Wien/red. Die Stadt erhöht die Mieten im Gemeindebau. Wer neu in eine Gemeindebauwohnung einzieht, muss den Richtwertmietzins zahlen - also zehn Prozent mehr als bisher, erklärte Wohnbaustadtrat Michael Ludwig dem „Kurier".
Bisher mussten Gemeindebaubewohner nur 90 Prozent des Richtsatzes bezahlen. An alten Verträgen ändert sich aber nichts, die Mieterhöhung gilt nur für neue Verträge. Die zusätzlichen Einnahmen sollen nicht ins Budget, sondern in die Mietzinsrücklagen zur Sanierung der Gemeindebauten fließen. Dadurch sollen mehr Reserven aufgebaut werden, um Mieter im Fall einer Sanierung finanziell weniger zu belasten.
Gleichzeitig drosselt die Stadt die Aufwertung von Gemeindebauwohnungen: In Zukunft werden freie Wohnungen der Kategorie B und C nicht mehr automatisch auf Kategorie A umgebaut - weil diese Wohnungen (Stichwort: deutlich billigere Mieten) von den Mietern derzeit sehr stark nachgefragt werden. Jährlich werden rund 3000 B- und C-Wohnungen aufkategorisiert. Die Zahl soll auf 1500 halbiert werden.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 12. oktober 2012)
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