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Deserteursdenkmal: Ballhausplatz als Standort fix

12.10.2012 | 14:40 |   (DiePresse.com)

Die Gedenkstätte für Opfer der NS-Militärjustiz wird am Ballhausplatz errichtet. Bis zuletzt war auch der Heldenplatz als Standort im Rennen.

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Nach monatelangen Verhandlungen ist die Standortfrage rund um das projektierte Deserteursdenkmal in Wien nun geklärt: Die Gedenkstätte für Opfer der NS-Militärjustiz wird am Ballhausplatz realisiert. Das gaben Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) und der grüne Klubchef David Ellensohn am Freitagnachmittag via Aussendung bekannt. Das Denkmal soll noch 2013 stehen.

Bis zuletzt war auch der Heldenplatz als möglicher Standort im Rennen. Eine Zeit lang schien es sogar, als würde dieser von den Verantwortlichen favorisiert werden. Zuletzt hatte sich allerdings das Personenkomitee "Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz", das in die Gespräche miteingebunden war, strikt gegen den Helden- und für den Ballhausplatz ausgesprochen.

(APA)

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152 Kommentare
 
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man kann froh sein damals nicht gelebt zu haben...

...aber muss man das immer wieder aufwärmen?

Gast: hk1190
25.10.2012 12:33
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Denkmal

Sehr interessant und die Erkenntnis daraus ist: richtig oder falsch orientiert sich an Zeitströmen und Ideologien, die sich wandeln und aus diesem Blickwinkel muß man auch die Errichtung von sogenannten Denkmälern sehen.

Gast: Doividl
20.10.2012 20:58
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Horuck

Auch Dollfuß-Denkkmäler sind nicht lange gestanden. Das Volk weiß sich da schon zu helfen. Im Prinzip ist es also hinausgeschmissenes Geld für ein "Denk mal!", dass keinen Respekt vor Toten kennt und Sitte und Moral auf den Kopf stellt

Vorschlag

Wie wäre es mit einem Denkmal für die nach Kriegsende geschändeten Frauen?

Dagegen kann doch niemand sein?

Re: Vorschlag

Das waren Opfer, die besagten Deserteure hingegen Helden. Opferdenkmäler gibts zum Glück schon...

Gast: Jose Mario Branca
15.10.2012 18:51
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wie in der ehemaligen DDR

Im Osten Deutschlands stehen noch immer von den ehemaligen Machthabern errichtete Deserteur Denkmäler.
Sozialdemokraten (wie die Leute sich jetzt nennen) ist DDR und SED pur.
Jetzt auch in Österreich, ich schäme mich.

Schieflage.

Status quo ist, dass in jedem Straßendorf ein Kriegerdenkmal steht, auf dem mit viel Pathos jener "Helden" gedacht wird, die sich dazu verführen ließen für ihren Führer in einen Angriffskrieg zu ziehen. Mir gehts nicht darum diese armen Seelen herunterzumachen.
Aber die pauschal zu Helden zu machen, während man bei den anderen pingelig tut, kanns ja wohl auch nicht sein.

Re: Schieflage.

Die Leute haben sich nicht verführen lassen-sie wurden schlichtweg gezwungen! Das ist ein riesen Unterschied.
Sie reden sichs leicht-man muß Geschichte immer mit den Maßstäben der damaligen Zeit bewerten.

Damals stand auf desertieren die To.esstrafe. Ist nicht wie heute, wo die Strafandrohung auf Gefängnis ist und man dann vom BP begnadigt wird. Zu der Zeit hat es schon gereicht, ins KZ zu kommen, wenn man einen ausländischen Radiosender gehört hat und man wurde vom Nachbarn angezeigt-oder man hatte jüdische Vorfahren.

Wenn ihre Eltern schon zu jung sind, Ihnen die Erfahrungen weiterzugeben, dann schauen Sie sich zumindest den "Bockerer" an.

Re: Re: Schieflage.

Um so mehr sind doch all jene, die desertiert sind, die wahren Helden - nicht?

