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Wien: "Sofortmaßnahmenpaket" für pünktlichere U4

01.10.2012 | 13:25 |   (DiePresse.com)

Die U4 war zuletzt immer wieder von Störungen betroffen. Nun stecken die Wiener Linien 60 bis 80 Millionen Euro in Sofortmaßnahmen, auch eine Generalsanierung nach dem Vorbild der U1 ist angedacht.

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Sanierung auf Schiene: Die Performance der störungsanfälligen Wiener U-Bahn-Linie U4 soll verbessert werden. Die Wiener Linien haben dazu ein Sofortmaßnahmenpaket mit kurzfristigen Maßnahmen geschnürt. So wird etwa das Schotterbett der Gleise neu aufgearbeitet. Auch eine Generalsanierung ist angedacht: Demnächst wird geprüft, wie eine groß angelegte Modernisierung - nach Vorbild der U1 - aussehen könnte. Das berichteten die zuständige Stadträtin Renate Brauner (SPÖ) und Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer am Montag.

In den vergangenen Wochen und Monaten war die U4, die von Hütteldorf quer bis nach Heiligenstadt fährt, immer wieder von Störungen betroffen. Tatsächlich fiel die "grüne" Linie auch in der Statistik zurück. Während die Gesamtpünktlichkeit der Wiener Untergrundbahn bei 99,3 Prozent liegt, hat sie sich bei der U4 zuletzt auf knapp unter 99 Prozent verschlechtert, wie Steinbauer berichtete. Dies liege, so wurde betont, unter anderem am hohen Alter der Anlagen der ehemaligen Stadtbahn, auf deren Trasse die U4 unterwegs ist.

"Gleisstopfmaschine" mit ersten Maßnahmen

In den nächsten Tagen wird nun zum Beispiel das Schotterbett bearbeitet. Zum Verdichten des Untergrundes setzen die Verkehrsbetriebe eine Gleisstopfmaschine ein. Außerdem werden jene neue U-Bahn-Garnituren des Typs "V-Wagen", deren Lieferung demnächst ansteht, vorrangig auf der U4 eingesetzt. Sie sind der Ersatz für die betagten Silberpfeilwaggons. Mittelfristig werden auch Baumaßnahmen gesetzt: Stellwerke werden modernisiert, ein Betriebsbahnhof erweitert.

Doch auch jene Störungen, die nicht von einem technischen Gebrechen verursacht werden, sind im Visier. So werden Mitarbeiter in den Stationen präsenter sein, um bei kleineren Vorfällen wie ein fälschlich gezogener Notbremsgriff oder ein Rettungseinsatz im Zug schneller eingreifen zu können. Die Kosten für das Paket werden laut Steinbauer rund 60 bis 80 Millionen Euro betragen, wobei die neuen V-Züge, die ja auch auf anderen Linien unterwegs sein können, nicht berücksichtigt sind. Eine Umsetzung der Maßnahmen soll in den nächsten zwei bis vier Jahren erfolgen.

Kein konkreter Plan für Modernisierung

Definitiv ein längerfristiges Projekt ist die groß angelegte U4-Modernisierung. Diese soll nicht nur die grundlegende Erneuerung der Anlagen umfassen, sondern auch den Neubau von Weichen. Solche seien nötig, damit schadhafte Züge nicht einen gesamten Streckenabschnitt blockieren, hieß es. Ähnlich wie bei der jüngst sanierten Linie U1 könnte auch die U4 im Rahmen dieser Arbeiten zeitweise eingestellt werden. Wann dies der Fall sein wird, ist jedoch noch völlig offen: Einen Zeit- oder Kostenplan für die U4-Modernsierung gibt es nämlich noch nicht.

(APA)

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25 Kommentare
 
12
Gast: bim bim da 5er ...
04.10.2012 09:42
0 0

Inserate! Inserate!

Genossen!
Da müssen Inserate her - eine Imagekampangne vom allerfeinsten!
Der Zukauf von getürkten Zufriedenheits- und Jubel-Meinungsumfragen darf natürlich nicht fehlen!

Also bitte - Inserierts die Verspätungen und Störungen einfach weg!

