Mietpreise: Teurer als Deutschland, billiger als Japan

17.11.2012 | 18:11 |  von ERICH KOCINA (Die Presse)

Wien liegt im internationalen Ranking mit einer Miete von 1200 Euro auf Rang 42, unmittelbar hinter Kopenhagen und vor Mailand. Das weltweit höchste Mietpreisniveau hat die japanische Hauptstadt Tokio.

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In Wien wohnt es sich teurer als in einer deutschen Stadt. Aber zum Teil deutlich billiger als in Metropolen wie London, New York oder Tokio. Das hat das Beratungsunternehmen ECA International, das Firmen mit Informationen für Auslandsentsendungen von Mitarbeitern versorgt, in einer Studie herausgefunden, die Anfang 2012 veröffentlicht wurde. Verglichen wurden unmöblierte Dreizimmerwohnungen mit circa 80 Quadratmetern in einer gehobenen Wohnlage an 130 Standorten weltweit.

Wien liegt in diesem internationalen Ranking mit einer Miete von 1200 Euro auf Rang 42, unmittelbar hinter Kopenhagen und vor Mailand. Das weltweit höchste Mietpreisniveau hat die japanische Hauptstadt Tokio – laut ECA International zahlt man hier 3188 Euro. Gleich auf Rang zwei ist London die teuerste europäische Stadt, wo eine vergleichbare Mietwohnung 2565 Euro kostet, gefolgt von der russischen Hauptstadt Moskau. Geradezu günstig nimmt sich die US-Metropole New York aus: Hier liegt die Miete bei 1500 Euro – im internationalen Ranking reicht das für Platz 18, hinter Rio de Janeiro und vor der türkischen Metropole Istanbul.


Hochpreisige Schweiz. Im (zumindest teilweise) deutschsprachigen Raum ist Wien übrigens nicht Spitzenreiter – Genf liegt weltweit auf Rang sieben, Basel auf Platz 25. Dafür ist Wien teurer als jede andere Stadt in Deutschland. Auf der Rangliste von ECA International, die auf den Werten vom September 2011 basiert, liegt die Bankenmetropole Frankfurt auf Rang 55, dicht gefolgt von München auf Rang 57. Besonders günstig lebt es sich in der deutschen Hauptstadt Berlin – eine Dreizimmerwohnung in guter Lage kommt hier auf nur 775 Euro.

Ein absolutes Bild können die Zahlen der Studie selbstverständlich nicht liefern, so wie es generell schwierig ist, Mieten weltweit zu vergleichen. Schließlich kann sich die Preislage bei anderen Wohnungsgrößen oder bei einer anderen Definition einer „guten Lage“ schnell ändern. Abgesehen davon haben sich die Preise in den vergangenen Monaten ebenfalls verändert – meist mit der Tendenz nach oben. Ein bundesweiter Mietspiegelvergleich in Deutschland brachte zuletzt einen Anstieg um 1,2 Prozent im Vergleich zu 2011. Und in Österreich sorgte eine Studie der Arbeiterkammer für Aufsehen – hier wurde ein Anstieg von 40 Prozent gemeldet, allerdings innerhalb der vergangenen elf Jahre. Zum Vergleich: Die allgemeine Teuerung in diesem Zeitraum lag bei 25 Prozent.

(c) Die Presse / HR

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.11.2012)

 
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83 Kommentare
 
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dench
19.11.2012 00:20
0

Ust

Es gibt in Deutschland auf die Mieten keine Mehrwertssteuer!! Das heißt die Mieten sind nochmals um 10% billiger

dr. philpp
18.11.2012 18:36
0

eine ursache der hochen preise in österreich ist wohl die, dass hier die geschäftsleute ganz besonders gierig sind...


Antworten cliente
19.11.2012 06:43
2

Re: eine ursache der hochen preise in österreich ist wohl die, dass hier die geschäftsleute ganz besonders gierig sind...