Antworten Gast: Tassen im Schrank...na ja
17.10.2012 18:53
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Helden oder nicht

Die Männer, die in ihren Dörfern durch die Kriegerdenkmäler geehrt werden, haben sich nicht "verführen lassen", sondern sind dem Gesetz gefolgt. Wenige nur wären freiwillig in den Krieg gezogen. Die Männer unseres Landes sind in den Kampf gezogen wie andere Männer anderer Länder auch....wie es ihnen das Gesetz befahl. Aber man kann in Zeiten des Randalierens und Nachplapperns jeden Unfugs nich mehr viel Überlegung erwarten oder gar Verständnis für Rechtstreue.

Deserteure sind in der Regel Feiglinge und/oder Verräter! Und ein Deserteur aus Sympathie für den Bolschewismus verdient auch kein Denkmal!

Hier versuchen nur gesellschaftszersetzende Marxisten aller Coleurs das Sodlatentum an sich zu beschmutzen!

Re: Deserteure sind in der Regel Feiglinge und/oder Verräter! Und ein Deserteur aus Sympathie für den Bolschewismus verdient auch kein Denkmal!

Deinen Hass kann man ja förmlich rauslesen. Wünsche Dir für die Zukunft alles Gute und mehr Glück im Leben.

"Deserteure sind in der Regel Feiglinge und/oder Verräter!"

Wer im NS-Regime desertierte war ganz sicher kein Feigling. Verräter durchaus. Allerdings find ichs ehrenhafter besagte Ideologie zu verraten, als sich ihr zu fügen.

Re: "Deserteure sind in der Regel Feiglinge und/oder Verräter!"

Bis dato sieben negative Bewertungen... das sagt viel über die Leserschaft aus. Hoffe eure Ideologie gerät bald vollends in Vergessenheit.

Antworten Gast: Hacklwerfer
15.10.2012 13:42
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Re: ...das Sodlatentum an sich zu beschmutzen!

Was willst da noch mehr beschmutzen?

Einer der andere Väter erschiesst, KANN seine eigenen Kinder gar nicht wahrhaftig lieben...

Generell allen Desterteuren ein Denkmal zu errichten, geht sicher nicht.

Leute wie Jägerstätter ware keine Deserteure, sondern Wehrdienstverweigerer. Die wären also von so einem Denkmal gar nicht berücksichtigt. Andererseits wird jemand, der einen Tag vor Kriegsende seinen kommandierenden Offizier im Schlaf erschießt und dann zu den Alliierten überläuft mit diesem Denkmal als Vorbild dargestellt. Die Sache ist zu kompliziert, um sie links-grünen Antifa Ideologen zu überlassen. Jeder hat Verständnis für Soldaten, die auf Fronturlaub nach Hause kommen und ihre Familien wurden inzwischen ins KZ abtransportiert. Das so jemand abhaut, ist klar, bedeutet aber noch lange nicht, dass er deshalb das Soviet-Gulag-Genickschuss Sozialisten-Regime des Josef Stalin besser als den Braunauer findet.

Gast: Leser
15.10.2012 09:47
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Die linken Schreihälse werden verstummen wenn eines Tages das Volk vor ihrer Tür steht.

Aber solange macht nur so weiter.

Re: Die linken Schreihälse werden verstummen wenn eines Tages das Volk vor ihrer Tür steht.

Fein der, der als 'Gast' postet :-)

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Re: Die linken Schreihälse werden verstummen wenn eines Tages das Volk vor ihrer Tür steht.

u.a. darum soll es dieses Denkmal geben; damit man eben nicht den Mund hält, wenn die nationalen Sozialisten wieder vor der Tür stehen. Idealerweise werden sie schon daran gehindert, überhaupt in die Nähe der Tür zu kommen, aber wenn ich mir das hier so anschau, scheint der Zug abgefahren.

lustig immer wieder: die Rechte denkt, sie allein sei das Volk.

le peuple, c'est moi ... das hätten sie gern

'Volk vor der Tür.'

Wiedermal ausgesperrt von rechten Despoten?

Gast: Toleranz und Menschlichkeit, jetzt und zu anderen Zeiten!
15.10.2012 08:50
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Das Problem ist, Gesetzte gelten nur für seine Zeit, was gestern noch rechtens war ist heute unrecht, was morgen recht ist, ist heute unrecht und eben umgekehrt.

