Kaiserin-Elisabeth-Spital sperrt zu: Gestern letzte OP

30.11.2012 | 11:34 |   (DiePresse.com)

Die Schließung ist ein Kernpunkt des Wiener Spitalskonzepts 2030. Mitarbeiter und Patienten werden auf andere städtische Kliniken aufgeteilt.

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Das Kaiserin-Elisabeth-Spital sperrt heute, Freitag, für immer zu. Diese Maßnahme ist Teil des Wiener Spitalskonzepts 2030. Der gesamte klinische Betrieb ist eingestellt worden, das Krankenhaus bleibt geschlossen. Die medizinischen Leistungen und die Mitarbeiter sind in andere Wiener Gemeindespitäler übersiedelt, wie etwa in die Krankenanstalt Rudolfstiftung, das Wilhelminenspital, das Krankenahus Hietzing, das Sophienspital oder das Donauspital. Auf dem Areal soll ein modernes Pflegewohnhaus entstehen.

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Das Kaiserin-Elisabeth-Spital, das 1890 errichtet wurde, gehört zu den ältesten Krankenhäusern Wiens. Die bauliche Struktur ist nicht mehr zeitgemäß, wie in einer Aussendung des Wiener Krankenanstaltenverbunds betont wird. "Das Wiener Spitalskonzept 2030 ist verbunden mit einer Modernisierung der öffentlichen Spitäler und einer Schwerpunktsetzung auf sechs große Krankenhäuser und das AKH. Somit wird die bestmögliche medizinische Versorgung der Wienerinnen und Wiener weiter sichergestellt", betont Wilhelm Marhold, Generaldirektor des Wiener Krankenanstaltenverbunds.

Letzte OP am Tag vor Schließung

Die Übersiedlung erfolgte Schritt für Schritt. Schon seit 1. September wurden nur mehr akutkranke Patienten stationär aufgenommen. In den nächsten Wochen zieht nun die Chirurgische Abteilung mit dem Schilddrüsenzentrum in die Krankenanstalt Rudolfstiftung. Noch am 29. November ist im Kaiserin-Elisabeth-Spital operiert worden, vier Tage später werden die Operationen in der Krankenanstalt Rudolfstiftung abgewickelt. Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen werden außerdem auch im Wilhelminenspital betreut.

Eines der Ziele des Wiener Spitalskonzeptes 2030 ist es, die akute medizinische Versorgung der Spitäler zu konzentrieren. Außerdem soll es zukünftig mehr Pflegebetten für pflege und betreuungsbedürftige, meist ältere Wienerinnen und Wiener geben. Deshalb wird auf einem Teil des fast 30.000 Quadratmeter großen Standorts des jetzigen Spitals in der Huglgasse ein neues modernes Pflegewohnhaus für 336 hoch betagte und chronisch kranke Menschen errichtet. Sie sollen dort rund um die Uhr medizinisch, therapeutisch und pflegerisch versorgt werden. Geht es nach den Plänen der Stadt Wien, wird das Pflegewohnhaus Rudolfsheim Fünfhaus bis zum Jahr 2015/16 fertiggestellt sein. Im südlichen Teil des Areals sollen Wohnungn entstehen.

(c) wienkav.at

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Informationen über die Übersiedlung der einzelnen Abteilungen und Ansprechpartner des nun geschlossenen Kaiserin-Elisabeth-Spitals finden Sie auf der Homepage des Wiener Krankenanstaltenverbunds.

(Red.)

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    Bild: Neubauer/APA Das Kaiserin-Elisabeth-Spital wird Ende November abgerissen, das Wilhelminenspital wird erneuert und sukzessive aufgewertet. In den Ordensspitälern stehen ebenfalls Zusammenlegungen oder Auslagerungen an.

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2 Kommentare

Schade

Als ob man alte Krankenhäuser nicht sanieren und auf den letzten Stand bringen könnte. Das geplante, neue Pflegeheim wird genauso grauenhaft wie das moderne Wilhelminenspital werden soll. Vom KAV und der Stadtregierung kann man, scheint's, nichts anderes erwarten. Die Wohnungen im südlichen Teil des Areals können an die anscheinend bereits vorgemerkten zukünftigen Mieter des OWS-Steinhof vergeben werden. Das sind Interessenten, die auf einem ehemaligen Spitalsareal wohnen wollen. Steinhof ist mit dem VAMED-Monster an Stillosigkeit schon jetzt mehr als überversorgt. Außerdem passt es nicht ins grüne Konzept. Dort will man mehr Grünflächen in Wien. Wie passt das, wenn noch vorhandene verbaut werden? Außerdem ist der sechste Bezirk mit der dann wahrscheinlich schon weiter verkehrsberuhigten Mariahilferstraße eine sehr gute Nachbarschaft. Ganz im grünen Sinn. Eine perfekte, sinnvolle Alternative. Für das OWS-Gelände wäre der Weg zum Weltkulturerbe frei. Derzeit zieren sich Frau Vize und Herr Bürgermeister nur irgendeinen Kommentar dazu abzugeben.

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Das ist ja hübsch

Endlich ein Gebäude in modernster DDR-Architektur. Großartig.

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