Graz/Mal. Probleme bei neu eingerichteten Parkzonen, wie aktuell in Wien, gibt es in Graz immer wieder, sagt Gottfried Pobatschnig, Leiter des Parkgebührenreferates im Straßenamt.
Bewohner würden sich über Dauerparker und Pendler beschweren, auch vor Ort gäbe es hin und wieder erhitzte Wortwechsel zwischen Anrainern und Pendlern. „An den Zonengrenzen sind wir dazu übergegangen, nur auf einer Straßenseite, beziehungsweise straßenabschnittsweise Gebühren einzuheben.“ Dieses Modell der auslaufenden Zone habe sich bewährt, da es die angespannte Parksituation entschärfe.
In der Grazer Innenstadt ist Parken grundsätzlich kostenpflichtig. Die Kurzparkzone beziehungsweise blaue Zone wurde flächendeckend über die Innenstadtbezirke gelegt. Eine halbe Stunde kostet 60 Cent, die maximale Parkdauer beträgt drei Stunden. Bezahlt wird via Handy oder Parkautomat.
Die grünen Zonen der Randbezirke gibt es seit 2007, hier ist Parken bis zu 24 Stunden am Stück erlaubt – maximaler Kostenpunkt: fünf Euro. Zusätzlich zu den 26.000 Parkplätzen in den Zonen gibt es 8500 Tiefgaragenplätze. Anrainer können in der blauen wie in der grünen Zonen Ausnahmegenehmigungen, sogenannte Parkkarten, lösen.
In Zukunft sollen die Zonen nur nach Bedarf ausgeweitet werden, einmal jährlich werde die Situation evaluiert.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.10.2012)
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