Wien/Win. Es laufe gut an, aber Motorradfahrer beschweren sich, und man wisse nicht, wie sich die Situation im verkehrsstarken Herbst entwickle. So lauten die Antworten, wenn man in den drei Bezirken Mariahilf, Neubau und Josefstadt nach der Zufriedenheit mit dem Anrainerparken fragt. Seit Sommer dürfen in gewissen Zonen rund um kulturelle Hotspots wie dem Theater in der Josefstadt nur noch Autos mit Parkpickerl parken.
„Es ist zu früh, um etwas zu sagen, weil jetzt die Sommerferien waren“, heißt es etwa aus dem sechsten Bezirk. Im Achten hält Bezirksvorsteherin Veronika Mickel (VP) an der Ausweitung des Anrainerparkens auf den ganzen Bezirk fest: „Jetzt haben wir das Problem, dass die Leute aus den nahen Grätzeln um das Theater parken.“ So hätten die Anrainer wieder nichts davon. Kritik gibt es auch seitens der Motorradfahrer. „Die dürfen in den Zonen gar nicht parken. Da gehört das Konzept überarbeitet“, sagt Mickel. Auch Thomas Blimlinger, Bezirksvorsteher im Siebenten, berichtet über solche Beschwerden. Ständig verparkt sind die Anrainerparkplätze – entgegen Befürchtungen – übrigens nicht. „Die Hauptauslastung ist in der Früh und am Abend“, heißt es aus dem Rathaus.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.09.2012)
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