Misshandlungsvorwurf gegen Wiener Polizisten

Ein Mann berichtet in einer Zeitung, dass ihm ein Polizist mehrere Knochen gebrochen habe. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln.

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Misshandlungsvorwurf gegen Wiener Polizisten
(c) Clemens Fabry

Ein Beamter einer Polizeiinspektion in Wien-Leopoldstadt ist mit einem Misshandlungsvorwurf konfrontiert: Er soll einen Mann zu Boden geworfen und getreten haben. Nach einer Nacht in der Zelle habe der Mann selbst einen Krankenwagen gerufen und sei in ein Spital gefahren, wo mehrere Frakturen diagnostiziert wurden. Das berichtete die Gratis-Zeitung "Heute" unter Berufung auf Angaben des Betroffenen. "Ich kann bestätigen, dass es einen Misshandlungsvorwurf gibt", sagt dazu am Montag eine Polizeisprecherin zur Austria Presseagentur.

Weitere Angaben machte die Sprecherin unter Hinweis auf derzeit laufende Ermittlungen nicht. Mit dem Fall befasst sind das Büro für besondere Ermittlungen des Landespolizeikommandos und die Staatsanwaltschaft.

Misshaldlung nach Verkehrskontrolle?

Der Betroffene hat laut "Heute" am Dienstagabend bei einer Verkehrskontrolle keinen Führerschein vorweisen können, hat den Alko-Test verweigert und war unter Protest zur Polizeiinspektion mitgenommen worden. Dort sei er nach eigenen Angaben von einem Beamten schikaniert wurden, worauf er "blöd zurückgeredet" habe, zitierte die Tageszeitung den Mann.

Daraufhin habe der Beamte ihn zu Boden geworfen, mit seinen Schal gewürgt und getreten. Die Nacht habe er ohne Arzt in einer Zelle verbringen müssen. Am nächsten Tag seien acht Knochenbrüche festgestellt worden.

(APA)

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