Wir brauchen keine Bauarbeiter - hier ist ein Heer an "PR-Experten" gefragt!

... und dann ist alles wieder ur supi!

Gast: justerix
02.10.2012 11:27
0 0

U 4 etc.

99 % Pünktlichkeit? So ein Blödsinn; bei den vielen Störungen auf allen U-Bahnlinien (nicht nur der U 4) kann das nicht stimmen.
Besonders die häufigen Durchsagen wie "Fahrgasterkrankungen" usw. scheinen teilweise vorgeschoben. WAs steckt da dahinter?

Aha - 80 Mio - ist das ....

.... eine neue Art der Parteienfinanzierung? Denn ändern wird sich sowieso nichts!

Gast: mgl86
01.10.2012 20:30
1 0

80Mio für 0.3% mehr Pünktlichkeit???

Irgendwas passt hier nicht, gut ich bin zwar nicht so oft auf der U4 unterwegs, aber ich scheine eine besonders unpünktiliche Stichprobe gezogen zu haben.

Egal, hier wird Politik gelebt. Bevor man etwas tut erst mal gross ankündigen was man zu tun gedenkt und auf den Applaus warten. Vielleicht, tut man es später wirklich, und ganz vielleicht bringt es dann auch was.

In Wirklichkeit muss man die Presseaussendung daher so lesen: "Wir, die Verantwortlichen der Wiener Linien und die Verkehrsstadträtin haben bemerkt, dass unser Service trotz Imagekampagne als schlecht empfunden wird. Diese öffentliche Wahrnehmung kratzt an unserem Selbstwertgefühl, wir geloben daher die Missstände zu beheben und hoffen mit dieser Ankündigung die Zufriedenheit der Fahrgäste zu steigern. Obwohl, wie wir immer wieder betonen, bei 99% durchschnittlicher Pünktlichkeit gar kein Grund zur Unzufriedenheit besteht.
Da wir aber aus Überzeugung Verkehrsstadträtin bzw. Verantwortliche der Wiener Linien sind, werden wir jede Mühe scheuen und euch keine Kosten ersparen um die Pünktlichkeit auf 99,3% zu heben."

3 0

"Pünktlichkeit"

Die Pünktlichkeit ist schnell erklärt: sobald es zu einer Verspätung kommt, werden ganz einfach die Minutenanzeigen gelöscht. Und eine Minute kann schon mal 180 Sekunden dauern in Wien.

Die U4 ist einfach nur ein Witz. Vorige Woche gab es jeden Tag in der Früh eine Störung, die mindestens 15 Minuten gedauert hat. Wer sich da noch auf die Öffis verlässt, um pünktlich zur Arbeit zu kommen, ist selber schuld.

Prozent od. Promille?

Pünktlichkeit? ? ? abere der Schotter ist Schuld! vielleicht auch die Raucher, die ihre Tschik auf die Gleise geworfen haben .......

Gast: Gelbaugenflasche
01.10.2012 18:43
0 5

individualverkehr mit KFZ verbieten - jetzt


Antworten Gast: Fotzy
01.10.2012 20:25
2 0

Re: individualverkehr mit KFZ verbieten - jetzt

und jedem eine Wohnung in 1010 Wien mit der U-Bahn vor der Haustüre verordnen. Das macht dann die Planwirtschaft perfekt. Zahlen tut´s der Michel und die Vasilinkuh.

Gast: Grauhaartanne
01.10.2012 18:34
0 4

Individualverkehr mit KFZ verbieten - JETZT


Gast: jds05
01.10.2012 18:11
8 0

Die Ursachen für die Probleme im Wr. ÖV-Netz kann man so zusammenfassen:

1. Der Verkehrdienstleistungsanbieter hat sich über langfristige Vereinbarungen an ein "befreundetes" Unternehmen gebunden und kann daher nicht auf dem freien Markt Rollmaterial zukaufen. Das erhöht Preise und senkt Qualität massiv.
2. Die Entscheidungsträger haben in den vergangenen Jahren viel lieber neue Strecken eröffnet als in den Bestand investiert - mit dem Ergebnis, dass Rollmaterial und Infrastruktur aus dem letzten Loch pfeifen.
3. Die Gewerkschaft bestimmt die Fahrpläne ebenso wie die Technik von Fahrweg und Rollmaterial, auch wenn sie keine Ahnung von den Bedürfnissen der Fahrgäste haben.
4. Die per Inserate finanzierte wohlwollende Berichterstattung am Boulevard führt dazu, dass die Entscheidungsträger jeglichen Realitätssinn verloren haben und Probleme als Fantasien nörgelnder Fahrgäste abqualifiziert werden.

