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Stadt Wien bläst zur Jagd auf Wildschweine

01.10.2012 | 13:35 |   (DiePresse.com)

Vor allem in den Wiener Randbezirken entwickeln sich Wildschweine zur Plage für Bauern und Gartenbesitzer. Nun stockt die Stadt das Jagdpersonal auf.

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Den Wildschweinen stehen in der Bundeshauptstadt schwierige Zeiten bevor: Die Stadt Wien verstärkt die Bejagung. Denn die Tiere haben sich zuletzt in den Randbezirken zur regelrechten Plage entwickelt. Sie halten sich derzeit vor allem im Wienerwald, in der Lobau oder im Bereich Bisamberg auf, berichtet Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ). Nun ist geplant, die schweinische Population wieder zu reduzieren - unter anderem durch eine Aufstockung des Jagdpersonals.

Das vermehrte Vorkommen hat laut Forstdirektor Andreas Januskovecz verschiedene Gründe: Zum einen profitiert das Schwarzwild von den milderen Wintern. Pro Muttertier gibt es oft nicht mehr - wie früher - nur eine Geburt, sondern zwei bis drei. Auch die Anzahl der Jungen pro Geburt steigt. Galt früher ein Wurf mit acht Nachkömmlingen schon als "Großfamilie", erblicken inzwischen bis zu zwölf Tiere gemeinsam das Licht der Welt.

Massiv war der Anstieg der Population im Vorjahr - da Eichen und Buchen viele Samen trugen, was das Futterangebot beträchtlich erhöhte. Die Folge waren beachtliche Schäden in der Natur. Laut den Wiener Forst-Verantwortlichen sind Bäume genauso gefährdet wie frische Aussaaten in der Landwirtschaft. Vor allem Kartoffel- oder Getreidefelder werden gerne verwüstet. Doch auch Rebstöcke sind nicht sicher, da Wildschweine auch reife Weintrauben schätzen.

Grundsätzlich nicht gefährlich

Inzwischen machen die Tiere sogar vor Privatgärten nicht mehr Halt. Nahrung finden sie dort vor allem bei Komposthaufen oder in Mistkübeln. Laut Januskovecz sind Wildschweine grundsätzlich nicht gefährlich. Wenn sie sich aber bedroht fühlen und keine Fluchtmöglichkeit mehr haben, kann es für Menschen aber sehr wohl brenzlig werden.

Umgekehrt macht nun der Mensch den Tieren das Leben schwer: Angesichts der Entwicklung und da natürliche Feinde wie Bär oder Wolf nicht mehr vorkommen, wird das Jagdpersonal von derzeit zehn auf bis zu 15 Personen aufgestockt. Wobei schon jetzt intensiv abgedrückt wird: An die 35.000 Abschüsse wurden in der gesamten Ostregion (Wien, NÖ, Burgenland, Anm.) etwa 2010 registriert. Das ist deutlich mehr als in den Jahren davor.

Jagd nun fast im ganzen Stadtgebiet

Bisher konnten Wildtiere nur in den Jagdgebieten, also nur in den Randbereichen der Stadt, erlegt werden. Eine Änderung des Jagdgesetzes macht es nun möglich, falls nötig im gesamten Stadtgebiet aktiv zu werden. Zudem sind regionale Schwerpunktaktionen mit Gemeinden in Niederösterreich geplant.

Die Stadt betont, dass auch Nicht-Jäger durch ihr Verhalten Einfluss nehmen können, etwa durch die Abdeckung von Komposthaufen. Keinesfalls, so wird zudem betont, sollen Wildschweine und andere Wildtiere gefüttert werden.

(APA)

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41 Kommentare
 
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Gast: Wiener
01.10.2012 16:20
3 1

Die Rot(t)en gleich zur Jagd freizugeben finde ich dann doch etwas übertrieben!

;)

Antworten Gast: Jäger111
01.10.2012 17:40
2 3

Re: Die Rot(t)en gleich zur Jagd freizugeben finde ich dann doch etwas übertrieben!

Wahrscheinlich, weil man die Grünen im Wald nicht sieht.
Können aber sicher auch geschossen werden.

