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Reform bei Straßenbahnlinien: 71er fährt künftig auch am Ring

30.10.2012 | 17:21 |   (Die Presse)

Ab dem 9. Dezember werden die Linien D, 6 und 71 neu geführt. Verbesserungen sollen die neuen Strecken insbesondere in Simmering bringen. Derzeit werde an einer umfassenden Informationskampagne gearbeitet.

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Wien/KB. Die Wiener Linien stellen ihre Straßenbahnlinien D, 6 und 71 um. Mit dem Fahrplanwechsel ab 9. Dezember wird auf der Ringstraße mit dem 71er eine weitere Straßenbahn unterwegs sein. Derzeit endet die Linie auf dem Schwarzenbergplatz, nach der Umstellung wird sie bis zur Börse verlängert.

Damit ist zusätzlich zu den Linien 1, 2 und D eine vierte Straßenbahnlinie auf der Ringstraße im Einsatz. Die neue Endstation am anderen Ende wird der Zentralfriedhof sein – und nicht mehr Kaiserebersdorf wie bisher. Im Gegenzug steht der Linie 6 nun eine Verlängerung bis nach Kaiserebersdorf bevor, die zweite Endstation für den 6er bleibt die Haltestelle Burggasse-Stadthalle (siehe Grafik).
Ziel dieser Maßnahmen sei, das Wiener Straßenbahnnetz attraktiver zu machen und so noch mehr Fahrgäste anzulocken, sagte Vizebürgermeisterin und Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ) am Dienstag bei einer Pressekonferenz. „Wenn wir über den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel in Wien sprechen, geht es meistens um U-Bahn-Projekte, was auch gut so ist, schließlich ist die U-Bahn das Herzstück der Wiener Linien“, sagt Brauner. „Aber wir Wiener lieben auch unsere Bim, die für uns von unendlicher Bedeutung ist.“

Vorschläge des Fahrgastbeirates

Eine Verlängerung wird es auch bei der Linie D geben, die ab 9. Dezember bis zur Ostseite des neuen Hauptbahnhofs fahren wird. Zudem verändert sich die lokale Streckenführung der Buslinien 13A und 69A mit der Teilinbetriebnahme des Hauptbahnhofs (ebenfalls am 9. Dezember).

Verbesserungen für die Fahrgäste gibt es auch auf der Buslinie 74A: Wegen der abgeschlossenen Bauarbeiten in Wien Mitte wird sie ab 8. Dezember wieder bis zum Stubentor geführt.

Die Änderungen bei den Straßenbahnlinien gehen auf Vorschläge des Fahrgastbeirats der Wiener Linien (eine Interessenvertretung der Fahrgäste) zurück. Wiener-Linien-Geschäftsführer Eduard Winter zufolge wird nun die zweite Phase des sogenannten Ringlinienkonzepts durchgesetzt.

In der ersten Phase wurde die Streckenführung der Linien 1 und 2 geändert, die Linie 1 fährt seit Oktober 2008 (statt der bisherigen Runden um den Ring) vom Prater zum Stefan-Fadinger-Platz, die Linie 2 vom Friedrich-Engels-Platz zur Ottakringer Straße.

Durch die neue Streckenführung der Linie 71 wird es auf der Ringstraße deutlich mehr Umsteigemöglichkeiten geben, beispielsweise am Straßenbahnlinien-Knotenpunkt Schottentor und dem U-Bahn-Knotenpunkt Karlsplatz. Außerdem sollen die Fahrgäste durch die zusätzliche Linie am Ring von mehr Plätzen und dichteren Intervallen profitieren.

Um die Kunden der Wiener Linien über die bevorstehenden Änderungen zu informieren, wird derzeit an einer umfassenden Informationskampagne gearbeitet.

Dichtere Intervalle in Simmering

In Simmering soll die Verlängerung der Linie 6 nach Kaiserebersdorf dichtere Intervalle bringen, auch der ULF-Anteil werde sich deutlich erhöhen. „Die Neuordnung der Straßenbahnlinien in Kaiserebersdorf ist zum Vorteil der Menschen in Simmering, die sich über kürzere Wartezeiten freuen können“, meint Simmerings Bezirksvorsteherin Renate Angerer (SPÖ).

Die veränderten Routen würden im Übrigen keinerlei Mehrkosten verursachen. Brauner: „All das ist aufkommensneutral. Dafür sind keine zusätzlichen finanziellen Mittel nötig.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.10.2012)

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30 Kommentare
 
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Gast: richarda12
31.10.2012 16:41
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VERÄNDERUNGEN

Veränderungen ab 09.November 2012 bei der Autobuslinie 171.

Ab diesem Datum, den 09. November, verkehrt die Autobuslinie 171 nicht mehr in Wien.

Stattdessen wird die Route der jetzigen Linie 171, ab diesem Datum in veränderter Form der Streckenführung, Haltestellen und Abfahrtszeiten durch die neue Autobuslinie 71A ersetzt.

