ÖAMTC verlässt Pickerl-Gremium: "Pseudo-Diskussionen"

16.11.2012 | 14:47 |   (DiePresse.com)

Verkehrsstadträtin Vassilakou arbeitet unterdessen an einer Parkraum-Lösung mit den schwarzen Bezirkschefs der Bezirke 13, 18 und 19.

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Die Wiener Verkehsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) will gemeinsam mit den ÖVP-Bezirksvorstehern von Hietzing, Währing und Döbling an einer Lösung in Sachen Parkpickerl arbeiten. Das sagte die Ressortchefin nach einer gemeinsamen Sitzung am Freitag."Wir haben vereinbart, intensive Gespräche darüber zu führen", versicherte sie.

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Abgesehen davon arbeitet bereits seit längerem eine Expertenkommission an einem neuen Parkraumbewirtschaftungsmodell, das den Wienern im Frühjahr bei der Volksbefragung zur Abstimmung vorgelegt wird. Eine "Rohfassung" soll es noch heuer geben. Der ÖAMTC wird dem Fachleute-Gremium aber sofort nicht mehr angehören, wie Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung, am Freitag der APA mitteilte.

"Für Pseudo-Diskussionen stehen wir nicht zur Verfügung", ärgerte sich Wiesinger. Sein Problem: Man tausche sich stundenlang über Konzepte aus, politische Entscheidungen würden aber völlig losgekoppelt davon erfolgen und verkündet, bezog sich Wiesinger auf die erneute Ausweitung der Pickerlzone im 14., 16. und 17. Bezirk. Der ÖAMTC hatte schon einmal seine Teilnahme an der Expertenrunde verweigert, schließlich aber doch noch zugesagt. Nach einigen Sitzungen kommt nun der neuerliche Rückzug.

Wiesinger warb heute erneut für das Zonenmodell des Autofahrerclubs. Dieses sieht u.a. eine "Grüne Zone" für die bestehenden Bewirtschaftungsgebiete außerhalb des Gürtels vor. Dort soll Parken zwar was kosten, aber unbegrenzt möglich sein. Wiesinger schweben 50 Cent pro Stunde vor, das Anrainerpickerl soll um 30 Euro zu haben sein. Ein derartiges Konzept funktioniere auch in anderen Städten und würde in Wien zudem keine weitere Pickerlausweitung - auch nicht für Währing oder Döbling - nötig machen.

Wunsch nach mehr Park-and-ride

Die drei ÖVP-Bezirkschefs deponierten heute bei der Verkehrsstadträtin u.a. den Wunsch nach mehr P&R-Anlagen, wie die Volkspartei in einer Aussendung mitteilte. Während Währings Vorsteher Karl Homole bekräftigte, dass eine neuerliche Bürgerbefragung zur Pickerleinführung durchaus denkbar sei, ließ sein Döblinger Pendant Adi Tiller wissen, dass Parkgebühren für ihn weiterhin nicht infrage kämen. Hietzings Bezirkschef Heinz Gerstbach wünschte sich wiederum Anrainerparkplätze.

Über letztere will Vassilakou ebenfalls weitere Gespräche führen. "Wir haben vereinbart, eine Arbeitsgemeinschaft ins Leben zu rufen, wie man dieses Konzept weiterentwickeln kann." Konkret soll juristisch geklärt werden, was "zeitlich, räumlich und prozentuell" möglich ist. Derzeit läuft im 6., 7. und 8. Bezirk ein Pilotprojekt, zehn Prozent der Parkplätze sind dabei für Anrainer reserviert. Die Innere Stadt und die Josefstadt - ebenfalls in ÖVP-Hand - hatten unlängst eine 50-Prozent-Quote bei Abstellplätzen für Bewohner gefordert.

 

(APA)

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16 Kommentare

Hat die oberste Stadtdomletscherin nicht gerade ausgesagt: "Wir haben noch zwei Sitzungen zu bestreiten, dann werden wir mit den Inhalten durch sein."

Sie ist offensichtlich mit der Problematik so was von überfordert dass sie nicht einmal merkt wenn nichts weitergeht.

Rettet die Stadt, vetreibt die wildgewordene Grünaktivistin und ihren roten Schutzherr.

egal was die vasillakuh treibt fazit ist entweder:

es wir teuer für den bürger

oder;
es werden neue nach grünem belieben zu vergebende, leistungslose jobs geschaffen.

ÖAMTC ist gegen Pseudo-Diskussionen und nimmt sich selbst aus dem Rennen.

