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Wien-Josefstadt: Zwist um Antrag für U5-Bau

20.09.2012 | 17:19 |   (DiePresse.com)

Der Antrag der ÖVP Josefstadt auf Errichtung der Linie U5 ist mehrheitlich angenommen worden. Die Grünen sehen im Antrag den falschen Weg.

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Auf Antrag der ÖVP stimmte die Josefstädter Bezirksvertretung über den Bau einer U-Bahnlinie 5 ab. Der Antrag wurde mehrheitlich angenommen, nur die Grünen stimmten dagegen. Sie sehen im Vorgehen der ÖVP wenig Sinn und fordern, Experten zu Rate zu ziehen. Die U5 könnte die Bezirke Hernals und Josefstadt über den Matzleinsdorferplatz mit der Gutheil-Schoder-Gasse verbinden.

"Der Bau der U5 würde eine wesentliche Entlastung der bestehenden Linien 43 und 44 sowie der Autobuslinie 13 A in der Josefstadt bedeuten, die offenbar ja heute schon an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen", erklärte der Klubobmann der ÖVP Josefstadt, Andreas Ottenschläger. Dass die Grünen dagegen stimmten, verwundert Ottenschläger: "Das Bekenntnis der Grünen zum Ausbau des öffentlichen Verkehrs scheint ein sehr selektives zu sein."

Grüne mit Vorgehen nicht einverstanden

Die Grünen sehen die Sache anders, wie der stellvertretende Bezirksvorsteher, Alexander Spritzendorfer, gegenüber DiePresse.com erklärt. Die ÖVP sei mit einem vierzeiligen Antrag "dahergekommen", der ein drei Milliarden-Projekt beinhalte. Der Antrag geht außerdem direkt an den zuständigen Magistrat, der damit zum Handeln aufgefordert wird. Das einzige was so ein Antrag jetzt einbringe, wäre eine "patzige Antwort" der zuständigen Stadträtin Renate Brauner (SPÖ), sagt Spritzendorfer.

Inhaltlich sind die Grünen in der Josefstadt noch nicht klar zur U5 positioniert. "Wir haben nicht gesagt, wir sind gegen die U5. Wir haben gesagt, wir sind gerne bereit über das Thema zu diskutieren".  Spritzendorfer halte es für sinnvoll, Fachleute einzubinden und sich dann ein Bild von der Situation zu machen. Seine Bezirkspartei zeige sich jedenfalls solidarisch mit ihrer Stadtpartei-Obfrau und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou. Diese will den Oberflächenverkehr verdichten, bevor das Öffi-Netz zusätzlich ausgebaut wird.

Andere Parteien unterstützen Antrag

Die SPÖ unterstützte den Antrag der ÖVP. Somit soll der Wiener Gemeinderat und der zuständige Magistrat dazu bewegt werden, die seit Jahren vorliegenden Pläne zum Ausbau des Wiener U-Bahn Netzes endlich umzusetzen. Laut ÖVP-Klubobmann Ottenschläger seien auch die FPÖ und Teil der grünen Abspaltung "Echt Grün" für den Antrag gewesen.

In den Planungen der Wiener Linien ist die U5 derzeit kein Thema, sondern nur eine von vielen möglichen Plänen nach dem Ende der derzeitigen Ausbaustufe, die bis 2019 dauert. Bis dahin soll die U1 im Süden nach Oberlaa und die U2 im Süden bis zur Gudrunstraße verlängert werden. Dass die Linie 43 zu den am stärksten frequentierten Wiens gehört, ist allerdings kein Geheimnis. Um die Ein- und Aussteigezeiten bei den Straßenbahnen zu verkürzen, setzen die Wiener Linien derzeit eine Test-Bim mit weniger Sitzen auf der Linie ein. Damit soll der Wechsel der zahlreichen Fahrgäste an den Stationen schneller und somit pünktlicher abgewickelt werden können.