Gast: Waldstreifer
01.10.2012 15:35
3 4

zuerst wurden sie ausgesetzt


dann werden sie zur Plage.

Diese Möchtegernplaner gehören zum Teufel gejagd.

Antworten Gast: HUBERTUS
01.10.2012 17:24
2 0

Quatsch!

Wildschweine sind bei uns heimisch.

Antworten Antworten Gast: Konservativer
01.10.2012 19:23
3 1

Die sind bald auf meinem Teller heimisch.


Antworten Antworten Gast: Waldstreifer
01.10.2012 18:14
0 1

Re: Quatsch!

..wurden in den Wiener Randbezirken ausgesetzt - unabhängug davon dass sie weiter draußen heimish sind.

Re: Re: Quatsch!

so ein Blödsinn, die haben Füße an jeder Ecke eins

Gast: globetrotterneu
01.10.2012 15:20
2 0

Der häupl ist das größte Problem

Also Weinmanns Heil.

Jagdpersonal

In Wien wird das Jagdpersonal aufgestockt, wodurch ein paar schießwütige auch noch für das Erlegen eines Wildschwines bezahlt werden.
In anderen Bundesländern zahlen Jäger noch viel Geld um ein Wildschwein schießen zu dürfen.
Ja, ja Wien ist anders.

Re: Jagdpersonal

die zahlen nicht für ein Wildschwein sondern eigentlich nur für starke Keiler( ausgewachsenes männl. Schwein). Hier soll aber Bestand reduziert werden, und dafür zahlt eigentlich keiner irgendwo.

Antworten Gast: eiiiiiiiiiiieiiiiiiiiiiiiiiieiiiiiiiiiiiiii
01.10.2012 15:32
2 3

Re: Jagdpersonal

die gelegenheit für eine freundschaftliche jagdeinladung unter hochdotierten leistungsträgern

Gast: Jag den Jäger
01.10.2012 14:19
2 4

Selber Schuld

Der Mensch dringt ja auch immer mehr in den natürlichen Lebensraum der Tiere ein. Die natürlichen Feinde wurden ausgerottet.

Wie wärs wenn man Bär und Wolf wiederansiedeln würde? Freu mich schon auf so einen Grünrock im Stadtgebiet, der ist sein Gewher los. Und da hat er noch Glück!

Re: Selber Schuld

Ich find den Vorschlag, Bären und Wölfe in Wien anzusiedeln, echt toll. Von den Tierschützern kommen einfach die besten Ideen.

Antworten Gast: Hubertus
01.10.2012 17:23
3 1

Re: Selber Schuld

Wie wärs wenn Sie mit Bär und Wolf, in Wien, in Ihrer Wohnung zusammenleben? Wo ist denn der natürliche Lebensraum des Menschen wenn wir doch überall in den Lebensraum der Tiere eindringen? Von den "Tierliebhabern" welche die Wildschweine mit Küchenabfällen etc. füttern und sie dadurch auch noch anlocken liest man in dem Bericht auch nichts. Davon gibts aber zu genüge.

Antworten Antworten Gast: Jag den Jäger
01.10.2012 20:13
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Re: Re: Selber Schuld

Sogar die Jäger füttern sie um sie nachher abknallenzu können. Ausserdem wird immer mehr Wald-und Ackerfläche urbanisiert, wo sollen sie denn noch hin? Wenn sie nichts anderes zum fressen finden fressens auch Küchenabfälle, warum auch nicht? deswegen braucht an sieja nicht gleich abzuschiessen.

Was spricht dagegen Bär undWolf wiede bei uns heimisch zu machen? Futterangebot (Wild- und sonstge Schweine) gibts ja anscheinend genug.

Re: Re: Re: Selber Schuld

aber leider halten die sich dann möglicherweise an das ihnen zugedachte Angebot und reißen Schafe, weil es bequemer ist?

Vielleicht kommt auch ein Bär darauf, dass es in Menschennähe immer was zum erbeuten gibt, im schlimmsten Fall den Menschen selbst, was dann?


 
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