Gast: Komisch, schon wieder...
01.10.2012 18:03
1 1

War nicht das U-Bahn Konzept der Grund für die anfällige U4?

Gut die U4 braucht man auch kein maulen über die 80 Millionen die es kosten wird, aber, zu sagen die U-Bahnen sind zu 99,3% Pünktlich, das ist wohl Hohn und Spott auf all jene die das Benützten und tagtäglich erleben, das es bei der Betriebsführung Probleme gibt, Dinge wie der Ausfall eines Zugs, und 10min warten werden ja gar nicht mehr erfaßt!

Auch kein Grund zu maulen über den Einbau von Wichen die ohnedies nie benützt werden, Gleiswechselbetrieb gibt es seit 5 Jahren aus Sicherheitsgründen nicht mehr, anderseits die Sitzbänke beim 43er rausreißen, und den weiterhin mit 13km/h durch die Stadt ruckeln zu lassen, da etwas zu ändern ist etwas Überforderung, oder?

Geld bekommt in dieser depperten Stadt nur einer, die Heilige Kuh U-Bahn und sonnst niemand!

100 Million für die U1 und 80 Million für die U4, um dieses Geld bekommt man auch 1,5mal den 13er, auch dafür ist man in der Stadt zu deppert, und will um keinen Preis dafür auch nur einen Cent ausgeben, trotz täglichem Chaos, aber über diesen Normalzustand wird gleich gar nicht mehr geredet!

Gast: superquant
01.10.2012 17:36
5 0

Gesamtpünktlichkeit

Aso. Gesamtpünktlichkeit:
Wenn die durchsagen "Derzeit kommt es auf der Linie U4 zu unregelmäßigen Intervallen". Dann ist egal wann der Zug kommt 100% Gesamtpünktlichkeit: Man weiss ja nicht wann der Zug kommt und da es keine erwartete Ankunftszeit gibt ist irgendeine Ankunftszeit 100% pünktlich. Und wenn auf der Anzeige 3 min steht aber der Zug erst in 5 min kommt dann bleibt die Anzeige halt einfache 2 min bei 1 minute stehen. Cool wieso haben die dann nicht 120% Gesamtpünktlichkeit. Ich sage nur 7 von 4 Wienerlinienmanagern können nicht rechnen

Antworten Gast: jds05
01.10.2012 18:05
2 0

Re: Gesamtpünktlichkeit

Das ist einfach angewandter Sozialismus: Erinnern Sie sich an Honecker - der wurde auch immer mit 99% der Stimmen gewählt. Warum sollen die Wiener Linien dann nicht auch 99% Pünktlichkeit erreichen können...

Gast: Kibietz
01.10.2012 16:26
9 0

Die Radiomeldungen über divere Öffi-Störungen kennt man ja

Dafür oll man auch noch einen Fahrschein kaufen um in einem überfüllten Öffi unbequem und unsicher fahren zu dürfen. Man wird belätigt von diveren Bettlern, kann die ganze Zeit tehen, kommt trotzdem zu spät und man fährt auch noch länger.

Seit ich wieder aufs Auto umgestiegen bin, bin ich pünktlicher, relaxter und kann mitnehmen was ich will (Ersatzkleidung, Laptop, Smartphone, usw.) ohne da ich Angst haben müsste das es gestohlen wird.

Gast: Lotte
01.10.2012 15:31
10 0

Wer hat an der Uhr gedreht...

