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Kaffeesieder: Schanigärten auch im Winter

Café Landtmann
Café Landtmann / Bild: (c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH) 

Der Landtmann-Chef fordert eine ganzjährige Öffnungserlaubnis. Die Stadt blockt ab. Es könne aber künftig weitere Gespräche geben.

 (Die Presse)

Wien/Red. Berndt Querfeld, Obmann der Wiener Kaffeehausbetreiber, ist mit der in Wien geltenden Wintersperre für die Schanigärten so gar nicht zufrieden. Als Unternehmer, Touristiker und Bürger tue es ihm leid, wenn Mitte Februar die Sonne scheine und Leute in den Parks säßen – aber keinen Kaffee draußen trinken dürfen. Er fordert daher von der Stadt, das Aufstellen von Tischen im Freien ganzjährig zu erlauben.

Derzeit gilt die Regelung, dass mit 15. November die Schanigärten abgeräumt sein müssen und am 1. März wieder aufsperren dürfen. Wer dagegen verstößt, muss mit Geldstrafen oder sogar einem Entzug der Saisongenehmigung rechnen.

Querfeld selbst ist neben seinem Job in der Kammer auch Chef mehrerer Kaffeehäuser, darunter des Landtmanns. Er sagt selbst, dass diese Wintergenehmigung nur „eine Handvoll Unternehmer“ nutzen würden. Querfeld kritisiert auch die „nicht nachvollziehbaren“ Argumente der Stadt, wie Anrainerproteste und Probleme bei der Schneeräumung. Im Winter säße man ohnehin nur tagsüber draußen.

 

Saison bis 30. November

Im Büro der zuständigen Stadträtin Renate Brauner (SP) wird darauf verwiesen, dass es ohnehin erst vor Kurzem eine Einigung zwischen Stadt und Kammer über neue Regelungen für die Schanigärten gegeben habe. Diese werden derzeit als Gesetz ausformuliert. Ein Brauner-Sprecher betont, dass daran nicht gerüttelt würde. Es könne aber künftig weitere Gespräche geben.

Das neue Gebrauchsabgabengesetz sieht eine Erhöhung der Schanigartengebühren vor, im Gegenzug wird die Saisondauer verlängert – von 15. auf 30. November. Die Kammer hat mit dem Argument zugestimmt, die Stadt habe ursprünglich weit höhere Gebühren verlangt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.11.2012)

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9 Kommentare

Wenn die hohen Energiekosten

nur jenen verrechnet werden die auch im Garten sitzen habe ich nichts dagegen. Wenn jedoch auch die Besucher in den Lokalen dafür zahlen müssen dann werden die wohl ausbleiben und ob die Schanigartenbesucher alleine den erhoften Umsatz bringen, wage ich zu bezweifeln.

schanigarten

was werden die politischen hooligans (grüne) dazu sagen?

Re: schanigarten

haben sie ja schon; die ?%&$"!$$ wollen ein Verbot der Heizpilze durchsetzen.

http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/1309002/Gastronomie_InternetAktion-gegen-Heizpilze?from=suche.intern.portal


Re: schanigarten

die "stadt"(rot-grün)wollen alles verbieten,was spass macht.

Re: Re: schanigarten

..will alles verbieten..

Ja, ich bin dafür

aber nur dort wo durch den Schanigarten kein Parkplatz verloren geht. Warum nicht auf überbreiten Gehsteigen Plätzen etc. Das Argument der Grünen die Infrarotstrahler oder Gasstrahler, zählt wenig, sonst wären ja Weihnachts- und Reklamebeleuchtung, Punschstände, Maronibrater, Advent- und Weihnachtsmärkte, Gebäudeanstrahlung ja auch Energieverschwendung. Vor allem die Raucher würden das schätzen, die schlecht gelüfteten und meist halbleeren Raucherbereiche in Lokalen machen ja auch keine Freude.

Wenn es weitere Gespräche geben soll,

ist die Öffnungserlaubnis so gut wie sicher. Alles nur Augenauswischerei. Die Gier, dieses Luder, macht vor nichts Halt.

Re: Wenn es weitere Gespräche geben soll,

Es ist wohl nicht die Gier, sondern die Raucher sind nur im Freien frei. Auf die wird er wohl nicht verzichten können.

Sein generelles Rauchverbot

im Landtmann macht ihm vielleicht Pein?

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