Parkpickerl für Währing wahrscheinlich

Rot-Grün plant, am Donnerstag gegen den Willen von VP-Bezirksvorsteher Karl Homole die Kurzparkzone für den Bezirk zu beantragen. Die Chancen stehen gut.

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Symbolbild – (c) FABRY Clemens

Wien/Apa. Die Wiener Kurzpark- und Parkpickerlzone dürfte nun auch in Währing eingeführt werden. Am Donnerstag tagt die Bezirksvertretung, SPÖ und Grüne planen, einen Antrag auf Einführung des Pickerls einzubringen.

Dass dieser dann durchgeht, sei „sehr wahrscheinlich“, so Marcel Kneuer, grüner Klubobmann in Währing. Rot-Grün kann nämlich die Gebührenpflicht dank gemeinsamer Mandatsmehrheit auch gegen den Willen von VP-Bezirkschef Karl Homole beschließen, der sich bisher gegen eine Ausweitung auf den Bezirk gewehrt hatte.

Festgelegt soll das genaue Prozedere aber erst in der heutigen Präsidiale im Vorfeld der Bezirksvertretungssitzung werden. Erst danach sei fix, wie nun vorgegangen werde, sagt Kneuer. Möglicherweise findet man in letzter Minute doch noch eine Einigung mit dem Bezirksvorsteher.

Kompromiss mit Bezirks-VP?

Ebenfalls nicht ausgeschlossen ist, dass Homole doch noch für einen Kompromiss zu haben ist. Immerhin war der einstige Pickerlgegner zuletzt vorsichtig von seiner strikten Nein-Haltung abgerückt. Die ÖVP hatte Anfang November einerseits einer rot-grünen Bezirksparkplatz-Studie zugestimmt, Homole selbst hatte eingeräumt, die Währinger infolge der akuten Parkplatznot noch einmal über das Pickerl abstimmen lassen zu wollen. Das erste Votum im März war gegen die Parkgebühren ausgegangen. Die Parkplatzstudie liegt inzwischen vor, die Ergebnisse sollen SPÖ und Grünen gegenüber Homole unterstützen. Gleichzeitig laufen Gespräche zwischen Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) und den Verantwortlichen in den ÖVP-Bezirken Hietzing, Währing und Döbling. Dem Vernehmen nach haben die Bezirkschefs eine Liste an Bedingungen übermittelt, unter welchen Voraussetzungen sie für eine Parkraumbewirtschaftung sind.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.12.2012)

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