Große Auswirkungen auf den Zugsverkehr hat am Freitag ein Unfall auf der Westbahn in Wien gehabt. Die Lokomotive und der erste Waggon eines mit 150 Personen besetzten Intercity-Zugs von Wien nach Salzburg sprangen kurz nach der Abfahrt vom Westbahnhof aus den Schienen. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall um 5.45 Uhr niemand. Die Strecke zwischen Westbahnhof und Hütteldorf war stundenlang gesperrt, in den Abendstunden war sie aber laut ÖBB-Sprecher Herbert Ofner wieder eingleisig befahrbar. Das gilt aber nicht für die Schnellbahnlinie S50. Als Unfallursache könnte eine Weichen-Fehlstellung in Frage kommen.
Bei der Lokomotive handelte es sich laut ÖBB-Sprecher Herbert Ofner um eine 86 Tonnen schwere Taurus. "Da dauert es geraume Zeit, bis sie wieder auf den Schienen steht." Westbahnzüge waren zunächst nur ab bzw. bis Hütteldorf unterwegs. Passagiere wurden gebeten, die U-Bahnlinie U4 zu benützen, ÖBB-Fahrkarten würden als Tickes anerkannt.
Die S50 sollte auch nach 18 Uhr nur ab bzw. bis Hütteldorf geführt werden. In allen anderen Zügen war Ofner zufolge mit leichten Verspätungen zu rechnen. Zur genauen Ursache des Unfalls wollte sich der ÖBB-Sprecher aber nicht äußern. Von den ÖBB werde es vor dem Vorliegen eines Abschlussberichts keine Spekulationen dazu geben, meinte Ofner. Der Bericht sollte "in einigen Tagen" vorliegen.
(APA/Red.)

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