Der Antrag der ÖVP im Wortlaut
Betrifft: Bau der Linie U5

Die zuständigen Stellen der Stadt Wien, insbesondere die Magistratsabteilung 18 wird aufgefordert, die seit langem existierenden Pläne zum Bau einer Linie U5 von Hernals nach Favoriten, welche die Josefstadt mit einer Station am Alser Spitz durchfährt, ehebaldigst (spätestens in der nächsten Ausbaustufe es Wiener U-Bahnnetzes) umzusetzen.

Begründung:

Diverse Studien beweisen, dass die U-Bahn am besten geeignet ist, Menschen zum Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel zu motivieren. Darüber hinaus erklären auch die Wiener Linien, dass die Kapazitäten der Autobuslinie 13A erschöpft sind. Die U5 stellt den einzigen sinnvollen Weg zur Entlastung des 13A dar. Sie würde eine ernorme Verbesserung des Verkehrsnetzes bewirken, Wege verkürzen, und den öffentlichen Verkehr attraktivieren. Die

(klepa)

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70 Kommentare
 
12
Gast: Bensch
24.09.2012 20:30
0 0

Die Verkehrspolitik der ÖVP Wien …

… ist sowohl rund um das Thema KfZ als auch um das Thema Öffis

a) kampagnenorientiert,
b) vollkommen faktenverleugnend und uninformiert.

Was von der ÖVP zu dem Themenkreis kommt ist im Normalfall zum Fremdschämen.

0 0

seppi - peppi - koarli - michi - dia maria. . .


Gast: AltGast
21.09.2012 21:35
0 0

Forum

Zu den Diskussionen um die Straßenbahn in Wien siehe auch: http://www.tramwayforum.at

Gast: Ha Tse-tung
21.09.2012 18:06
0 0

Eigltlich müsste man den Stronach fragen ob er diese Ubahn bauen will

.

warum Gutheil Schoder? Warum nicht Sterngasse/INZERSDORF?


.

ausser Polizeisiedlungen rund um die GutheilSchoderGasse (Steinsee bis Schwarzenhaidestrasse) gibt es dort nichts, und am Schöpfwerk gibt es die U6.

.

wieder ein Beispiel für ÖVP Korruption

.

In INZERSDORF müssen Hackler in einem riesigen Industrieviertel mit dem Bus in die Arbeit kriechen, und kilometerweitee Wohnbauten Richtung Pfarrgasse und Laxenburgerstrasse gibt es auch ...

In INZERSDORF müssen Hackler in einem riesigen Industrieviertel mit dem Bus in die Arbeit kriechen, und kilometerweitee Wohnbauten Richtung Pfarrgasse und Laxenburgerstrasse gibt es auch ...


Re: .


In INZERSDORF müssen Hackler in einem riesigen Industrieviertel mit dem Bus in die Arbeit kriechen, und kilometerweitee Wohnbauten Richtung Pfarrgasse und Laxenburgerstrasse gibt es auch ...

wieder ein Beispiel für ÖVP Korruption

warum Gutheil Schoder? warum nicht Sterngasse/INZERSDORF?

ausser Polizeisiedlungen rund um die GutheilSchoderGasse (Steinsee bis Schwarzenhaidestrasse) gibt es dort nichts, und am Schöpfwerk gibt es die U6.

In INZERSDORF müssen Hackler in einem riesigen Industrieviertel mit dem Bus in die Arbeit kriechen, und kilometerweitee Wohnbauten Richtung Pfarrgasse und Laxenburgerstrasse gibt es auch ...

wieder ein Beispiel für ÖVP Korruption

Gast: k.u.k Feldmarschall
21.09.2012 16:15
0 0

Städtebaulich braucht man in der Josefstadt keine U-Bahn.

Da reicht ein Bulldozer und viel Sprit!

Bulldozer beiseite: vernünftige Metropolen haben alle 100 bis 500 Meter einen Abgang zur U-Bahn.