Das empfinde ich - angesichts der ÖAMTC-Beiträge in den vergangenen Monaten - als konsequenten Schritt.

na immer

dieses jammern - jetzt haben wi endlich genug Inkasso-, pardon Sicherheitsorgane (zum Zusehen bei diversen Eigentumsübertragungen) auf der Strasse. Strafzettel sind bitte bei nächsten Wahlen mitzubringen (10 %).

"Experten" arbeiten an einem neuen......

Jetzt arbeiten also "Experten" der Frau Vassi-wie? an einem neuen Modell, heißt so viel, dass das derzeitige Mist war und ist. Warum hat die Dame ihre "Experten" nicht schon früher dazu verdonnert? Warum hat die Griechin nicht vor ihrem Handeln das Denken eingeschaltet? Mit dem Kopf durch die Wand, wie es die Dame praktiziert, holt man sich Beulen und die können und werden politisch schmerzlich sein für sie und ihre grüne Klientel.

Re: "Experten" arbeiten an einem neuen......

Vassilakou und ihre GrünnInen muss man nicht bedauern. Die sind für ihr Handeln wohl selbst verantwortlich.

Absolut keine Gesprächskultur:


Scheint ein Merkmal aller Politiker sämtlicher Parteien zu sein (Ausnahmen bestätigen die Regel): Niemanden einen Satz vollenden lassen; ständig jeden anderen Gesprächsteilnehmer überbrüllen; keinen Gedanken (so überhaupt vorhanden) nachvollziehbar formulieren wollen und/oder können;

Die Grünen sind nicht die einzigen, denen jede Gesprächskultur fehlt. Sie haben aber als einzige die Kakophonie zur Kommunikationsform weiter entwickelt.

14

siehe walter braun, horizont 16.11.2012

"In jedem Land mehren sich die Zeichen: wachsende Willkür, zunehmende Korruption, ignorierter Bürgerwille, ausufernde und oft genug arrogante Bürokratie, sich mehrende Fälle von Zensur."

Bitte installiert wenigstens eine Luft-Wasser Wärmepumpe ....

.... um die viele heiße Gesprächsluft wenigstens in Raumwärme auch außerhalb des Gesprächszimmers zu verwandeln.

Ansonsten scheint zu viel vom Pickerlkleber die Gehirnwindungen zu vernebeln.

"Für Pseudo-Diskussionen stehen wir nicht zur Verfügung", ärgerte sich Wiesinger.

Aber genau diese sind eine Spezialität der Grünen.
Endlos um einen Brei herumreden und dann in chaotischer Weise gänzlich andere Entscheidungen zu treffen.

Tipp: Gar nicht erst hingehen, dann erspart man sich das nachträgliche Ärgern.

10

Ich würde es einfacher machen:

Parkpickerl für ganz Wien, innerhalb der Stadtgrenzen, und jeder Wiener darf damit in Wien überall parken, nicht nur in seinem Heimatbezirk. Dann könnte man auch mal Verwandte besuchen, ohne - eigentlich ein zweites Mal - zu bezahlen.
Das Argument mit den notwendigen Kurzparkzonen im Bereich von z.B. Theatern oder der Stadthalle ist im Zeitalter des Handyparkens eh schon obsolet, weil ich ja spätestens in der Pause meine Parkzeit einfach verlängern kann, ohne das Theater verlassen zu müssen.

Re: Ich würde es einfacher machen:

Praktisch kann man zwar mit e-parking leicht den Parkschein verlängern.........erlaubt ist es aber trotzdem nicht. Weil in den meisten Kurzparkzonen in Wien ist die maximale Parkdauer 2 Stunden, in manchen 3 Stunden.

Und 2 Stunden geht sich bei einem Theaterstück mit Pause meistens nicht aus.

Re: Re: Ich würde es einfacher machen:

Es ist allerdings nicht verboten, öfters innerhalb eines Tages in einer Kurzparkzone zu stehen, auch auf demselben Parkplatz. Solange die Kontrolleure nicht den Radstand markieren oder das Fahrzeug lückenlos observieren, können sie nicht nachweisen, dass es nicht nach 2 Stunden kurz bewegt und dann wieder abgestellt wurde.

Re: Re: Re: Ich würde es einfacher machen:

Was verboten oder erlaubt ist, ist denen wurscht. Hauptsache Kohle kommt in die Kasse.

Re: Re: Re: Re: Ich würde es einfacher machen:

Richtig, sogar BM Häupl hat vor einiger Zeit verkündet, daß in Wien noch niemand wegen Überschreitung der Höchstparkdauer bestraft worden sei, solange die Gebühr bezahlt sei.

Re: Re: Re: Re: Re: Ich würde es einfacher machen:

Nicht schlecht. Der geniert sich nicht einmal, das oeffentlich auszuplaudern.

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