Neu:

71A Kaiserebersdorf, Sängergasse Richtung Schwechat, Ehrenbrunnengasse

Stationen: Kaiserebersdorf, Sängergasse, Svetelskystraße, Etrichstraße-Hoefftgasse, Valiergasse, Kaiserebersdorf-Zinnergasse, Mühlsängergasse, Halterlacken, Pantucekgasse, Kaiserebersdorf Friedhof, Widholzgasse, Roschegasse, Zfdhof. 3.Tor, Zfdhof. 4.Tor, Leberweg, Hauptwerkstätte, Etrichstraße, Schwechat Brauerei, Schwechat-Wiener Straße, Schwechat-Rathausplatz, Schwechat-Hauptplatz, Schwechat-Ehrenbrunnengasse.

Die Linie 171 wird nur noch dann im Ortgebiet Schwechat verkehren. Entstation der Linie 171 ist dann Kaisebersdorf-Schnellbahn.

U-anschluss für 71-super!

was wurde aus verlängerung schwechat?
18-verl.U2stadion?
58-aufteilung auf 60stadtein-+10 stadtauswerts?(platz f.busse auf der kennedybrücke,westbf.-mauer direkt...)?

danke vielmals

jetzt darf ich wegen drei stationen in den 6er umsteigen weil der 71er nur noch bis zum 3. tor fährt? echt super das erleichtert mir das fahren mit den öffis ja ungemein...

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Re: danke vielmals

Wer so weit draußen wohnt, muss mit Adaptierungen für das Allgemeinwohl rechnen.

Re: Re: danke vielmals

ok dann bitte ich Sie, mir zu erklären inwiefern das allgemeinwohl leidet, wenn der 71er 5 stationen weiter bis kaiserebersdorf fährt?

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Re: Re: Re: danke vielmals

Wie bereits in diesem Forum erläutert: längere Linienführung bedeute höhere Störungsanfälligkeit, und darunter leiden dann Benützer der ganzen Linie => Allgemeinwohl

Re: Re: Re: Re: danke vielmals

da haben sie recht, trotzdem ist es ärgerlich. ich freue mich natürlich wenn Ihr weg mit den öffis jetzt effizienter ist.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: mick
01.11.2012 00:14
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Re: Re: Re: Re: Re: danke vielmals

Der Zusammenhang: längere Linienführung bedeutet höhere Störungsanfälligkeit trifft nur bei knieweichen Monopol-Verkehrsbetrieben (z.B. Wiener Linien) zu.
Ein Top-Betrieb wie in den 25 neuen französischen Trambetrieben kann politisch flächendeckend Ampelaufenthalte gleich fast Null erreichen. Dann gilt, je länger die Linien, desto mehr Attraktivität für die Fahrgäste und die Städte!!

Gast: mick
31.10.2012 05:48
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... Leistung?

-
Grandios, dass in einer kleinen Grafik - offenbar mangels an kompetenten Fachleuten - Inkonsequenzen und Fehler stets die Regel sind (z.B. fehlt Pfeil für Buslinie 2A an der Babenberger Straße. Und an der Haltestelle Burgtheater kann man zwar nur zum Christkindlmarkt [im baldigen Advent] umsteigen, aber das als einzige Tram-Haltestelle am Ring wegen Umsteigefreiheit wegzulassen, ist schon etwas eigenartig.

Vielleicht sollte ich schon froh sein, dass der werte Grafiker weiß, wo der 43er am Ring wegfährt!?

Dass es über den Ring ab Dez 2012 anscheinend einen 71er geben wird, empfind ich ohnehin schon als kleines Wunder, nachdem er seit 72 Jahren schon nicht mehr zur wichtigen Kärntner Straße und Oper fuhr. Bis damals wurde in der Walfischgasse umgekuppelt.

Gast: Johann B.
30.10.2012 18:52
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Freut mich, aber...

Freut mich, aber hoffentlich geben die Wr. Linien das "Konzept" der Propaganda-Screens in den Straßenbahngarnituren endlich auf. Wenn die wirklich kommen, dann wäre das ein beträchtlicher Rückschritt an Komfort. Warum man überhaupt auf diese hirnrissige Idee gekommen ist, die Fahrgäste in den Straßenbahnen zwangsbeschallen zu wollen, ist mir schleierhaft.

Vielleicht, weil die Verantwortlichen für diese Quatsch-Idee selber die Straßenbahnen gar nicht benutzen?!?

Antworten Gast: warumbloss
31.10.2012 08:57
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Re: Freut mich, aber...

die infoscreens dienen nur dazu, damit die "fahrgäste", die bei den wiener linien immer mehr als potentielle verbrecher behandelt werden (videoüberwachung, fahrscheinrazzien ...) direkt in die darüber installierten kameras sehen und damit einwandfreie profilfotos gemacht werden können. orwell läßt grüßen.
oder hat schon mal jemand bemerkt, dass in den stationen drehbare "dome"-kameras installiert sind, die den "fahrgästen" hinterherfilmen. nicht nur den weiblichen ... welche perverslinge sitzen da dahinter?????
oder sind wir schon im stasiland?