Gefragt wird wohl jeder,..

..ausser die, welche die U5 im Endeffekt bezahlen müssen, nämlich die Österreicher aus den Bundesländern.

13

Die Forderung nach der U5 ist natürlich nicht ernst gemeint - reiner Aktionismus - die Grünen, die ja eigentlich in der Regel für den Aktionismus zuständig sind haben ein klares Konzept und das ist die relativ billige zu realisierende Strassenbahnlinie 13.

0 0

Re: 13

Das einzige Konzept der Grünen ist Autofahrer abzocken.

Antworten Gast: mx5forever
21.09.2012 14:21
5 1

Die Grünen wollen nur mehr Carsharing!!!


Gast: Achter
21.09.2012 11:50
11 1

Kein Wunder

Als Bewohner des 8. wundert einen das nicht, die Grünen in diesem Bezirk sind Lichtjahre von einer grünen Idee entfernt. Das sind arbeitslose Marxisten, die null Intersse am Bezirk haben. Seit die im Bezirk nicht mehr am Ruder sind, sinds halt gegen Alles, insbesondere was Sinn macht. Dafür schlagen sie vertrottelte Maßnahmen vor wie Josefstädterstrasse als Fußgängerzone. Nachfrage wo der Verkehr auch der öffentliche (2 er Linie) dann hin soll, - Achselzucken. Was soll man von solchen Leuten schon halten.

Gast: Ingenieur2
21.09.2012 11:34
6 0

Einer der wahren Gründe gegen die U5:

Heutzutage ist im U-Bahnbau das eigentliche Problem, dass in "inneren Bezirken" unter den Fundamenten von Häusern aus der Gründerzeit gebaut werden muss. Jedes Haus müsste angesehen, berechnet und neu gesichert werden. Denn nach aktuellem Stand sind viele Häuser in den "inneren Bezirken" zwar halbwegs standsicher, aber nicht wenn unter oder neben diesen gebaut werden muss.

Früher war für Großbaustellen mehr Toleranz der Bevölkerung da bzw. hat man ist man einfach drübergefahren. Der Wiener antwortete mit einer "Kann man eh nix machen"-Mentalität.
Das änderte sich (gott sei dank), trotzdem konnten sich die Wiener Linien bei bisherigen Bauschäden herauswinden, da vor allem Firmen und Gutachter nie die Hand beißen werden die sie füttert (Stadt wien ist der Hauptauftraggeber im Großraum Wien). Aber eine U5 zu errichten wäre, als setze man sich nackt in ein Wespennest.
Mich persönlich würde es sehr wundern, sollte die U5 einmal Realität werden und wenn, dann nur mit sehr sehr viel Steuergeld.

Antworten Gast: Im Abgrund...
21.09.2012 12:56
0 0

Re: Einer der wahren Gründe gegen die U5:

Die inoffiziellen Wünsche der Wiener Linien ist ohnedies, soviel wie möglich Bus rückstellen auf Straßenbahn, und auch die USTRA Herrngasse wäre ihnen wichtiger gewesen als die U1 Verlängerung nach Oberlaa....

Das Mitspracherecht ist halt recht gering, und auf jene zu Hauen die Brötchengeber sind, bedeut schnell den Job loszuwerden.

Auch der Unmut das bis heute trotz Volksbegehren vom 18. Mai 1980, wo sich 77.5% für eine Beschleunigung (inklusive Gürtelquerung) ausgesprochen haben wurde bis heute auf keine einzigen Linie realisiert, jene Linie die Abschnittweise am besten dran ist, der 67 vom Reumahnplatz nach Oberlaa (20km/h) wird durch die U1 (30km/h) ersetzt, und der 43 zockelt noch immer mit 13,7 km/h durch die Stadt!

Beschleunigung in Wien ist grundsätzlich ein Versteckspiel hinter Ampeln, mit echter Beschleunigung hat so etwas nix zu tun!