Was niemals unrecht sein darf, ob jetzt in Zukunft oder Vergangenheit, ist die Menschlichkeit, und das erkennen von Unrecht, allerdings soll man da nicht vergessen, auch heute gibt es verdammt viel Unrecht, die Menschlichkeit betreffend, nicht nur irgendwo in fernen Ländern sondern direkt in diesem Haus, bei uns ist die Situation eben nur relativ besser als in China und auch das kann sich mal ändern in ferner Zukunft.

Gewisse Parteien würden gut beraten sein, eher auf heute und morgen zu sehen, als das verharren in der Vergangenheit, und gewissen Parteien würde es gut stehen auch jene zu tolerieren die nicht in ihren Gedanken paßt, und das betrifft definitiv nicht nur eine Partei in Österreich!

Das reden von entarte Kunst ist auch nicht ein Monopol einer Partei, erinnert sei an Dingen wie Thomas Bernhardt, heute Nationalheiliger, zu seinen Schaffenszeiten am besten mit einem Nassen Fetzten vertreibend, und vergessen sei auch nicht an den Protesten von Kottan ermittelt, da können sich verdammt viele an der eigenen Nase nehmen, auch jene die eine gewisse Partei niemals wählen würde!

Unter diesem Gesichtspunkt st das Thema Denkmal zu sehen, eine Partei wäre besser beraten aktiv an der Gestaltung mitzuwirken als nur Nein zu sagen, schlußendlich geht es auch darum was das Denkmal in Zukunft zeigen und Aussagen will.

Heutzutage redet es sich so einfach

Sich einem Verbrecherregime zu verweigern, kann kein Verbrechen sein. Und deshalb ist eine Rehabilitation der Deserteure von damals längst überfällig-ob sie deshalb zu Helden werden, ist eine andere Sache. Das glaube ich auch wieder nicht. Sie sind das Risiko eingegangen, bei der Flucht erwischt und hingerichtet zu werden-dafür konnten sie wieder nicht an der Front fallen. War einfach eine Risikoabschätzung.

Straches propagierter Unsinn, dass Deserteure Verrat an ihren Kameraden begangen haben, ist für mich andererseits aber auch nicht nachvollziehbar.

Umgekehrt sind aber Soldaten, die damals eingerückt sind, auch pauschal keine hitlertreuen Verbrecher gewesen.

Helden waren auf jedem Fall jene Leute, die Attentate auf Hitler durchgeführt haben oder sonst irgendwie im Widerstand waren.

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lauter soldaten hier im forum

Und alle an der front?!

Nicht alle die einberufen worden sind, haben auch an der front gekämpft.

Manche postings sind hier die pure verhöhnung aller jüdischer und auch österreichischer opfer in den arbeitslagern. Die männer die sich geweigert haben solche taten für DE zu vollbringen als feiglinge abzustempeln ist beschähmend. Seinen nachbarn, oder besten freund, oder auch schwiegersohn/tochter in einen kz verhungern, quälen und umzubringen, nur weil er in das feindbild von nazi-deutschland passte, war eben nicht jeder manns sache.

Der presse würde ich des weiteren empfehlen ihre onlinezeitung nicht als platform für radikal rechtes gedankengut zur verfügung zu stellen und somit zu derer verbreitung beizutragen.

Re: lauter soldaten hier im forum

Ein kontroverser Meinungsaustausch, wo liegt das Problem ?

Re: Re: lauter soldaten hier im forum

Das Problem liegt an rechtsradikalen Äußerungen. Ja, mich stört so eine aggressive Stimmung in einem 'Forum' wie diesem auch. Nicht auszudenken was erst passieren würde, wenn den Leuten die Kohle ausgeht. Dann könnt man seinen unreflektiert Hass wieder an 'Den Anderen' auslassen...

Antworten Gast: nomore
15.10.2012 08:53
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Re: lauter soldaten hier im forum

vor allem stimme ich mit ihrem letzten absatz überein...

 
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