Re: Freut mich, aber...

Die Idee kam ihnen sicher deshalb, weil in den U-Bahn-Stationen sich immer alle Leute vor den aufgehängten Infoscreen-Bildschirmen drängen. Anscheinend kann heute niemand mehr einfach warten, ohne irgendwas dabei tun oder sich ablenken zu müssen. Wer nicht vorm Infoscreen steht, tippt auf dem Handybildschirm herum. So sind die Menschen heute eben.

Antworten Antworten Gast: M.L.
31.10.2012 00:29
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Re: Re: Freut mich, aber...

Ja, genau - vielen ist es lieber, sie bekommen alles vor die Nase gesetzt, damit sie selber nicht zu denken brauchen. Wo käme wir denn noch hin, wenn da jemand gerne in seinen eigenen Gedanken schwelgen wollte....

PS: Und eine ausreichende Anzahl an jungen Menschen haben angeblich irgend so ein Hyperaktivitätsproblem, wo sich das Gehirn gar nicht mehr abstellen lässt. Da sind solche Schirme in den Straßenbahnen grad richtig, damit der Dauerstrom ja nicht abreißt....

In Wien ist immer alles "aufkommenseutral"

Es kommen immer die anderen dafür auf, die nicht gefragt werden.

Die Wiener Linien könnten nicht einmal den laufenden Betrieb selbst decken. Was ist dann "Aufkommensneutral", wenn andere für die Rathausspinnereienn brennen dürfen?

Re: In Wien ist immer alles "aufkommenseutral"

die stadthalle ist auch wasseraufkommensneutral.

was oben reinkommt, fliesst unten wieder raus.

der flughafen und die feuerwache auch:
was oben an geld reingepulvert wird, kommt irgendwie wieder raus.

alles neutral


Gast: Hat man doch noch den Unbug beendet...
30.10.2012 14:33
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Und über Urbane Legenden....

Keine Linie vom Rathaus, Parlament direkt zum Zentralfriedhof, da gibt's ja genügend Urbane legenden dazu, nach dem man mit der U2 direkt vom Parlament und Rathaus in den Prater fahren kann um das Steuergeld dort zu verzocken, darf es auch etwas makabere sein, schön, nach dem es ja auch eine Urbane legende zur Durchsage von "Zurücktreten bitte..." gibt, die Politiker zu wortwörtlich genommen haben sollen...

Jetzt bleibt halt doch noch zu hoffen das die Linie 41, 43 über die USTRA Herrngasse zum Karlsplatz und weiter zusammengefaßt werden, aber erst dann bitte, wenn das Geld für den U-Bahn Bau ausgegangen ist, davor sicher nicht!

Antworten Gast: justerix
30.10.2012 15:49
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Re: Und über Urbane Legenden....

Der "neue" 71er fährt doch von der Börse über den Ring am Rathauspl. vorbei zum "Zentral" - ist doch nicht schlecht, oder?

No fesch.

Do wird da 6er in Zukunft no mehr Verspätungen aufreissen... :-(

Re: No fesch.

der sechser ist unnötig.

der fährt nur durch einen reichen (10.) bezirk. dort hält er nur die vielen BMW auf,
die bewohner sind jung, urban und gebildet, sprechen lauter fremdsprachen ...... ams halten sie fuer eine elektronische funktion am auto.

Re: Re: No fesch.

:-)))))

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Re: No fesch.

Wenns eine generelle Verspätung ist , ist es bei den dichten Taktzeiten irrelevant. Soviele Garnituren wie auf der Strecke fahren ist eben immer eine dabei, die gerade um die Ecke biegt wo man es braucht.

Und gerade der 6er hat echt kein "Verspätungsproblem"

Re: Re: No fesch.

Sie fahren wohl nicht sehr oft (zur Stoßzeit) mit dieser Straßenbahn???

Gast: DrWZ
30.10.2012 13:28
4 2

Gute Idee

Endlich einmal etwas begrüssenswertes.
Bei der Änderung der Linien 1 und 2 im Jahr 2008 war ich zunächst skeptisch, finde das neue Konzept nunmehr grossartig und nutze es auch häufig ohne umsteigen zu müssen.
Mit mir haben die Wiener Linien einen neuen Jahreskartenkunden gewonnen.

ps: um jeden Verdacht zu entkräften: ich stehe nicht im Sold der Stadt Wien!

Re: Gute Idee

ein wahnsinn

deswegen haben sie sich ene jahreskqrte gekauft.

sie sind ein fressen fuer vertreter;-))))

Re: Gute Idee

Ich bin noch immer skeptisch - und hab schon genug "Verzögerungen" miterlebt. Nicht vergessen: Je länger die Strecke, um so "störungsanfälliger"!

 
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