mehr Buddhisten

lesen wir auch jede Woche etwas über unsere buddhistischen Freunde in der Zeitung?


Re: es gibt ca. 8000 bekennende Juden in Österreich

die werden wo

Antworten Gast: Konservativer
05.09.2012 20:08
2 0

Steht im Koran etwas von der Verfolgung von Buddhisten?


Antworten Antworten Gast: netzwerker5
05.09.2012 21:01
0 3

Re: Steht im Koran etwas von der Verfolgung von Buddhisten?

Sachkenntnisse darf man nicht voraussetzen. Es täte der Diskussion sehr gut, würden mehr Menschen den Koran gelesen haben. Schlagartig könnte sich der gesellschaftspolitische Diskurs versachlichen. Sinnerfassendes Lesenkönnen ist allerdings heute schon ein Problem.

Gast: kalimba
05.09.2012 16:56
15 2

Es gibt immer mehrere Wahrheiten.

Hoffentlich werden die Aussagen der betroffenen Beamten auch publik.

Re: Es gibt immer mehrere Wahrheiten.

Warum?
Diese Aussagen sind Teil eines Verfahrens, sie sind keine Partei in diesem Verfahren. Warum sollten sie bitte hier etwas erfahren? Das End- Ergebnis kann allenfalls - sofern von der Behörde anonymisiert - verlautbart werden. Persönlichkeitsschutz nennt man das in einem Rechtsstaat, der nicht vom Mop auf der Straße oder durch medialen Zuruf reagieren sollte.

Antworten Antworten Gast: kalimba
05.09.2012 22:16
3 2

mehrere perspektiven

...sie haben offenbar nicht verstanden, um was es geht.

"...Mop auf der Straße..."

Der Mop gehört ins Haus und nicht auf die Straße.
Beim Mob wieder verhält es sich umgekehrt.

Geistlicher

Sagt man bei einem Rabbiner tatsächlich ein "Geistlicher"? Oder wird hier Katholisches ins Judentum hineinprojiziert, das ja an sich keine Religion der Transzendenz ist?

Re: Geistlicher

natürlich...und paul chaim eisenberg ist der jüdische erzbischof von wien

3 0

Re: Re: Geistlicher

und Rothschild ist der .. von ..

Antworten Antworten Antworten Gast: Gast 0000
06.09.2012 13:58
0 2

Ach so

... sie sind sicher auf der Seite der Polizisten, die gaaarnichts gehört haben, gell... ?

 
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