Misshandlungsvorwurf gegen Wiener Polizisten

03.12.2012 | 11:12 |   (DiePresse.com)

Ein Mann berichtet in einer Zeitung, dass ihm ein Polizist mehrere Knochen gebrochen habe. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Ein Beamter einer Polizeiinspektion in Wien-Leopoldstadt ist mit einem Misshandlungsvorwurf konfrontiert: Er soll einen Mann zu Boden geworfen und getreten haben. Nach einer Nacht in der Zelle habe der Mann selbst einen Krankenwagen gerufen und sei in ein Spital gefahren, wo mehrere Frakturen diagnostiziert wurden. Das berichtete die Gratis-Zeitung "Heute" unter Berufung auf Angaben des Betroffenen. "Ich kann bestätigen, dass es einen Misshandlungsvorwurf gibt", sagt dazu am Montag eine Polizeisprecherin zur Austria Presseagentur.

Weitere Angaben machte die Sprecherin unter Hinweis auf derzeit laufende Ermittlungen nicht. Mit dem Fall befasst sind das Büro für besondere Ermittlungen des Landespolizeikommandos und die Staatsanwaltschaft.

Misshaldlung nach Verkehrskontrolle?

Der Betroffene hat laut "Heute" am Dienstagabend bei einer Verkehrskontrolle keinen Führerschein vorweisen können, hat den Alko-Test verweigert und war unter Protest zur Polizeiinspektion mitgenommen worden. Dort sei er nach eigenen Angaben von einem Beamten schikaniert wurden, worauf er "blöd zurückgeredet" habe, zitierte die Tageszeitung den Mann.

Daraufhin habe der Beamte ihn zu Boden geworfen, mit seinen Schal gewürgt und getreten. Die Nacht habe er ohne Arzt in einer Zelle verbringen müssen. Am nächsten Tag seien acht Knochenbrüche festgestellt worden.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

50 Kommentare
 
12

Nach einer Schrecksekunde von einer Woche

will uns die Polizei noch immer nicht erzählen, warum dieser ordungsgemäß Polizei-Behandelte NACH seinen Verletzungen auch keine Erste Hilfe erhalten hat?

Und weiß man schon, wie sie diese fetzendepperte Amtsärztin erklären wollen?
Eine Amtsärztin, die solche Verletzungen (8 Knochenbrüche) nicht bestätigt und verarztet, sondern zu "Kratzern" erklärt und unbehandelt lässt?
http://www.puls4.com/video/austrianews/play/1885201

Gibts darüber auch ein Protokoll?
So viele Fragen ....

das tiefgreifende problem:

heute lernt jeder schon vor erreichen des wahlalters solche AUFschläger kennen;
eine der folgen ist die aufklärungsrate-halb so hoch wie münchen/hamburg...
So etwas wie hinweise aus der bevölkerung gibts'nicht mehr,freiwilliger kotakt kommt nicht in frage...

Re: das tiefgreifende problem:

..." aufklärungsrate-halb so hoch wie münchen/hamburg..."

Aha. Offenbar besitzen Sie nur ein Emailprogramm, aber keinen Internetbrowser und Google kennen Sie auch nicht.

Aufklärungsquoten

Hamburg: 44,6 Prozent

München: 64,7 Prozent

Wien: 43,2 Prozent

MfG L.W.

hahaha .... so ein Semmel

Die Aufklärungsquote in Wien = schlappe 35,1 (!) Prozent ....

nachdem sie mit Beginn von Strasser Ernstis Polizeireformen lange Zeit auf ordentlich unter 30 Prozent gerutscht war. 35,1 (!) Prozent sind aber noch immer nur Katakomben-Ergebnisse.

Gesamt-Österreich hat 43,2 Prozent
:-)

Dürfen sich Polizisten nicht verteidigen?

Wie sollen sie einen renitenten, gefährlichen Typen, verhaften?
Freiwillig wird sich wohl kaum ein Krimineller der Polizei stellen.

Re: Dürfen sich Polizisten nicht verteidigen?

Verteidigen ja.Aber einen verbal ausfaelligen zu boden werfen und mit den stiefeln treten,sicher nicht.Solch eine vorgangsweise der exekutive wird nur von terrorregimen toleriert.In einem rechtsstaat wie oesterreich sind solche polizisten-und jene,die dabei zusahen-umgehend vom dienst zu suspendieren.