Ja, ganz sicher. Sie haben das natürlich sofort "durchschaut".....
Vielleicht müssen die "gierigen Geschäftsleute" in Österreich ein wenig anders kalkulieren, wenn die Abgabenbelastung in Österreich im Spitzenfeld Europas liegt und steuerliche Rahmenbedingungen, gerade bei der Vermietung so gelagert sind, dass wir eine Rendite von 1 bis 2% erwirtschaften. Und das bei unternehmerischen Risiko.

Antworten Antworten dr. philpp
19.11.2012 10:11
0

bricht mir herz! meinte ja auch nicht speziell vermieter...


Krash
18.11.2012 16:51
2

Es wird doch keier gezwungen zur Miete zu wohnen!

Find' ich immer voll witzig, wenn sich die Leute beschweren. Genauso wenig versteh' ich, wie sich die Vermieter von Mietnomaden ver*rschen lassen. Wenn das mir passiert würde, würde ich mir einfach ein paar motivierte Jungs aus Polen engagieren die sich dieses Problems annehmen.

Antworten mcafee
19.11.2012 17:38
0

Re: Es wird doch keier gezwungen zur Miete zu wohnen!

lassen sie sich was anderes einfallen langsam wirds fad.

Antworten Antworten Krash
20.11.2012 17:58
0

Re: Re: Es wird doch keier gezwungen zur Miete zu wohnen!

Sie sind ja offenbar richtig frustriert, dass Sie Miete zahlen. Na ja, aber vielleicht kann ich Ihnen insofern weiterhelfen, indem ich Ihnen sage: Hätten S' was g'scheites g'lernt. ;-)

Mafiajaeger
18.11.2012 12:12
7

Propaganda?

Die Miethöhen dienen entweder dazu die Bevölkerung auf höhere Mieten vorzubereiten ODER es handelt sich nur um die zum Erhebungszeitpunkt neu auf den Markt kommende Wohnungen.

Derartige Statistiken sind natürlich vollkommen irreführend, denn da sins naturgemäß sehr viele Neubauwohnungen dabei, die den so ermittelten Durschnittspreis nach oben treiben!!!

Noch dazu in der derezitigen Situation wo zu einem großen Teil Vorsorgewohnungen gebaut werden, die von den Milliarden finaziert werden, die sich auf den Anleihe- und Aktienmärkten zurückziehen.

Das sind Eigentümer die gewohnt sind leistungslos Jahr für Jahr fett abzukassieren und das versuchen sie natürlich jetzt auf dem Immobilienmarkt und verlangen eben entsprechnd hohe Mieten, die kaum jemand erarbeiten!!! kann!!!


nisemodkod
18.11.2012 11:29
8

Seit ich eine Eigentumswohnung habe geht es mir besser.

Kostet weniger als die Mietwohnungen davor, bin als Eigentümer unkündbar - und vor allem: Inflation kann mich am * *en.

Antworten guro
18.11.2012 13:33
2

Re: Seit ich eine Eigentumswohnung habe geht es mir besser.

naja ein Lastenausgleich kann kommen,aber sie haben ja sicherlich ne Menge Rücklagen

lg

Antworten Antworten nisemodkod
18.11.2012 21:11
0

Re: Re: Seit ich eine Eigentumswohnung habe geht es mir besser.

Das würde mich nicht betreffen.
LG

Antworten Antworten Antworten guro
18.11.2012 22:53
0

Re: Re: Re: Seit ich eine Eigentumswohnung habe geht es mir besser.

Recht so.

Aber wie gesagt es gibt in diesen Zeiten bessere Anlagemöglichkeiten als Immobilien vor allem wenn Schulden im Spiel sind.

lg

Lisa L
18.11.2012 11:23
2

falsche Statistik der Immolobby

die Tabelle zeigt nur die Mieten eines schmalen Segments der freivereinbaren Privatmieten im Neubau. Hier wird absichtlich gelogen! Das Mittel wird etwa bei 6.- pro m² liegen

Herbert Schwarzmann
18.11.2012 10:36
11

Wir sollten Rot-Grün dankbar sein

In sämtlichen Bezirken mit hohem Multi-Kulti Anteil sinken die Mieten.

