Freisprüche im AKH-Prozess um Zivildiener

Drei Mitarbeiter des AKH wurden nach jahrelangen Ermittlungen am Donnerstag im Straflandesgericht vom Untreuevorwurf im Zweifel freigesprochen.

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Symbolbild – (c) Clemens Fabry

Wien/Apa. Vorläufiges Ende im Prozess gegen drei Mitarbeiter des AKH wegen des Verdachts der Untreue: Nach jahrelangen Ermittlungen sind am Donnerstag im Straflandesgericht der AKH-Personalchef, die ehemalige Pflegedirektorin sowie der Leiter einer Reinigungsfirma vom Vorwurf der Untreue im Zweifel freigesprochen worden.

„Ich habe keinen Hinweis gefunden, dass Sie in die ganze Angelegenheit involviert waren“, sagte Richterin Stephanie Öner zum Personalchef. Bei der Ex-Pflegedirektorin fehlte es laut Öner an einer Schädigungsabsicht. Beim Firmenchef spricht nach Angaben der Richterin nichts dafür, dass er dem AKH einen Schaden hätte zufügen wollen.

Der AKH-Personalchef, die Ex-Pflegedirektorin und der Geschäftsführer der Reinigungsfirma waren zuvor im Oktober 2011 wegen Amtsmissbrauchs zu bedingten Freiheitsstrafen zwischen sechs und 18 Monaten verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die drei mit Schädigungsvorsatz vom AKH drei Mitarbeiter der Putzfirma als Zivildiener hatten anfordern lassen. Die Zivildiener waren jedoch nur an wenigen Tagen im Spital anzutreffen. Der Oberste Gerichtshof (OGH) hob die Urteile der ersten Instanz jedoch auf und regte ein Verfahren wegen Untreue an. Dieses endete nun mit Freisprüchen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.12.2012)

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