Re: Re: Dürfen sich Polizisten nicht verteidigen?

In diesem Fall haben Sie recht, aber der Grat ist oft schmal.

Ich war in den USA, dort sind die Polizisten viel empfindlicher als hier.

wenigstens ein objektiver Bericht

es gibt bis dato nur Aussagen eines Mannes, der besoffen ohne FS angehalten wurde und danach renitent wurde

Es steht der Polizei eh frei,

dazu Stellung zu nehmen.
http://tvthek.orf.at/programs/70018-Wien-heute

Sie werden schon wissen, warum sie das nicht wollen. Und warum sie sich selbst untersuchen auch.

Am offiziellen Polizeimärchen bastelt gerade der Habschi vom Chef (das Büro für besondere Ermittlungen des Landespolizeikommandos)

*rofl*

Re: wenigstens ein objektiver Bericht

Dafuer laesst ihr kommentar jegliche objektivitaet vermissen.Der hatte den fs nicht dabei(ist ihnen noch nie passiert.oder?) "dumm" dahergeredet und den alko-test verweigert.Von besoffen oder renitent war keine rede.Die schweren verletzungen dieses mannes,welche unmittelbar nach der entlassung aus dem polizeiarrest festgestellt wurden,sind aber nicht zu leugnende tatsachen. Und sollten die aussagen zur amtsaerztin stimmen,dann erinnert dieser vorfall an polizeigefaegnisse in terrorregimen.

8 Knochenbrüche?

Auch wenn der Bericht in der "Heute" veröffentlicht wurde und daher meines Erachtens grundsätzlich Zweifel an der enthaltenen Information angebracht ist: 8 (!) Knochenbrüche schliessen meines Erachtens aus dass der Mann sie bereits vor Kontakt mit der Polizei hatte, bei derartigem geht wohl ausnahmslos jeder ärztliche Hilfe holen. Gleichzeitig ist eine Argumentation seitens des Polizisten der Sorte "bei Widerstand leider passiert" damit unglaubwürdig, das kann dann wirklich nur Misshandlung gewesen sein.
Bleibt der Exekutive wohl nur zu wünschen dass die Anschuldigungen widerlegt werden können. Sollten sie sich als wahr erweisen ist es ohne Zweifel ein rabenschwarzer Tag und Konsequenzen höchst notwendig.

Und eine Amtsärztin,

die solche Verletzungen nicht bestätigt und verarztet, sondern zu "Kratzern" erklärt und unbehandelt lässt,
http://www.puls4.com/video/austrianews/play/1885201

gehört nicht nur als Amtsärztin hinausgeschmissen, sondern auch gleich aus dem Ärztestand eliminiert.

Das ist ja ein Supergau.

Gegenseitiger Respekt schein so und so ein Fremdbegriff zu sein bei Polizeikontrollen.

Irgendwo wird das Übel der Situation schon liegen.
Nur wenn man bedenkt dass jemand eine Polizeistation mit 8 Knochenbrüchen verlässt muss man sich schon Gedanken über die Methoden machen.

Das kann gar nicht sein! Jeder, der lebendig die Polizeiarrestzelle verläßt istein Verbrecher und Lügner!

Und wer sie Füsse voranverläßt, war einer!
Fragens die Polizei, die bestätigt das,sonstwürde sie sich ja selbst anzeigen!

Tatü Tata.

Hauptsache die "harten" Hunde tragen Wollmützen bei der "Kälte".

Re: Tatü Tata.

Richtig!
Und jetzt sind ja auch alle Polizisten bei den Punschstandln eingesetzt.
Kann also nie passiert sein, weil ja der Alkomat sowieso für die Polizisten selber angeschafft wurden, weil nüchtern viele viele Menschen nicht so blöd sein können!


Re: VERSUCHTER Widerstand mit schwerer Körperverletzung !

Der sechzigjaehrige "taeter" sitzt deswegen bereits im gefaengnis.Doch was hat das mit diesem artikel zu tun?Oder wollten sie nur darauf hinweisen,dass ein polizist,der einen menschen schwer verletzt weiter dienst tut,jedoch ein normaler buerger,der einen polizisten einen stoss versetzt, sofort in das gefangenenhaus ueberstellt wird.

