Die Station der Wiener U-Bahn-Linie U1 wird mit der ersten Teil-Inbetriebnahme umbenannt. Am 9. Dezember ist es soweit, wenn der Hauptbahnhof für Passagiere und Züge der Ostbahn in Betrieb geht. Zum biserhigen Stationsnamen "Südtiroler Platz" gesellt sich dann der Hauptbahnhof als Doppelname: "Südtiroler Platz - Hauptbahnhof" wird dann bald die neue weibliche Stationsansage in den U-Bahnen ankünden. Ein Name, der für Aufsehen sorgt.
Schließlich wurde ursprünglich angekündigt, die Station in lediglich "Hauptbahnhof" umzubenennen. Von diesem Plan sei man aber abgekommen, erklärt Wiener Linien-Sprecher Dominik Gries gegenüber DiePresse.com: "Es gibt Leute, die seit 30 Jahren am Südtiroler Platz aussteigen. Es will ja nicht jeder in Wien zum Hauptbahnhof". So sei es zum Doppelnamen gekommen, "obwohl wir das normalerweise nicht so gerne machen", wie Gries sagt. Ein ähnliches Beispiel in Wien finden sich in der Station "Landstraße - Bahnhof Wien Mitte".
Warum nicht von vornherein ein Doppelname kommuniziert wurde? "Natürlich wird so etwas konkreter, wenn es in die Zielgerade geht", argumentiert Gries.
Südtiroler Interventionen?
In einem Bericht von derstandard.at ist die Rede von Südtiroler Interventionen. Südtiroler Politikern soll es nicht recht gewesen sein, dass der Hinweis auf die norditalienische Provinz aus dem Wiener U-Bahn-Plan verschwindet, wird in dem Bericht auf vertrauliche Quellen verwiesen. Der Streit um den Namen soll sich sogar über zwei Monate erstreckt haben.
(Red.)
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