Antworten Gott Kupfer
18.11.2012 12:42
6

Re: Wir sollten Rot-Grün dankbar sein

Ist nicht ganz richtig. Wenn es zu einer Verdoppelung der EW kommt und die Neubauten nicht mitziehen, kommt es zu steigenden Mietpreisen. Die Rot-Grüne Mietlobby ist für die Mietpreissteigerung verantwortlich!

Abgesehen davon, dass die "Mietpreise" im Altbau insb. wegen der Nebenkostenexplosion, für die fast ausschliesslich die SPÖ und die GrünInnen von Wien verantwortlich sind!

Mr.Austria
18.11.2012 09:41
2

"gehobene wohnlage..."

da kommt man in wien aba nicht mit 1200€ weg , die wohnung will ich haben !

Antworten persil 4.0
18.11.2012 10:28
10

Re: "gehobene wohnlage..."


Mit Betriebskosten und Steuern wären sie dann bei 2000 Euro monatlich!

Aber genau geht das aus dem Artikel leider nicht hervor.


andi079
18.11.2012 08:56
11

München,

billiger als Wien? Sicher?!!!

Antworten mcafee
20.11.2012 18:00
0

Re: München,

münchen ist noch teurer als wien.

elisavienna
18.11.2012 08:55
18

Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich.

Mietpreise transkontinental zu vergleichen macht keinen Sinn. Und auch sonst nicht wirklich.
.
In der hochpreisigen Schweiz wird auch um Eckhäuser mehr verdient.

Albert Keinstein
18.11.2012 08:45
1

nach einem blick ins forum

habe ich die lösung für die finanziellen probleme von diePresse gefunden:

spart euch das schreiben solcher artikel.
denn eure obergscheiten poster wissen es ja eh besser!

frage an diese: habt ihr irgendwo auftritte? ich würde auch gerne eintritt zahlen, wenn ich eine derartig lustige show live geboten bekäme - kabarett vom feinsten!

Saif al Ottakring
18.11.2012 07:35
13

"Dreizimmerwohnungen mit circa 80 Quadratmetern in einer gehobenen Wohnlage ....1200Euro"

Das ist doch nicht einmal innerhalb des Gürtels, den 1.Bezirk vielleicht ausgenommen, der Normalfall.

Antworten submersible
18.11.2012 10:40
7

Re: "Dreizimmerwohnungen mit circa 80 Quadratmetern in einer gehobenen Wohnlage ....1200Euro"

im viertel nördlich der lasallestrasse (2ter) kosten 3 Zimmer unter 80m2 mit Balkon 1500 Euro!

ZeitGeistHeiler
18.11.2012 04:40
10

Studie ist anzuzweifeln

Google hilft - wenn man etwa Mietendurchschnitt München eingibt findet man etwa diese Seite eines Immobilienportals, das auch einen Durchschnitt der Angebotenen Wohnungen veröffentlicht.
Link: http://www.wohnungsboerse.net/mietspiegel-Muenchen/2091
Zitat:
"Für eine 30m²-Wohnung liegt aktuell der durchschnittliche Mietpreis bei 17,41 EUR/m². Bei einer 60m²-Wohnung zahlt man derzeit durchschnittlich 13,27 EUR/m² Miete. Der durchschnittliche Mietpreis für eine 100m² - Wohnung in München liegt zur Zeit bei 14,09 EUR/m²."

Die Liste kann man beliebig weiterführen. Hamburg etc... alle sind sie teurer. Von wegen teurer als Deutschland...


madmatracing
18.11.2012 03:59
9

AUSWEICHEN

Wenn sie in den Raum Wr. Neustadt ausweichen, bekommen sie den qm für 4 bis 5 Euro.

Das sind 320 bis 400 Euro für 80 qm. Selbst wenn sie nach Wien pendeln macht das Sinn.

Allerdings muss man das ländliche Leben mögen.


Antworten mcafee
20.11.2012 18:02
0

Re: AUSWEICHEN

wr.neustadt ist einfach nur grauslich.

 
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