Das dürfte ja ein besonderes ...

... Schmuckstück von Autofahrer gewesen sein.

Re: Das dürfte ja ein besonderes ...

Ob "schmuckstueck" oder nicht,die misshandlung ist in keiner weise zu rechtfertigen.Jemanden zu boden schlagen und dann mit den fuessen treten,ist im normalfall eine"vorgangsweise" von jugendlichen der rechte szene.Auch dass die kollegen des polizisten nicht eingriffen, oder zumindest einen arzt zu den schwerverletzten in die zelle brachten,wirft auch kein gutes licht auf die anderen beamten dieses wachzimmers. Nachdem es sich beim opfer um einen mann mit tuerkischen wurzeln handelt,koennte es natuerlich auch sein,dass diese polizisten "auf-mitglieder" sind.

Helfen Sie der Polizei

und schlagen Sie sich selber
Supersheriff, Superscheriff alles auf die Knie....
Die Dradiwaberl habe es immer schon gewusst.

Bekanntes Problem

In der Polizeigewerkschaft und -führung ist es schon lange ein bekanntes Problem:

Etwa 1/3 der Kollegen sind vom harten Berufsalltag ausgebrannt oder sonst mehr oder weniger psychisch gestört. Die besten Voraussetzungen für kriminelles Verhalten als Polizist.

Entweder man behandelt diese Kollegen oder man trennt sich von diesen Problemfällen.

So sollte es nicht weitergehen.

Ausgerechnet

das "Revolverblattl" "Heute" bringt so einen Bericht. Was ist wahr daran? 8 (in Worten: acht!) Knochenbrüche hat man ihm zugefügt? Ein bisschen viel an Brüchen.... Sowohl dem Bericht als auch den Angaben des "Opfers" ist nicht zu trauen. Da haben die Polizisten wohl einen mitgenommen, für den die Polizei ein Feindbild darstellt und der der Polizei eins auswischen wollte. Denn seriös ist weder der Bericht noch sind es die Angaben des "Opfers". Eine genaue und neutrale(!) Prüfung des Falles muss daher vorgenommen werden.

Re: Ausgerechnet

Natuerlich.Wieder die boesen medien.Die verletzungen-u.a. serienrippenbrueche-wurden von aerzten diagnostiziert.Und es geht nicht um "die boese polizei",sondern um einen schlaeger in uniform und um dessen kollegen,die zumindest wegsahen und dem schwerverletzten aerztliche hilfe verweigerten. Eine vorgangsweise wie diese,mag zwar in den folterkerkern von diktaturen ueblich sein,in einem rechtsstaat ist es ein skandal und solche personen haben sofort die uniform abzulegen. Erschwerend kommt noch hinzu, dass das opfer tuerkischer abstammung ist und auch rassistische motive nicht von der hand zu weisen sind.

Re: Re: Ausgerechnet

Das "Opfer" der bösen Polizisten ist ein Türke? Auch das noch. Da werden die Grünen gleich beim Erdogan in Ankara vorstellig sein. Der mischt sich doch so gerne in innerösterreichische Probleme ein, wie er es auch in Deutschland macht. Man denke nur an den Mord an einem Asiaten durch einen Türken in Berlin. Keine der muslimischen Gemeinden hat diesen Mord verurteilt. Trifft es aber einen Türken, sind sofort die muslimischen Gemeinden zur Stelle und aus Ankara kommen nicht gerade nette Anrufe.

Re: Re: Ausgerechnet

na seas, wer sich dagegen ausspricht jemandem 8 Knochenbrueche zuzufuegen braucht auf rote Stricherl ned lang warten ... unfassbar.

 
12

Wetter

  • Aktuelle Werte von
    15:00
    Wien
    Steiermark
    Oberösterreich
    Tirol
    Salzburg
    Burgenland
    Kärnten
    Vorarlberg
    Niederösterreich

Jetzt Panorama-Newsletter abonnieren

Der tägliche Überblick mit den wichtigsten Meldungen zu den Themen Chronik, Wien und Umwelt. Kostenlos.

Newsletter bestellen

Code schwer lesbar? » Neu laden

AnmeldenAnmelden