Geschwindigkeit inklusive Aufenthalt in den Stationen.

Re: Einer der wahren Gründe gegen die U5:

Ein weiteres Problem wird hier übersehen: Wem nützt eine U5?
Hauptsächlich Bezirken mit einem geringeren SP-Wähleranteil. Daher wurden die Pläne der U5 (die gibt es bereits seit mind. 15 Jahre) beiseite gelegt und der Ausbau von Linien genehmigt, wo hauptsächlich Stammwähler zuhause sind (Floridsdorf, Kagran, Stadlau, Simmering,...).

Diese Problematik gibt es allerdings nicht nur in Wien...

Gast: BraS
21.09.2012 11:29
1 4

"Das Bekenntnis der Grünen zum Ausbau des öffentlichen Verkehrs scheint ein sehr selektives zu sein."

selektiv dürfte eher das Bekenntnis der ÖVP sein.
Die lennt nur U-Bahn, und sonst nichts.

was aber daran sinnvoll sein soll, alles verfügbare Geld in eine einzige Linie zu stecken, und alle anderen am status quo zu halten, anstatt die demselben Geld für ALLE Linien Verbesserungen zu schaffen, müssen mir diese Kapazunder mal erklären.

Gast: MacDriver
21.09.2012 09:42
8 1

Frage mich, warum ausgerechnet die Grünen gegen den Ausbau der U-Bahn sind.

Die U5 ist nicht nur längst überfällig und sollte nicht mehr länger verzögert werden, sie wäre gerade für die "grünen" Bezirke in Wien ein optimales VErkehrsmittel. Leider stammt das Schneckentempo beim wiener Ubahnbau noch aus einer Zeit, als die Stadt geschrumpft ist. Zeit wirds, dass die VErkehrsplaner endlich aufwachen und mal einen ZAhn zulegen.

Gast: Viel Spaß!
21.09.2012 09:18
6 2

Das wird der größte Alptraum in Wien werden...

Station Alser Straße, die U6 ist 3. Etage Hochlage ohne Rolltreppe, umbau unmöglich da unter Denkmal, die U5 wird in der 2. Etage Tieflage liegen, derartiges erhöht zwar die Volksgesundheit, das ist aber nicht der Sinn von U-Bahnen, es geht darum das alle rasch, schnell, ohne Hindernisse Umsteigen können, alle heißt, auch für Mütter mit Kinderwagen, auch Für Menschen die eine Rollator benötigen, auch für Menschen die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr gut gehen können.

Gleiches gilt für die Station Hernals, Vorortelinie S45, ich wünsche verdammt viel Spaß bei dem Horrortrip!

Vollkommen unklar die Situation Neubaugasse, die U3 liegt jetzt schon 3 Etagen unter der Erde, eine mögliche U5 wird auf mindesten der 4. Untertage kommen, gehe aber nicht fehl wenn es 5 werden.

Alleine diese 3 Stationen machen jeden möglichen Zeitgewinn vollkommen zu nichte!

Dann haben wir noch so ein paar nette Kleinigkeiten, die die Sache nicht unbedingt zum Sonderangebot werden lassen.

So mal Grob gerechnet um das gleiche Geld könnten wir etwa 25 mal die Straßenbahnlinie 13 bauen, für die kein Geld da ist, dafür haben wir Geld für Fahrradstraßen und anderen Blödsinn, wie diesen Wahnsinn von U5!

2 0

Re: Das wird der größte Alptraum in Wien werden...

kann mich nicht erinnern, dass in wien kurze umsteigewege berücksicht werden und wurden (otto-wagner ausgenommen).
das würde ja eine umfassendere planung und denkweise brauchen.

Antworten Gast: schreker
21.09.2012 12:52
0 0

Re: Das wird der größte Alptraum in Wien werden...

Es ist so schön, wie schnell man in diesem Land gute Argumente gegen alles zur Hand hat.

 
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