Die Pünktlichkeit der Wiener U-Bahnen liegt bei 99,4%...
Nun ja, aber auch nur, wenn zu dieser Berechnung die Digitalanzeige auf dem Bahnsteig herangezogen wird, denn da sind die Wiener Linien so dreist, eine neue Definition der Einheit "Minute" vorzugeben.
1 Minute entsprechen nun üblicherweise gut 120 Sekunden denn 60. Bedenklich?

Re: Wer hat an der Uhr gedreht...

Das liegt daran, dass es sich hier nicht um "richtige" Minuten, sondern "U-Bahn-Minuten" handelt.

Gast: Max Renner
01.10.2012 15:27
4 0

Wiener Linien

16 Jahre, war ich bei den Wiener Linien. Das Problem ist nicht neu, es besteht seit knapp 20 Jahren. Speziell in der früh kommt es zu den üblichen Störungen, die sich oft erst zwischen 10 und 11 Uhr legen.

Dabei rede ich noch nicht mal von den üblichen Zugausfällen. Mehrmals wurde versprochen das zu beheben, aber es wird wohl nach wie vor kein Plan dafür existieren.

Gleisstopfmaschine ist auch nicht neu, die ist immer wieder im Einsatz. Heilgenstadt war lange Zeit ihr Dauerparkplatz.

Gast: Wassila Kuh
01.10.2012 15:26
7 1

Warum sind Journalisten so dämlich?

Was bitte soll man sich unter einer "Gesamtpünktlichkeit von 99,3 Prozent" vorstellen? Wieso gibt man jeden noch so eklatanten Schwachsinn mit Begeisterung weiter - und kommt sich vielleicht auch noch gescheit vor?

Als wie wenn die Wiener Linien dafür Budgetmittel zur Verfügung hätten


Da wird sicher wieder die Stadt Wien aufkommen (dürfen). Die nächsten Pickerlgebiete warten schon!

Antworten Gast: 444
01.10.2012 16:30
1 0

Re: Als wie wenn die Wiener Linien dafür Budgetmittel zur Verfügung hätten

die können sich ja nicht mal die wartung ihrer strassenbahngleise leisten:

Schäden am Gleisnetz bremsen Wiens Straßenbahnen aus

http://derstandard.at/1345166955647/Schaeden-im-Gleisnetz-bremsen-Wiens-Strassenbahnen-aus
" target="_blank">http://derstandard.at/1345166955647/Schaeden-im-Gleisnetz-bremsen-Wiens-Strassenbahnen-aus

" target="_blank">http://derstandard.at/1345166955647/Schaeden-im-Gleisnetz-bremsen-Wiens-Strassenbahnen-aus
" target="_blank">http://derstandard.at/1345166955647/Schaeden-im-Gleisnetz-bremsen-Wiens-Strassenbahnen-aus



hauptsache es gibt nacht-ubahn und verbilligtes jahresticket..

Gast: TurboSchorsch
01.10.2012 15:10
3 0

Bloss nicht hetzen!

Also seit mindestens zwei Jahren hakt es bei der U4. Jetzt, also 2 Jahre später NACH Auftreten von Problemen, von Sofort(!!)maßnahmen zu sprechen, finde ich kühn!

Wie lange dauert es bei den Wiener Linien dann, bis nachhaltige Maßnahmen umgesetzt werden?

Gast: Presseleser
01.10.2012 14:59
7 0

Dieses Sofortmaßnahmenpaket


hätten wir schon vor 3 Jahren gebraucht.



Gast: Geschockter
01.10.2012 13:42
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Entgleisung absehbar

Stadtauswärts zwischen Braunschweiggasse und Ober St. Veit schlängeln die Waggons beängstigend. Eine Entgleisung wartet bereits darauf einzutreten.

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Re: Entgleisung absehbar

Amen. Besonders zwischen Ober- und Unter St. Veit. Das fällt nicht mehr unter Rumpeln an der Stelle, das ist ein spürbarer Hupfer, den die Waggons da machen.

Antworten Antworten Gast: Geschockter
01.10.2012 20:22
0 0

Re: Re: Entgleisung absehbar

nein, die schaukeln seitwärts - und viel zu stark

 
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