Mehr als 6000 neue Verkehrszeichen wurden bereits montiert, am Wochenende werden sie auch enthüllt. Am 1. Oktober wird nämlich das Parken in fünf weiteren Wiener Bezirken bzw. Bezirksteilen kostenpflichtig. Autofahrer müssen dann in Meidling, Penzing, Rudolfsheim-Fünfhaus, Ottakring und Hernals ebenfalls einen Parkschein ausfüllen. Bisher haben etwa 24.000 Anrainer ein Parkpickerl, also eine Dauerabstellberechtigung, beantragt. Die Behörde rechnet allerdings mit 35.000 Antragstellern, weshalb die Ämter diese Woche noch Extraschichten einlegen.
Um den erwarteten Ansturm der noch ausständigen rund 11.000 Antragsteller bewältigen zu können, haben die Bezirksämter bis Freitag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Wer am letzten Drücker beantragen will, hat außerdem noch Auch am Samstag zwischen 8 bis 13 Uhr hat man die Möglichkeit, ein Parkpickerl zu beantragen. Online kann man das Pickerl unter parken.wien.gv.at bestellen. Die Plakette kostet in den fünf Bezirken 140 Euro.
Mit 1. Oktober wird die Parkraumbewirtschaftung im gesamten 15. Bezirk und in Teilen des 12., 14., 16. und 17. Bezirks eingeführt. Zahlen fürs Parken muss man dort an Werktagen zwischen 9 und 19 Uhr. Mit Kurzparkscheinen kann man bis zu drei Stunden lang seinen Pkw abstellen. An Wochenenden und Feiertagen bleibt der Parkplatz gratis.
Fraglich ist allerdings, ob das Pickerlmodell in seiner derzeitigen Form überhaupt noch lange besteht. Schließlich wird derzeit ein neues Modell der Parkraumbewirtschaftung von Stadt und Experten erarbeitet. Dieses soll den Wienern bei der angekündigten Volksbefragung im ersten Quartal 2013 zur Abstimmung vorgelegt werden. Denkbar ist etwa ein Zonenmodell, bei dem die Gebühren der Lage entsprechend gestaffelt wären - also das Parken in City-Lage teurer als am Stadtrand käme.
(APA)
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